Oberhausen: Schwefelsäure-Wolke über der Stadt – 150 Menschen mit Atemwegsbeschwerden

Symbolfoto: © burntimes

Über Oberhausen, im Ruhrgebiet, befindet sich nach einem Chemieunfall in einem Betrieb eine Schwefelsäure-Wolke. Etwa 150 Menschen beklagten sich über Atemwegsbeschwerden. Unter den Verletzten befinden sich 110 Angestellte der Wirtschaftsbetriebe in Oberhausen – 40 weitere sind Mitarbeiter des betroffenen Chemieunternehemens. Aus einem 600 Kubikmeter Tank war 96-prozentige Schwefelsäure ausgetreten, nach dem der Tank gebrochen war. Die Ursache für den Zwischenfall ist noch unklar. Zahlreiche Straßen in der Stadt sind gesperrt worden, darunter auch eine vielbefahrene Autobahn. Auch im Zug- und Schiffsverkehr kommt es zu Einschränkungen. Züge können bis Donnerstagnachmittag nicht von Oberhausen in Richtung Sterkrade fahren. Davon betroffen sind Züge des Nah- und Fernverkehrs. Auf dem Rhein-Herne-Kanal wurde der Schiffsverkehr zunächst gestoppt.

Die Feuerwehr teilte mit, dass die zur Zeit drückende Wetterlage schuld daran sei, dass sich die Schwefelsäure-Wolke in Bodennähe befindet. Die Feuerwehr ist zur Zeit dabei die giftige und ätzende Wolke mit Wasserwerfern zu bekämpfen. Der betroffene Bereich wurde weiträumig abgesperrt und abgesichert. Das gesamte Gewerbegebiet von Oberhausen ist evakuiert worden.

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Chlorgas-Unfall in Hilden auf menschliches Versagen zurückzuführen

Symbolfoto:  © Rainer Sturm  | pixelio.de

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© Rainer Sturm | pixelio.de

Am Sonntagnachmittag um 16.45 Uhr ereignete sich im Spaß- und Freizeitbad Hildorado im nordrhein-westfälischen Hilden ein Chrlorgas-Unfall. Zwei Erwachsene und sieben Kinder wurden mit Atemwegsbeschwerden vorsorglich in Krankenhäuser eingeliefert. Insgesamt wurden 17 Menschen leicht verletzt, darunter 14 Kinder. Am Montag konnten alle das Krankenhaus wieder verlassen. Die Polizei teilte mit, dass offenbar nur eine kleine Menge Chlorgas ausgetreten war. Die Mitarbeiter reagierten sofort und schickten die Badegäste aus dem Schwimmbad heraus und schalteten die Lüftung ab.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot zu dem Freizeitbad angerückt. Insgesamt waren 153 Feuerwehrleute mit 54 Fahrzeugen vor Ort.

Die Polizei Mettmann hat inzwischen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Körperverletzung eingeleitet. Der Polizeisprecher sagte, dass alles für ein menschliches Versagen spricht. Es kam während der Reinigungsarbeiten im Technikkeller zu einer chemischen Reaktion, nachdem versehentlich Stoffe zusammengeführt wurden. Der erfahrene Mitarbeiter leitete sofort Gegenmaßnahmen ein, um die Chemikalie zu neutralisieren. Trotzdem gelangten Chlordämpfe über die Lüftungsanlage in das Innere des Bades. Am schwersten wurde der Angestellte des Bades verletzt. Er war am Dienstag wieder arbeitsfähig. Ein Notfallseelsorger betreute den Mann. In dem Freibad Hildorado hat sich in den letzten 24 Jahren kein Chlorgasunfall ereignet. Seit Montag hat das Schwimmbad in Hilden wieder ganz normal geöffnet.

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