TUI-Krise: Bei TUIfly fallen Freitag alle Flüge aus

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

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Die Fluggesellschaft TUIfly bekommt aufgrund vieler Krankmeldungen keine Flugzeuge mehr in die Luft. Am Donnerstag wurde bekanntgegeben, dass am Freitag alle Flüge ausfallen. Insgesamt wurden 108 Flüge gestrichen – 9.000 Passagiere sind betroffen. Damit Urlauber aus den Feriengebieten zurück nach Hause gebracht werden können, hat TUIfly Flugzeuge bei anderen Fluggesellschaften gechartert. Das Unternehmen teilte mit, dass es auch am Wochenende zu weiteren Flugausfällen kommen kann. TUIfly sollte am Donnerstag eigentlich 90 geplante Flüge für Air Berlin durchführen. Keiner dieser Flüge wurde von TUIfly bedient, sodass Air Berlin andere Fluggesellschaften um Unterstützung bitten musste. Lediglich 30 der 90 Flüge konnten schlussendlich am Donnerstag durchgeführt werden.

Air Berlin schloss am Donnerstag mit den Gewerkschaften Verdi und der Vereinigung Cockpit eine Krisenvereinbarung. Es werden demnach Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal bis einschließlich Sonntag zu freiwilligen Einsätzen aufgerufen. Viele Reisende mussten aufgrund der Flugausfälle in den Herbstferien ihren Urlaub verschieben oder absagen. TUIfly teilte bereits mit, dass die Gäste nicht entschädigt werden und berief sich dabei auf höhere Gewalt, die für die Flugausfälle und Verspätungen verantwortlich sei.

Air Berlin ist hochverschuldet und soll demnächst gemeinsam mit Teilen von TUIfly kooperieren. Die Angestellten befürchten den Verlust ihres Arbeitsplatzes und schlechtere Tarifbedingungen.

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Finanzielle Engpässe: Air Berlin muss Zahlungen an Piloten verschieben

Symbolfoto: © Tim Reckmann | pixelio.de

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Die Finanznot bei deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin ist größer, als es angenommen wurde. Die Piloten müssen erstmal weiter auf ihre Überstundenzuschläge warten. Die Zuschläge wurden ausgesetzt, teilte Air Berlin am Freitag mit. Die festgelegten Überstundenzuschläge können demnach erst frühestens im Juni ausgezahlt werden. Das Thema wurde auch mit der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit besprochen. Hintergrund des finanziellen Engpasses ist die sinkende Nachfrage nach den Terroranschlägen in Paris und in der Türkei. Die Piloten von Air Berlin wurden schriftlich informiert. Die Gewerkschaft Cockpit hält das Vorgehen jedoch für tarifvertragswidrig.

Schon seit Jahren kämpft Air Berlin gegen rote Zahlen. Um Kosten zu senken, hatte das Management auf einen Teil seiner Bezüge verzichtet.

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