Weiterstadt: Rettungsgasse blockiert – Feuerwehr kündigt 30 Anzeigen an

Symbolfoto: © burntimes

Im südhessischen Weiterstadt war ein 49-jähriger Arbeiter von einem Baugerüst auf der Autobahn 5 gestürzt und wurde dabei schwer verletzt. Die Autobahn war in dem betroffenen Abschnitt aufgrund von Bauarbeiten gesperrt. Viele Autofahrer bildeten eine Rettungsgasse. Die Feuerwehr trotzdem auf der Autobahn stecken, weil einige Autofahrer die Gasse zum Überholen nutzen wollten. Die Rettungskräfte ließen ihre Fahrzeuge kurzerhand stehen und liefen die letzten 800 Meter mit Ausrüstung zu Fuß zur Einsatzstelle. Theo Herrmann von der Feuerwehr Mörfelden sagte der hessenschau: „Damit jedoch nicht genug: „Die haben mich gefragt, was ich mir einbilden würde, wer ich überhaupt sei, und ich soll nicht so einen Zirkus machen.“ Nach der Erstversorgung des verunglückten Arbeiters mussten die Feuerwehrleute durch den Stau zurück. Sie fotografierten die Blockierer der Rettungsgasse – 30 von ihnen erwartet nun eine Anzeige.

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Nach Übergriffen in Köln: Koalition kündigt Reaktionen an –– Ansehen des Rechtsstaats in Gefahr

Symbolfoto: © burntimes.com

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Nach den Übergriffen in der Silvesternacht, auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz, gingen bis Sonntagabend bei der Polizei 516 Strafanzeigen ein. In 40 Prozent der Fälle wird wegen Sexualstraftaten ermittelt. Die Bevölkerung ist verunsichert und das Ansehen des Rechtsstaats ist in Gefahr. In Kürze wird die Bundesregierung Strafgesetze und das Asylrecht verschärfen. Zur Zeit sprechen Union und SPD über leichtere Abschiebungen und härtere Strafen. Außerdem wird über mehr Polizei und Überwachung debattiert. Auch über mehr Videoüberwachung wird gesprochen. Die Opposition erwartet unterdessen von der Landesregierung Aufklärung über die Gewaltausbrüche in der Silvesternacht. Der Chef der SPD, Sigmar Gabriel, sagte dass die Verschärfung von Gesetzen nicht ausreicht. Er forderte einen starken handlungsfähigen Staat, der die Kriminalität bekämpft und sich für Bildung und Integration einsetzt. Gabriel betonte, dass die Mehrheit der Flüchtlinge Schutz und eine neue Heimat suchen.

Mindestens 1.000 Männer sollen sich in der Silvesternacht auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz versammelt und kleinere Gruppen gebildet haben, die Frauen begrapscht und bestohlen haben. Die Opfer gaben an, dass es sich bei den Tätern um Männer mit nordafrikanischer oder arabischer Herkunft handelte. Bis Freitagmittag hatten die Beamten 32 Tatverdächtige identifiziert. Ein 19-jähriger Verdächtiger wurde am Hauptbahnhof von Gütersloh festgenommen. Der Marokkaner soll in Verbindung mit einem der gestohlenen Handys stehen. Er wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Die CDU sieht vor, dass Asylbewerber die beispielsweise eine Bewährungsstrafe erhalten anschließend sofort abgeschoben werden dürfen.

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Übergriffe auf Frauen in Köln: Polizeichef gerät in Erklärungsnot und steht unter Druck

Symbolfoto: © burntimes

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Der veröffentlichte Einsatzbericht der Silvesternacht in Köln setzt den Kölner Polizeipräsidenten Wolfgang Albers unter Druck. Die Rücktrittsfrage verfolgt ihn in diesen Tagen. Einem internen Bericht zufolge war die Kölner Polizei in der Silvesternacht nicht Herr der Lage. Der Kölner Polizeipräsident sprach hingegen zunächst davon, dass der Einsatz mustergültig verlaufen sei. Im Polizeibericht, der am Neujahrstag, veröffentlicht wurde, war von einer „entspannten“ Einsatzlage die Rede gewesen. Nun steht fest, dass Albers an einer geschönten Darstellung festhielt. Der Polizeipräsident hat inzwischen eingesehen, dass die Auskunft in der Pressemitteilung „falsch“ war. Er begründete das mit einem „Kommunikationsfehler“. Ein Bundespolizist schilderte die Ereignisse des Jahreswechsels aus seiner Sicht. Er sprach von einem kompletten Kontrollverlust der eingesetzten Sicherheitskräfte am Hauptbahnhof. Frauen seien weinend zu den Polizisten gekommen und haben ihnen mitgeteilt, dass sie bestohlen wurden oder sexuelle Übergriffe stattfanden. Es waren demBundespolizisten zufolge viel zu wenige Beamte eingesetzt worden, sodass die Polizisten schnell an die Leistungsgrenze stießen. Am 31. Dezember um 23.30 Uhr begann die Polizei mit der Räumung des Bahnhofsvorplatzes, weil männliche Personen mit Migrationshintergrund Flaschen und Feuerwerkskörper jeglicher Art wahllos in die Menschenmenge feuerten und warfen. Die Polizisten berichteten davon, dass die Migranten ihnen mit einer Respektlosigkeit begegnet sind, die sie in 29 Dienstjahren noch nicht erlebt haben, schrieb der Bundespolizist in seiner Stellungnahme. Bisher lehnte der Kölner Polizeipräsident einen Rücktritt ab.

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