Terroranschläge auf Kirchen in Ägypten: Mindestens 41 Todesopfer

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Ägypten haben sich am Sonntag zwei Bombenanschläge auf Kirchen in Ägypten ereignet. Bei den Explosionen in Tanta und in der Hafenstadt Alexandria starben mindestens 41 Menschen. Bei Anschläge wurden auf Kirchen der christlichen Minderheit in Ägypten verübt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) bekannten sich zu den Bombenanschlägen. Insgesamt starben mindestens 41 Menschen und über 70 weitere Personen wurden verletzt. Die Bombenexplosionen ereigneten sich jeweils im Inneren der Kirchen, während der gutbesuchten Gottesdienste, am Palmsonntag. In Ägypten sind rund zehn Prozent der Bevölkerung koptische Christen. Der ägyptische Präsident hat am Sonntag den dreimonatigen Ausnahmezustand erklärt. Unmittelbar nach den Anschlägen hatte der Präsident den sofortigen Einsatz von Armeeeinheiten angeordnet. Das Militär wird die Polizei landesweit beim Schutz der Infrastruktur unterstützen.

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Innere Sicherheit: Drei Gefährder sind verschwunden

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Nach dem Anschlag in Berlin haben die Behörden angefangen, alle Gefährder noch einmal zu überprüfen. Insgesamt gibt es zur Zeit 547 bekannte Gefährder. Die Hälfte von ihnen befindet sich im Ausland. Von drei Gefährdern ist der Aufenthaltsort aktuell nicht bekannt, teilte Chef des Bundeskriminalamts am Mittwoch mit. Es handelt sich um ein Sicherheitsrisiko, denn auch Anis Amri war in den Wochen vor dem Anschlag vom Radarschirm der Behörden verschwunden. Bei den drei spurlos Verschwunden handelt es sich um Islamisten, die als Gefährder eingestuft wurden. Zuletzt hatte es bei dem Berlin-Attentäter Anis Amri Fehler gegeben, die ihm die Ausführung des Anschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche ermöglicht hatten. Als eine Reaktion auf den Anschlag in Berlin überprüfen die Sicherheitsbehörden alle eingestuften Gefährder erneut. Die Expertenrunde prüft auch, ob Abschiebungen oder andere Maßnahmen erforderlich sind. Der Fall Amri zeigte, dass alle Maßnahmen und Bemühungen der Sicherheitsbehörden nicht ausgereicht haben.

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Afghanistan: Viele Tote nach drei Anschlägen an einem Tag

Symbolfoto: © burntimes.com

In Afghanistan haben sich am Dienstag drei Anschläge ereignet. Ein zweifacher Bombenanschlag ereignete sich am späten Dienstagnachmittag in der Hauptstadt Kabul. Zwei Selbstmordattentäter rissen vor dem Parlament mindestens 28 Menschen in den Tod. Unter den Toten befanden sich Zivilisten und Polizisten. Zu den beiden Anschlägen bekannten sich die Terroristen der radikalislamischen Taliban. Einige Stunden später kam es im Haus des Gouverneurs in der südafghanischen Provinz Kandahar zu einer Explosion. Hierbei kamen elf Menschen ums Leben und acht weitere wurden teils schwer verletzt. Unter den Verletzten befindet sich auch der Gouverneur und der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, der für ein Treffen angereist war. Die genaue Art der Explosion ist noch unklar. Möglicherweise wurden unter Sofas Sprengsätze montiert und zur Explosion gebracht. Zu der Tat im Haus des Gouverneurs bekannte sich zunächst niemand.

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Deutschland will 12.500 afghanische Flüchtlinge abschieben

Symbolfoto: © burntimes.com

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Am Donnerstagvormittag wurde bekannt, dass die Bundesregierung über 12.500 abgelehnte Schutzsuchende aus dem Bürgerkriegsland Afghanistan abschieben will. Die jüngsten Anschläge haben gezeigt, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland ist. Abschiebungen von Schutzsuchenden aus Afghanistan stehen aufgrund der Anschläge der radikal-islamischen Taliban in der Kritik. Die Bundesregierung hingegen teilte mit, dass in den großen Zentren in Afghanistan die Sicherheit garantiert sei. Letzte Woche starben bei einem Angriff auf das deutsche Konsulat in Masar-i-Scharif sechs Menschen.

Im laufenden Jahr 2016 wurden bisher lediglich 27 abgelehnte Asylbewerber nach Afghanistan abgeschoben. Die Linke teilte mit, dass die jüngsten Anschläge bewiesen haben, dass Afghanistan kein sicheres Herkunftsland ist.

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Einheitsfeier in Dreden: Brandanschlag auf drei Polizeifahrzeuge

Symbolfoto: © burntimes

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Nach den zwei Sprengstoffanschlägen auf die Fatih-Moschee der türkisch-islamischen Gemeinde, sowie auf das Kongresszentrum und einer gefunden Bombenattrappe ist die Lage im sächsischen Dresden zur Zeit angespannt. In der Nacht zu Sonntag wurden gegen 1 Uhr drei Polizeifahrzeuge angezündet. Verletzt wurde bei den Brandanschlägen niemand, es entstand jedoch ein Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Die Ermittler gehen von einem Zusammenhang mit der in Dresden stattfindenden Einheitsfeier aus. Die Polizeifahrzeuge wurden auf einem Hotel-Parkplatz in Dresden-Nesuatdt angezündet. Nach zwei Sprengstoffanschlägen und einer gefundenen Bombenattrappe sind zur Zeit 2.600 Polizisten im Einsatz.

Eineinhalb Stunden nach dem Brandanschlag auf die Polizeifahrzeuge rief ein Anwohner aus der Dresdner Friedensstraße an, der berichtete, dass dort mehrere Unbekannte Graffitis an die Wände sprühen. Die Beamten entdeckten vor Ort mehrere Schmierereien, darunter auch den Schriftzug „Ganz Dresden hasst die Polizei“. In der Nähe wurde ein 20-Jähriger festgestellt, der mit den Schmierereien im Zusammenhang steht. Die Ermittler prüfen nun, ob zwischen dem Brandanschlag, der etwa zweieinhalb Kilometer entfernt von den Schmierereien verübt wurde, ein Zusammenhang besteht.

Die Behörden sind alle in Alarmbereitschaft und bewachen sämtliche islamischen Einrichtungen in Dresden. Die Feier zur Einheitsfeier am Montag wird aufgrund der Anschläge nicht eingeschränkt. Darauf verständigten sich die Behörden und die Polizei bereits am vergangenen Dienstag. Die Feierlichkeiten werden in diesem Jahr abgesichert, wie es noch nie zuvor der Fall war.

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Acht Bombenexplosionen in Thailand: Tote und Verletzte

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In dem bei Touristen beliebten Ort Hua Hin haben sich in kürzester Zeit vier schwere Explosionen ereignet. Zwei Explosionen ereigneten sich an einer Straße mit mehreren Bars und Restaurants und zwei weitere vor Polizeistationen. In anderen Teilen des Landes hat es noch vier weitere Explosionen gegeben, darunter auch zwei auf der Urlaubsinsel Phuket. Die Behörden in Thailand sprachen von acht gezündeten Bomben. In der Provinz Surat Thani sind ebenfalls Bomben explodiert. Der General der thailändischen Armee sagte, dass alle acht Explosionen die gleiche Handschrift tragen und davon ausgegangen werden kann, dass es sich um eine koordinierte Attacke handelte.

Mehrere Menschen wurden bei den Anschlägen getötet oder verletzt. Die deutsche Botschaft wurde eingeschaltet und steht in Kontakt mit thailändischen Behörden und bestätigte, dass mindestens drei Deutsche verletzt wurden. Die Bomben waren in Blumentöpfen versteckt und wurden über Handys ferngezündet, teilten die Behörden in Thailand mit.

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Tel Aviv: Drei Menschen starben bei Terroranschlag

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Der Tatort zweier palästinensischer Terroristen war der Sarong-Park – gegenüber des Militärhauptquartiers und des Verteidigungsministeriums – in der israelischen Großstadt Tel Aviv. Die Attentäter eröffneten plötzlich das Feuer und schossen um sich. Mindestens drei Menschen starben, vier weitere wurden schwer verletzt. Einer der Schwerverletzten schwebt in Lebensgefahr. Augenzeugenberichten zufolge waren die Terroristen elegant gekleidet. Zwei Terroristen konnten verhaftet werden, nach einem möglichen Dritten wird noch gefahndet, teilte die Polizei in Tel Aviv mit.

Bei einer Vielzahl von Anschlägen wurden seit Oktober 2015 bis heute 32 Israelis ermordet. Außerdem starben mehr als 200 Palästinenser, die meisten von ihnen verübten Anschläge. Der Auslöser dieser Gewaltwelle war ein Streit um die Gebets- und Besuchsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem (wir berichteten). Möglicherweise stand der Anschlag in Tel Aviv im Zusammenhang mit dem Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan, der am Mittwoch begann.

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Terrorverdächtiger Salah Adeslam wurde nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam wurde in der Nacht zu Mittwoch von Belgien nach Frankreich ausgeliefert, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Gegen 9 Uhr am Mittwochmorgen kam er in der französischen Hauptstadt Paris an. Dort soll er im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden. Anschließend wird er in Untersuchungshaft genommen. Wir berichteten bereits Ende März darüber, dass Abdeslam nach Frankreich ausgeliefert wird. Aufgrund rechtlicher Verfahren hatte sich die Auslieferung nach Frankreich noch um ein paar Wochen verzögert. Anfangs sprach sich der Terrorist gegen eine Auslieferung nach Frankreich aus. Nach den Anschlägen in Brüssel war er nach Angaben seines Rechtsanwalts bereit nach Frankreich ausgeliefert zu werden. Abdeslam steht in direktem Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris und Brüssel. Mit der Auslieferung kamen die belgischen Behörden dem europäischen Haftbefehl nach.

Abdselam wurde am 18. März in Brüssel nach einer dramatischen Anti-Terror-Razzia im Stadtteil Molenbeek verhaftet. Während der Razzia kam es zu einer Schießerei, bei der Abdeslam eine Schusswunde am Bein erlitt. Vier Monate war er zuvor auf der Flucht vor den Behörden. Er ist der einzige überlebende Attentäter der Anschläge von Paris am 13. November mit 130 Toten (wir berichteten).

Ob Adeslam der Drahtzieher des Paris-Attentats ist, ist noch unklar. Wahrscheinlicher ist, dass es sich bei ihm um den Logistiker und somit um einen Terrorhelfer handelt. Fakt ist, dass Salah Abdeslam ein Schulfreund von Abdelhamid Abaaoud war. Abdelhamid Abaaoud hatte die Paris-Anschläge geplant und wurde wenige Tage nach den Anschlägen bei einer Schießerei in St. Denis, einem Vorort von Paris, getötet.

Salah Abdeslam sagte einen Tag nach seiner Festnahme in Belgien aus, dass er sich am 13. November vor dem Stade de France in die Luft sprengen sollte. Der nach Frankreich ausgelieferte Salah Abdeslam hatte die Attentäter nach Paris gefahren und dafür Mietfahrzeuge und eine Unterkunft organisiert. Er hätte sich jedoch in letzter Minute anders entschieden, sagte er aus. Einer der Brüsseler Attentäter hatte eine Wohnung unter falschem Namen angemietet. In der Wohnung soll sich auch Abdeslam aufgehalten haben. Bei den Anschlägen in Brüssel starben am 22. März insgesamt 32 Menschen. Salah Abdeslam könnte auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt gewesen sein.

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Belgien: Paris-Attentäter Salah Abdeslam wird nach Frankreich ausgeliefert

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Der Paris-Attentäter Salah Abdeslam wird von Belgien nach Frankreich ausgeliefert. Er teilte mit, dass er mit den französischen Behörden kooperieren wird. Zunächst war er jedoch gegen eine Auslieferung nach Frankreich. Ein Richter hat die Auslieferung am Donnerstag bestätigt und angeordnet. Frankreich hatte die Auslieferung zuvor mit einem europäischen Haftbefehl in Belgien beantragt. Ein konkretes Datum wurde noch nicht festgelegt. Der 26-Jährige wurde am 18. März in Brüssel, während einer Razzia, verhaftet. Er lebte im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Zuvor war er vier Monate lang auf der Flucht.

Abdeslam ist der einzige überlebende Attentäter von Paris. Bei den Terroranschlägen starben am 13. November insgesamt 130 Menschen (wir berichteten). Abdeslam ist einer der Hauptverdächtigen der Terroranschläge in Paris. Einen Tag nach seiner Festnahme hatte Abdeslam ausgesagt, dass er sich vor dem Stadion in Paris in die Luft sprengen wollte, er es sich aber plötzlich doch anders überlegt hatte. Seit dem Terroranschlag in Brüssel am 22. März, bei dem 32 Menschen starben, verweigert er jede Aussage. Die Behörden gehen mittlerweile davon aus, dass die Anschläge in Paris und Brüssel von der gleichen islamistischen Terrorbande begangen worden sind. Ob Salah Abdeslam auch an der Vorbereitung der Anschläge in Brüssel beteiligt war ist noch unklar.

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Razzien in Brüssel: Im Stadtteil Schaerbeek kam es zu Explosionen

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

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Nach den Selbstmordanschlägen mit 31 Toten am Dienstag haben in Brüssel auch am Karfreitag Spezialkräfte Wohnungen und Häuser durchsucht. Im Stadtteil Schaerbeek wurden drei Terrorverdächtige verhaftet. Zwei der drei Männer wurden bei dem Polizeieinsatz am Bein verletzt. Die Festgenommenen stehen zweifelsfrei im Zusammenhang mit den Anschlägen am Dienstag, teilten die Behörden in Belgien mit. Einer der Verhafteten hatte einen Rucksack mit Sprengstoff bei sich. Bei der Razzia gab es drei kontrollierte Explosionen. Bereits in der Nacht zu Freitag wurden sechs Terrorverdächtige in Schaerbeek verhaftet.

Parallel zu den Razzien in Belgien wurde in der französischen Hauptstadt Paris ein Terrorist festgenommen, der die Anschläge in Paris im November vergangenen Jahres mit geplant haben soll. Bei ihm wurde in der Wohnung Sprengstoff gefunden. Bei den Anschlägen in Paris starben am 13. November 2015 insgesamt 130 Menschen. Das französische Innenministerium teilte am Karfreitag mit, dass ein Anschlagsplan im bereits fortgeschrittenen Stadium vereitelt wurde.

Auch in Deutschland kam es im hessischen Gießen zu einer Festnahme. Ein 25-jähriger Mann aus Marokko wurden festgenommen. Er soll Kontakt mit den Selbstmordattentätern in Brüssel gehabt haben.

Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, dass für die Anschläge in Paris und Brüssel dieselbe Terrorgruppe verantwortlich ist.

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