Innere Sicherheit: Drei Gefährder sind verschwunden

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Nach dem Anschlag in Berlin haben die Behörden angefangen, alle Gefährder noch einmal zu überprüfen. Insgesamt gibt es zur Zeit 547 bekannte Gefährder. Die Hälfte von ihnen befindet sich im Ausland. Von drei Gefährdern ist der Aufenthaltsort aktuell nicht bekannt, teilte Chef des Bundeskriminalamts am Mittwoch mit. Es handelt sich um ein Sicherheitsrisiko, denn auch Anis Amri war in den Wochen vor dem Anschlag vom Radarschirm der Behörden verschwunden. Bei den drei spurlos Verschwunden handelt es sich um Islamisten, die als Gefährder eingestuft wurden. Zuletzt hatte es bei dem Berlin-Attentäter Anis Amri Fehler gegeben, die ihm die Ausführung des Anschlags auf dem Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche ermöglicht hatten. Als eine Reaktion auf den Anschlag in Berlin überprüfen die Sicherheitsbehörden alle eingestuften Gefährder erneut. Die Expertenrunde prüft auch, ob Abschiebungen oder andere Maßnahmen erforderlich sind. Der Fall Amri zeigte, dass alle Maßnahmen und Bemühungen der Sicherheitsbehörden nicht ausgereicht haben.

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Berlin: Durchsuchungen bei möglichem Kontaktmann von Anis Amri

Symbolfoto: © burntimes

Die Bundesstaatsanwaltschaft hat am Dienstag die Unterkunft eines möglichen Kontaktmanns des mutmaßlichen Berlin-Attentäter Anis Amri durchsuchen lassen. Die Unterkunft des 26-jährigen Tunesiers befindet sich in einem Berliner Flüchtlingsheim. Der Tunesier steht im Verdacht von Amris Anschlagsplänen gewusst und ihm möglicherweise geholfen zu haben. Der Kontaktmann kannte den Attentäter seit Ende 2015. Noch kurz vor dem Anschlag standen beide in Kontakt. Die Bundesanwaltschaft kündigte an am Mittwochnachmittag über den Stand der Dinge der Ermittlungen zu informieren. Am vergangenen Donnerstag wurde der mögliche Kontaktmann von Amri mangels Beweisen wieder freigelassen. Am vergangenen Mittwoch wurde der Kontaktmann in Berlin vorübergehend verhaftet. Die Bundesanwaltschaft erwirkte gegen den Mann keinen Haftbefehl.

Anis Amri tötete am 19. Dezember einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte anschließend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben. Der 24-jährige Tunesier wurde wenige Tage nach dem Anschlag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen (wir berichteten).

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Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt: Polizei nimmt mutmaßlichen Kontaktmann von Amri fest

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Am Mittwoch wurde in Berlin ein 40-jähriger Mann aus Tunesien verhaftet. Er steht im Verdacht Kontakt mit dem mutmaßlichen Attentäter Anis Amri gehabt zu haben, hieß es von der Bundesanwaltschaft am Mittwochabend. Die Telefonnummer des Tunesiers befand sich auf dem sichergestellten Mobiltelefon des Attentäters Amri. Außerdem ergaben Ermittlungen, dass der 40-Jährige in den Anschlag eingebunden sein könnte. Bis Donnerstag soll feststehen, ob gegen den mutmaßlichen Kontaktmann Haftbefehl erlassen wird.

Der 24-jährige Anis Amri hat am Montag vor Weihnachten einen polnischen Lastwagenfahrer getötet und anschließend den Lastwagen in terroristischer Absicht in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gelenkt. An der Berliner Gedächtniskirche raste er mit dem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt und legte dort 50 bis 80 Meter zurück. Dabei wurden zahlreiche Buden zerstört und rund 50 Menschen zum Teil schwer verletzt – zwölf Menschen starben. Die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat die Verantwortung für die Tat übernommen.

Der Attentäter wurde in Italien von Sicherheitskräften erschossen. Die Leiche wird noch immer obduziert. Geklärt werden soll auch, ob die Waffe, die Amri bei sich führte, die gleiche Waffe ist mit der der polnische LKW-Fahrer erschossen wurde.

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Mailand: Berlin-Attentäter Anis Amri wurde in Italien erschossen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Der Attentäter von Berlin ist tot. Der 24-jährige Tunesier wurde in der Nacht zu Freitag von italienischen Polizisten in Mailand erschossen. Anis Amri ging am frühen Freitagmorgen gegen drei Uhr über den menschenleeren Piazza Primo Maggio, der sich vor dem Bahnhof befindet. Der Mann befand sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er fiel den beiden Polizisten auf, die Streife fuhren und ihn daraufhin kontrollieren wollten. Sie stoppten Amri, der mit einem Rucksack unterwegs war. Sie fragten ihn nach seinen Papieren. Als Antwort zog der junge Mann sofort eine Pistole und gab Schüsse ab. Ein 36 Jahre alter Beamter wurde an der Schulter getroffen. Sein 29-jähriger Kollege zog seine Dienstwaffe und schoss auf den Angreifer. Anwohner, die Schüsse hörten, alarmierten die Polizei. Am Freitagvormittag teilte schließlich das Innenministerium in Rom mit, dass es sich bei dem Mann um den LKW-Attentäter Anis Amri handelt und er bei dem Schusswechsel ums Leben kam.

Amri reiste nicht direkt von Berlin nach Italien. Er soll über Frankreich mit dem Zug gefahren sein. Das ging aus den Bahntickets hervor, die der Mann bei sich führte. Amri kannte Italien. Er war dort 2011 als Bootsflüchtling angekommen. Kurz darauf wurde er wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls zu vier Jahren Haft verurteilt, die er absaß. Deshalb hatten die Behörden in Italien auch seine digitalen Fingerabdrücke gespeichert. Unklar bleibt was der Attentäter in Mailand wollte und ob er am Bahnhof in der Nacht jemanden treffen wollte.

Anis Amri tötete am Montagnachmittag einen polnischen LKW-Fahrer und lenkte am Montagabend seinen Lastwagen in den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Elf Menschen starben.

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Berlin: Flüchtiger Amri saß am Steuer des LKW – Behörden hätten ihn fassen können

Symbolfoto: © burntimes

Die Großfahndung nach dem Tunesier Anis Amri läuft. Die Bundesanwaltschaft hat mit 100.000 Euro eine der höchsten Belohnungen aller Zeiten ausgesetzt. Die Spurenauswertung der Fahrerkabine ergab, dass es sich bei dem Täter um Anis Amri handelte. Seine Fingerabdrücke wurden dort gefunden. Ein Haftbefehl gegen ihn wurde am Donnerstag von der Bundesanwaltschaft erlassen. Die Ermittler haben Schwierigkeiten den Täter ausfindig zu machen und stehen vor mehreren Herausforderungen. Der erste Tatverdächtige wurde am Dienstagabend freigelassen – er war unschuldig. Kurz nach dem Anschlag wurde Anis Amri vor einer Berliner Moschee in Berlin-Moabit gefilmt.

Der flüchtige Anis Amri wurde aufgrund möglicher Anschlagspläne monatelang von der Berliner Polizei beobachtet. Er entwischte den Ermittlern immer wieder. Im September wurde die 24-Stunden-Observation schließlich beendet, weil nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft „kein Anlass für eine weitere Verlängerung der Überwachung bestand“. Amri saß, bevor er 2015 illegal nach Deutschland kam, im sizilianischen Palermo schon vier Jahre im Gefängnis, weil er dort eine Schule angezündet hat. Bereits zu dem Zeitpunkt war klar, dass es sich bei ihm um einen radikalisierten Islamisten handelt. In Tunesien war der Berlin-Attentäter ebenfalls mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Sein Vater sagte, dass er während seiner Abwesenheit wegen schweres Raubes zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Seine Familie forderte ihn auf sich zu stellen.

Im August war er drei Tage lang in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg inhaftiert. Es lag zu der Zeit kein strafrechtlicher Haftbefehl vor, jedoch eine Anordnung, die „Haft zur Sicherung der Abschiebung“ vorzunehmen. Am Montag, den 1. August wurde Anis Amri freigelassen, weil wichtige Papiere fehlten und eine Abschiebung ohne die fehlenden Papiere nicht möglich war, teilte das Justizministerium in Baden Württemberg mit.

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung: Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei), info@bka.de
oder an jede andere Polizeidienststelle.

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Anschlag in Berlin: Polizei fahndet nach Anis Amri

Symbolfoto: © burntimes

Am Mittwoch wurde der Tunesier Anis Amri zur Fahndung ausgeschrieben. Der 24-Jährige soll den Lastwagen in terroristischer Absicht in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gelenkt haben. An der Berliner Gedächtniskirche ist am Montagabend gegen 20 Uhr ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gerast und legte dort 50 bis 80 Meter zurück. Dabei wurden zahlreiche Buden zerstört und rund 50 Menschen zum Teil schwer verletzt. Mindestens zwölf Menschen starben. Der eigentliche Fahrer des LKW wurde erschossen auf dem Beifahrersitz vorgefunden.

Der flüchtige Anis Amri wurde aufgrund möglicher Anschlagspläne monatelang von der Berliner Polizei beobachtet. Im August war er drei Tage lang in der Justizvollzugsanstalt Ravensburg inhaftiert. Es lag zu der Zeit kein strafrechtlicher Haftbefehl vor, jedoch eine Anordnung, die „Haft zur Sicherung der Abschiebung“ vorzunehmen. Am Montag, den 1. August wurde Anis Amri freigelassen, weil wichtige Papiere fehlten und eine Abschiebung ohne die fehlenden Papiere nicht möglich war, teilte das Justizministerium in Baden Württemberg mit.

Die Polizei fahndet öffentlich nach dem mutmaßlichen Täter. Anis AMRI ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Bundesanwaltschaft und BKA bitten um Ihre Unterstützung: Wer kann Angaben zu gegenwärtigen oder früheren Aufenthaltsorten der Person machen?

Wenn Sie die gesuchte Person sehen, benachrichtigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich selbst nicht in Gefahr, denn die Person könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt.

Hinweise bitte an das Bundeskriminalamt Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei), info@bka.de
oder an jede andere Polizeidienststelle.

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