Festnahme nach Anschlag auf BVB-Bus: Haftbefehl wurde erlassen

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Die Ermittler teilten am Freitag mit, dass der Täter, der für den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund verantwortlich ist, gefasst wurde. Der 28-jährige Tatverdächtige wurde am Freitagmorgen in Baden-Württemberg, in der Nähe von Tübingen, von Spezialeinheiten der Polizei überwältigt und verhaftet. Inzwischen wurde auch Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Der Deutsch-Russe handelte offenbar aus finanziellen Motiven. Er wollte möglichst viele Spieler von Borussia Dortmund töten oder verletzen, um einen Kurssturz der BVB-Aktie auszulösen. Der Täter hatte drei verschiedene Derivate gekauft und damit auf einen Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt. Er hätte einen Millionengewinn erzielen können. Der Täter war zum Zeitpunkt des Anschlags im gleichen Hotel, wie die Mannschaft von Borussia Dortmund untergebracht. Dort hatte er bereits zwei Tage zuvor ein Zimmer im Dachgeschoss mit Blick auf den Anschlagsort bezogen. Bei dem Täter handelte es sich um einen gelernten Elektriker. Die Polizei traut ihm zu, die Bombe gebaut und ferngezündet zu haben.

Die Verantwortlichen des BVB bedankten sich bei den Behörden und begrüßten den Ermittlungserfolg.

Vor dem Champions-League-Viertelfinal-Spiel zwischen Monaco und Dortmund hatte sich ein Zwischenfall ereignet. Auf dem Weg zum Stadion explodierten kurz nach der Abfahrt des Mannschaftsbusses mindestens drei Sprengsätze am Mannschaftsbus von Borussia Dortmund. Die Explosionen ereigneten sich in Dortmund-Höchsten an der Ecke Wittbräucker Straße/Schirrmannweg. Der Dortmunder Innenverteidiger Marc Bartra wurde an der Hand verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Das Spiel wurde daraufhin abgesagt und um einen Tag verschoben.

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Griechenland-Krise: Börse verliert bei der Wiedereröffnung 23 Prozent

Symbolfoto: © günther gumhold | pixelio.de

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Die griechische Börse in Athen hat am Montag nach der fünfwöchigen Zwangspause wiedereröffnet. Damals wurden auch die Banken dichtgemacht, weil Kunden aus Angst vor einer Staatspleite ihre Konten leer räumten (wir berichteten). Zum Börsenstart brach der Kurs um 22,9 Prozent ein. Analysten rechneten bereits im Vorfeld mit einem Einbruch von über 20 Prozent. Der Kurst steht zur Zeit bei 615,12 Punkten. Das entspricht einem Drei-Jahres-Tief für die griechische Börse. Der Bankenindex in Griechenland verlor zweiteilig sogar 30 Prozent an Wert. Im Vorfeld war klar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass auch nur eine einzige Aktie steigen wird gleich null ist.

Die Europäische Zentralbank genehmigte in der letzten Woche die Wiedereröffnung der griechischen Börse. Grund für den Börsenabsturz ist die dramatische wirtschaftliche Entwicklung im Land. Tausende Firmen litten wochenlang unter den geschlossenen Banken. Um in den Banken die Kapitalflucht einzuschränken wurden Kapitalverkehrskontrollen eingeführt. Die Banken sind inzwischen wieder eröffnet. Die Einschränkungen gelten aber nach wie vor.

Die Aussichten für das Land sind trotz der Vorgespräche für ein drittes Hilfspaket von 86 Milliarden Euro keinesfalls klar.

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