Asas/Syrien: Autobombe explodiert – mindestens 48 Menschen starben

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

In Syrien hat sich am Samstag wieder ein schwerer Anschlag ereignet. Ziel des Anschlags war die von den Rebellen kontrollierte Stadt Asas im Norden des Landes – in der Nähe von Aleppo. Die Rebellen werden in Asas von der Türkei unterstützt. Bei der Explosion eines mit Sprengstoff beladenen Tanklastwagens, auf einem Markt vor dem Gerichtsgebäude, starben mindestens 48 Menschen. Zahlreiche weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass es sich bei den meisten Opfern um Zivilisten handelt. Einige Opfer konnten bisher nicht identifiziert werden, weil sie bis zur Unkenntlichkeit verbrannten. Veröffentlichte Fotos und Videos von Aktivisten zeigten beschädigte Fahrzeuge und Häuser. In der Straße befanden sich nach der Explosion tiefe Löcher. Das Gerichtsgebäude wurde komplett zerstört.

In der betroffenen Stadt Asas war erst im November eine Autobombe explodiert. Damals starben mindestens 10 Menschen – die Rebellen sprachen sogar von 25 Todesopfern. Die Stadt war in der Vergangenheit immer wieder Anschlagsziel von Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS).

Syrien: 35.000 Menschen wurden aus Aleppo gebracht

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Vor einer Woche begannen die Transporte der Zivilisten aus Aleppo. Die letzten Eingeschlossenen sollen am Donnerstag aus der umkämpften Stadt Aleppo gebracht worden sein. Damit soll Aleppo vollständig evakuiert worden sein. Damit ist die Stadt wieder unter der Kontrolle des Assad-Regimes. Die UN bestätigte, dass die Evakuierung größtenteils abgeschlossen sei und sprachen davon, dass die Endphase erreicht sei. Heftiger Schneefall mit Wind und der miserable Zustand der Busse, die für die Evakuierung verwendet wurden, haben den Zeitplan zurückgeworfen. Augenzeugenberichten zufolge mussten Menschen bei eisiger Kälte 36 Stunden lang ohne Essen und Trinken in den Bussen ausharren. Die humanitäre Lage ist aufgrund einer monatelangen Blockade katastrophal. Die Evakuierten wurden von Aleppo aus nach Rasmussa gebracht. Fünf Jahre Krieg haben bei den Betroffenen Spuren hinterlassen.

Syrien: Waffenruhe in Aleppo wurde gebrochen

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Die syrische Armee am Mittwoch den Beschuss auf Aleppo fortgesetzt und die Waffenruhe gebrochen. Die Truppen haben damit begonnen den belagerten Teil im Osten der Stadt mit schweren Waffen zu beschießen. Die Stadt Aleppo wurde weitestgehend von den regierungstreuen syrischen Truppen zurückerobert. Es war geplant, dass am Mittwochmorgen eingeschlossene Zivilisten und Rebellen aus der Stadt heraus gebracht werden. Bisher hat jedoch kein Zivilist oder Kämpfer die Stadt verlassen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die 20 wartenden Busse, die die Menschen aus der Stadt herausbringen sollten, sind inzwischen in ihre Depots zurückgekehrt. Zuerst sollten die Verletzten und Zivilisten aus der Stadt gebracht werden. Die Aktion hat jedoch nicht wie geplant stattgefunden.

Das Assad-Regime ist unzufrieden darüber, dass Russland eine Einigung mit den Rebellen ohne ihre Abstimmung verkündet hat. Die syrische Armee hatte zuletzt mehr als ein Drittel des Rebellengebietes im Osten Aleppos einnehmen können. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Menschen auf einem Gebiet von nur noch fünf Quadratkilometern eingeschlossen.

Syrien-Krieg: Russischer Außenminister Lawrow verkündet Waffenruhe für Aleppo

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Der russische Außenminister Lawrow hat am Donnerstagabend eine Waffenruhe für die stark umkämpfte Stadt Aleppo angekündigt. Während der Feuerpause sollen Zivilisten aus der Stadt gebracht werden. „Die Angriffe auf Aleppo sind ab sofort unterbrochen“, sagte Lawrow am Donnerstagabend. Der russische Außenminister verkündete die Waffenruhe auf dem OSZE-Treffen, das derzeit in Hamburg unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stattfindet. Die Vereinten Nationen hatten am Donnerstag ebenfalls zu einer sofortigen Waffenruhe in der Stadt aufgerufen. Während der Feuerpause sollen nun unter anderem 500 kranke und zum Teil schwer verletzte Kinder Ost-Aleppo verlassen.

In den letzten Tagen und Wochen setzten sich flüchtende Zivilisten der Gefahr aus, in ein Kreuzfeuer zu laufen und beispielsweise von Heckenschützen getötet zu werden. Die Vereinten Nationen könnten bei einer längeren Waffenruhe Nahrungsmittel für bis zu 150.000 Menschen in den Ostteil der Stadt bringen.

Die syrische Armee hatte zuletzt mehr als ein Drittel des Rebellengebietes im Osten Aleppos einnehmen können. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Kinder hungernd eingeschlossen.

Der syrische Machthaber Assad sprach sich zuletzt gegen eine Waffenruhe aus. Assad warf den USA vor eine Waffenruhe zu fordern, weil die von den USA unterstützen Rebellen in einer „schwierigen Lage“ seien. Gegen das Assad-Regime wurden internationale Ermittlungen gefordert. Dem Regime werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Aleppo: Vereinte Nationen warnen vor einem gigantischen Friedhof

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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In der stark umkämpften syrischen Stadt Aleppo wurden allein in den letzten Tagen mehr als 70.000 Menschen vertrieben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Mindestens 26 Menschen kamen bei dem Artilleriebeschuss ums Leben, darunter auch Kinder. Menschenrechtler machen das Assad-Regime und seine Truppen für die Toten verantwortlich. Am Dienstag starben durch einen Luftangriff zehn Menschen, die vor den Kämpfen fliehen wollten. Die syrische Armee hat in den letzten Tagen mehr als ein Drittel des Rebellengebietes im Osten Aleppos einnehmen können. Ost-Aleppo steht vor dem Fall. Die Vereinten Nationen (UN) warnen in diesem Zusammenhang vor einem gigantischen Friedhof. In Aleppo sind 100.000 Kinder hungernd eingeschlossen.

In einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen (UN) über eine längere Waffenruhe für das stark umkämpfte Aleppo wurden Standpunkte ausgetauscht und es wurde klar, dass es wenig Hoffnung auf eine schnelle Einigung gibt. Zahlreiche Länder forderten mit Hilfe einer Resolution eine zehntägige Feuerpause durchzusetzen. Zivilisten brauchen dringend eine Feuerpause, um mit dem Nötigsten versorgt zu werden. Außerdem wurden internationale Ermittlungen gegen das Assad-Regime gefordert. Dem Regime werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.

Syrien-Krieg: Fast alle Krankenhäuser in Aleppo haben ihren Betrieb eingestellt

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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In der umkämpften syrischen Stadt Aleppo sind fast alle Krankenhäuser außer Betrieb. Das ist die Folge von heftigen Luftangriffen, die auf die Stadt geflogen wurden. Die UNO äußerte sich bestürzt und entsetzt. Die USA sprachen von „abscheulichen Taten für die es keine Entschuldigungen gibt“ und machten Russland für die aktuelle Situation in der Stadt mitverantwortlich und verurteilen die Angriffe auf medizinische Einrichtungen und humanitäre Helfer scharf. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass am Samstag 25 Menschen bei Luftangriffen ums Leben kamen. In ganz Aleppo gibt es keine Kinderklinik mehr, die geöffnet ist. Schon in den Vortagen wurde die letzte funktionierende Kinderklinik im Osten Aleppos immer wieder angegriffen. Die Kinderklinik wurde am Samstag so stark beschädigt, dass diese schließlich geschlossen werden musste.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) warnte am Samstag in Aleppo vor dem Zusammenbruch der kompletten Infrastruktur. Sollte die Stromversorgung nicht mehr funktionieren, würde auch die Wasserversorgung betroffen sein. Humanitäre Hilfe ist zur Zeit aufgrund der anhaltenden Kämpfe nahezu unmöglich.

Möglicher Waffenstillstand in Syrien: USA beenden den Dialog mit Russland

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die USA teilten am Montagabend mit, dass die Gespräche, über einen möglichen Waffenstillstand, mit Russland beendet werden. Zuletzt kritisieren die USA immer wieder Russlands Luftangriffe in Syrien. Dabei bekräftigte der US-Außenminister John Kerry, dass alles für einen Waffenstillstand getan worden sei, sich Russland aber nicht an seine Verpflichtungen gehalten hat. Kerry hatte schon in der letzten Woche aufgrund der katastrophalen Situation in der nordsyrischen Stadt Aleppo mit dem Abbruch der Gespräche gedroht. Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte noch am Montagmorgen mitgeteilt, dass es wichtig sei, die Gespräche über einen möglichen Waffenstillstand nicht scheitern zu lassen. Die USA warfen Russland vor, gezielt und absichtlich Krankenhäuser anzugreifen. Die Vorwürfe wurden zurückgewiesen. Stattdessen teilten Syrien und Russland übereinstimmend mit, gegen Terroristen zu kämpfen. In den letzten Tagen wurde Aleppo stark angegriffen. Es handelt sich um die stärksten Angriffe, seit dem Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011. Ob Russland überhaupt an einer diplomatischen Lösung des Bürgerkriegs interessiert sei, ist angesichts der Luftangriffe gegen Zivilisten fraglich, urteilten Experten.

Die Armee des syrischen Machthabers Assad hat in der letzten Woche eine schwere Bodenoffensive gestartet. Die ausgehandelte Waffenruhe in Syrien ist bereits vor einigen Wochen zusammengebrochen. Russland wird in diesem Zusammenhang vorgeworfen einen Hilfskonvoi aus der Luft bombardiert zu haben. Mindestens 20 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen kamen dabei ums Leben. Die Vereinten Nationen (UN) und das Rote Kreuz erklärten danach übereinstimmend, dass alle Hilfslieferungen ab sofort eingestellt werden. Das Ziel des Hilfskonvois der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes sei nur der syrischen Regierung und der russischen Regierung bekannt gewesen. „Es wurden Menschen getötet, während sie versuchten Menschen in Not beizustehen“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby. Es handelte sich um ein Kriegsverbrechen.

Militärische Eskalation in Aleppo: Über 180 Tote

Symbolfoto: © burntimes

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Seit Tagen wird Aleppo pausenlos vom Assad-Regime sowie von Russland bombardiert. Auch Krankenhäuser wurden angegriffen. Über 180 Zivilisten kamen dieses Wochenende in Aleppo ums Leben. Die Wasserversorgung brach zusammen, sodass zwei Millionen Menschen von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten sind. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon meldete sich zu Wort und teilte mit, dass er entsetzt sei über die „ungeheuerliche militärische Eskalation“. Mehrere Stadtteile von Aleppo wurden mit Bomben angegriffen, die sogar Bunker zerstören könnten. Der Einsatz solcher Waffen in besiedeltem Gebiet ist ein Kriegsverbrechen. Der Westen warnte Russland im Zusammenhang mit dem Bombenhagel auf Aleppo davor, dass die Geduld nicht unbegrenzt sei und forderte ein sofortiges Ende der Gewalt. Die Außenminister teilten am Sonntag auf der UNO-Vollversammlung übereinstimmend mit, dass Russland unfähig ist seinen Pflichten nachzukommen. Russland wies diese Kritik zurück.

Am Sonntag wurden die Bombenangriffe nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte fortgesetzt. Am Sonntag starben bis zum Abend mindestens 14 Zivilisten, darunter zwei Kinder. Syrien und Russland sind offenbar der Ansicht den Bürgerkrieg gewinnen zu können. Eine Rückeroberung Aleppos könnte ein Wendepunkt im Bürgerkrieg sein.

Die USA und Russland machen sich seit einer Woche gegenseitig für den Angriff auf den UN-Hilfskonvoi verantwortlich, bei dem 21 Zivilisten starben, die Menschen in Not helfen wollten.

Aleppo/Syrien: Russland erklärt sich zu Feuerpause bereit

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Russland hat sich am Donnerstagabend dazu entschlossen, dass es in der stark umkämpften syrischen Stadt Aleppo eine Feuerpause geben wird. Diese soll 48 Stunden andauern. Die Hilfskonvois können die Stadt schon seit einem Monat nicht mehr anfahren, sodass die humanitäre Lage dort katastrophal ist. Die Gebiete Madaja, Sabadani, Foah und Kafraja wurden seit 110 Tagen nicht mehr beliefert. Aufgrund der andauernden Kämpfe konnten die Hilfskonvois ihre Ziele nicht erreichen, sodass dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente nicht ankamen. Die Hilfskonvois sollen in der nächsten Woche in Begleitung von syrischen Regierungstruppen in die Stadt fahren.

Die Lieferungen könnten demnach aber frühestens in der nächsten Woche beginnen, hieß es am Donnerstagabend. Die von den Rebellen gehaltenen Gebiete im Osten der Stadt werden von Gaziantep in der Türkei beliefert. Die exakten Termine der Hilfslieferungen werden mit den Vereinten Nationen (UN) abgestimmt. Die UN fordern jede Woche eine 48-stündige Feuerpause für die rund 1,5 Millionen eingeschlossenen Zivilisten. Erst vor Kurzem hatte der russische Außenminister Lawrow in einem Gespräch mit Außenminister Steinmeier eine Feuerpause in Aleppo strikt abgelehnt. Seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 starben hunderttausende Menschen.

Krieg in Syrien: Russischer Hubschrauber wurde in Aleppo abgeschossen

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Auf dem Rückflug von einem humanitären Einsatz wurde ein russischer Transporthubschrauber vom Typ Mi-8 abgeschossen. Alle fünf Insassen kamen bei dem Absturz ums Leben. Der Hubschrauber wurde für die Menschen eingesetzt, die in der umkämpften Stadt Aleppo eingeschlossen sind. Die Stadt ist komplett abgeriegelt und dort sitzen zur Zeit 300.000 Menschen fest. Rebellen wollen die Umlagerung der Stadt durch die Regierungstruppen des Assad-Regimes durchbrechen und haben eine neue Offensive gestartet. Das Ziel der Rebellen ist es, Versorgungsrouten zu öffnen. Zur Zeit halten die syrischen Regierungstruppen alle Zufahrtswege gesperrt, sodass niemand in die Stadt kommt oder sie verlassen kann. Die Menschen haben Angst und fürchten um ihr Leben. Bisher hat sich niemand getraut Aleppo zu verlassen, da die Assad-Truppen auch auf flüchtende Zivilisten schießen. Dadurch gelangen auch keinerlei Hilfslieferungen mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten in die Stadt. Es ist eine humanitäre Katastrophe.

Am Sonntag ereigneten sich zwei Autobomben-Explosionen gegen die Stellungen der Regierungstruppen, bestätigte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die gültige Waffenruhe wurde in Teilen des Landes längst gebrochen. In der Stadt Aleppo wird seit mehr als fünf Jahren gekämpft. Millionen Menschen sind bereits vor dem Leid geflüchtet. Nach dem Fall der Stadt Homs wurde den Rebellen freies Geleit garantiert. Dennoch verschwanden hunderte Männer bis heute spurlos.