Xavier Naidoo vertritt Deutschland beim Eurovision Songcontest 2016 –– Nominierung sorgt für Aufregung

Symbolfoto: © Jochen Sievert  | pixelio.de

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Die ARD teilte mit, dass Xavier Naidoo ohne einen Vorentscheid beim Eurovision Songcontest 2016 für Deutschland antreten wird. Naidoo steht seit seinen politischen und verschwörungs-theoretischen Statements in der Kritik der Öffentlichkeit. Die ARD entschied sich vermutlich zu diesem Schritt, weil Deutschland beim letzten Contest mit null Punkten eine Blamage hinnehmen musste. Jetzt will die ARD offenbar mit einer großen Nummer aufwarten. In Deutschland löste die Nominierung von Xavier Naidoo Empörung aus. Naidoo gab öffentliche Auftritte bei fragwürdigen Demonstrationen. Im letzten Jahr trat Naidoo beispielsweise am Tag der Deutschen Einheit auf einer Kundgebung der „Reichsbürger“ vor dem Reichstag in Berlin als Redner auf. Er stellte dort erneut die gültige Verfassung in Deutschland in Frage. Während seiner Rede trug Naidoo ein T-Shirt auf dem „Freiheit für Deutschland“ aufgedruckt war. Er sagte unter anderem 2011 im ARD-Morgenmagazin: „Wir sind immer noch ein besetztes Land und nicht souverän.“ Diese Ansicht haben auch die rechten „Reichsbürger“. Die „Reichsbürger“ feierten Naidoo für diese Aussage. Diese rechte Gruppierung wird vom Verfassungsschutz beobachtet und überwacht. Die Linkspartei warf ihm vor in einem seiner Lieder Homosexualität und Kindesmissbrauch zu vermischen und erstattete Anzeige gegen ihn wegen Volksverhetzung. Die Anzeige blieb jedoch ergebnislos. Xavier Naidoo erklärte, dass das Lied sich gegen Ritualmorde an Kindern richtete, über die nie berichtet wurde. In dem Prozess ging es auch um antisemitische Texte, die er verfasst und vertont haben soll.

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Griechenland will Juni-Rate nicht zurückzahlen

Symbolfoto: © günther gumhold | pixelio.de

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Die Regierung in Athen wird die im Juni fällige Rate von knapp 1,6 Milliarden Euro nicht zahlen, so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im ARD-«Brennpunkt».

Eigentlich sollte Griechenland die Rate am Dienstag an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen, jedoch kündigte die Regierung bereits an, die nun fällige Rate nicht zu zahlen.

Der IWF hatte Athen bereits zugestanden, eigentlich früher fällige Betrage gebündelt am Ende des Monats zurückzuzahlen. Ein weiteren Aufschub hat IWF-Chefin Christine Lagarde allerdings ausgeschlossen.Somit wäre Griechenland das erste entwickelte Land, dass seine IWF-Schulden nicht pünktlich zurückzahlt.

Gegenüber dem französischen Sender RTL äußerte sich EU-Währungskommissar Pierre Moscovici bereits im Vorfeld skeptisch, da die Kassen in Athen leer seien.Ohne eine Einigung auf ein Reformpaket fließen die in Aussicht gestellten 15,5 Milliarden Euro Hilfen, durch die Geldgeber IWF, Europäische Zentralbank (EZB) und die Partner der EU nicht.

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ARD: Günther Jauch gibt zum Jahresende seine Talkshow auf

Symbolfoto: © Jochen Sievert  | pixelio.de

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Nach vier Jahren beendet Günther Jauch zum Jahresende seine Zusammenarbeit mit der ARD. Der NDR hatte ihm angeboten seinen Vertrag über die Talkshow am Sonntagabend zu verlängern. Jauch lehnte das Angebot ab. Er sagte, dass er sich über das Angebot gefreut hat, es aber sowohl aus beruflichen als auch aus privaten Gründen nicht angenommen hat. Zu den konkreten Gründen der Absage wollte der NDR keine Stellung beziehen. Ein möglicher Nachfolger steht noch nicht fest. Die ARD teilte mit, dass der Talk am Sonntagabend in jedem Fall fortgesetzt werden soll. Die Sonntagabend-Talkshow von Günther Jauch ist die erfolgreichste Polit-Talkshow in Deutschland. Der Intendant des NDR bedankte sich bei Jauch für seine erfolgreiche Zusammenarbeit und respektiert die Entscheidung.

Die Talkshow erreicht im Schnitt 4,62 Millionen Zuschauer. Das entspricht einem Marktanteil von 16,2 Prozent. Jauch hatte die Sendung 2011 von Anne Will übernommen, die zur Zeit am Mittwochabend auf Sendung geht und deutlich weniger Zuschauer anzieht.

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