Messerangriff in Hurghada (Ägypten): Zwei Deutsche unter den Todesopfern

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Im bei Touristen beliebten ägyptischen Badeort Hurghada hat sich am Freitagmittag gegen 13 Uhr am Strand ein Messerangriff ereignet. Der Angreifer, ein 27-jähriger Student, soll Polizeiangaben zufolge von einem öffentlichen Strand zu einer Ferienanlage geschwommen sein. Dort hat er seine Opfer angegriffen. Unklar ist, ob der Messerangriff einen politischen Hintergrund hat. Das Auswärtige Amt bestätigte, dass zwei deutsche Urlauberinnen bei dem Angriff ums Leben kamen. Das Amt geht von einem gezielten Angriff auf Urlauber aus. Nach dem Messerangriff ist der Angreifer geflohen und wurde von Augenzeugen verfolgt. Er konnte schließlich auf dem Grundstück eines Nachbarhotels überwältigt werden. Die Leichen wurden zwischenzeitlich weggebracht und der Strand wurde gereinigt. Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kairo sind vor Ort und kommunizieren mit den deutschen Behörden. Das Motiv des Angreifers ist noch unklar.

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Terroranschläge auf Kirchen in Ägypten: Mindestens 41 Todesopfer

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In Ägypten haben sich am Sonntag zwei Bombenanschläge auf Kirchen in Ägypten ereignet. Bei den Explosionen in Tanta und in der Hafenstadt Alexandria starben mindestens 41 Menschen. Bei Anschläge wurden auf Kirchen der christlichen Minderheit in Ägypten verübt. Die Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) bekannten sich zu den Bombenanschlägen. Insgesamt starben mindestens 41 Menschen und über 70 weitere Personen wurden verletzt. Die Bombenexplosionen ereigneten sich jeweils im Inneren der Kirchen, während der gutbesuchten Gottesdienste, am Palmsonntag. In Ägypten sind rund zehn Prozent der Bevölkerung koptische Christen. Der ägyptische Präsident hat am Sonntag den dreimonatigen Ausnahmezustand erklärt. Unmittelbar nach den Anschlägen hatte der Präsident den sofortigen Einsatz von Armeeeinheiten angeordnet. Das Militär wird die Polizei landesweit beim Schutz der Infrastruktur unterstützen.

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Ägypten: Das Todesurteil gegen den Ex-Präsidenten Mursi wurde aufgehoben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Das höchste Berufungsgericht in Ägypten hat das Todesurteil gegen den ehemaligen Präsidenten Mursi am Dienstag aufgehoben. Damit wird nun der Prozess wegen seines Gefängnisausbruches neu aufgerollt. Mursi war im Juni 2015 wegen eines Massenausbruchs aus einem Gefängnis während des Aufstands 2011 zum Tode verurteilt worden. Als Ergebnis des Aufstandes war er gestürzt worden. Mursi hatte in Ägypten im Juni 2012 die ersten demokratischen Wahlen in der Geschichte des Landes gewonnen. Anfang 2013 wurde er jedoch bereits vom Militär gestürzt. Die Armee schlug die Demonstrationen der Islamisten blutig nieder.

Mursi muss sich in Ägypten unter anderem wegen Geheimnisverrats, Anstiftung zur Gewalt und Spionage verantworten. Bisher wurde noch kein Urteil in letzter Instanz entschieden. Unter der Herrschaft des autoritären Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi haben die Verurteilungen zum Tode deutlich zugenommen.

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EgyptAir-Flug MS804: Blackbox bestätigt Rauch an Bord

Symbolfoto: © O. Fischer  | pixelio.de

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Am 19. Mai war der EgyptAir Flug MS804 über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Dabei starben 66 Menschen. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Paris in die ägyptische Hauptstadt Kairo. Es gab keinen Notruf. Die Auswertung des gefundenen Flugdatenschreibers bestätigte, dass sich auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausbreitete. Die gefundenen Wrackteile zeigten auch Zeichen von sehr hohen Temperaturen und Ruß. Was den Rauch verursachte ist noch unklar. Die Experten hoffen durch die weitere Auswertung des Stimmrekorders die genaue Absturzursache zu ermitteln. Der bei dem Absturz stark beschädigte Flugdatenschreiber wurde zunächst in Frankreich repariert und anschließend zurück nach Kairo gebracht. Die Reparatur des Stimmenrekorders läuft zur Zeit noch. Die zwei Flugschreiber wurden vor rund zwei Wochen nach wochenlanger intensiver Suche im Mittelmeer entdeckt und von einem Spezialschiff geborgen.

Erst im März wurde ein Flugzeug von EgyptAir entführt. Ein Ägypter brachte einen Airbus A320 während eines Inlandsflugs in seine Gewalt und entführte die Maschine nach Zypern. Nach mehrstündigen Verhandlungen hatte der Geiselnehmer aufgegeben und die Fluggäste konnten das Flugzeug unbeschadet verlassen (wir berichteten).

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EgyptAir-Flug MS804: Es gab einen Rauchalarm vor dem Absturz

Symbolfoto: © Stephan Wengelinski  | pixelio.de

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Die Suche nach dem Wrack des vermissten EgyptAir-Fluges MS804, mit 56 Passagieren und sieben Crew-Mitgliedern an Bord von Paris nach Kairo, dauert weiter an. Unterdessen wurde bekannt, dass es vor dem Absturz einen Rauchalarm an Bord gegeben hat und ein Problem mit dem Flugkontrollsystem gemeldet wurde. Der Airbus A320 war 230 Seemeilen vor der griechischen Insel Karpathos plötzlich vom Radar verschwunden und abgestürzt (wir berichteten). Das meldete das Datenfunksystem ACARS. Der Rauch wurde in der Bordtoilette beim Cockpit gemeldet. Das deutet darauf hin, dass es an Bord gebrannt haben könnte. Der Rauchalarm wurde am Donnerstagmorgen um 2.26 Uhr ausgelöst. Kurz darauf verschwand das Flugzeug von den Radarschirmen. Konkrete Hinweise gibt es bisher noch nicht zur Absturzursache. Der Flugschreiber konnte bisher noch nicht entdeckt werden. Ein Satellit entdeckte möglicherweise eine Ölspur. Diese befindet sich rund 40 Kilometer südöstlich der zuletzt gemeldeten Postion des Airbus A320.

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Flug MS804 von Paris nach Kairo ist abgestürzt: Anschlag wird befürchtet

Symbolfoto: © O. Fischer  | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Am Donnerstagmorgen gegen 2.30 Uhr europäischer Zeit ist eine Passagiermaschine der ägyptischen Fluglinie EgyptAir, von Paris nach Kairo, mit 56 Passagieren und sieben Crew-Mitgliedern an Bord, 230 Seemeilen vor der griechischen Insel Karpathos plötzlich vom Radar verschwunden und abgestürzt. Das Flugzeug startete um 23.21 Uhr vom Pariser Flughafen. Um 2.37 Uhr flog die Passagiermaschine vom Typ Airbus A320 scharfe Kurven, drehte sich um 360 Grad und sank dabei von 11.600 Metern auf 4.570 Meter ab. Kurz darauf ist die Maschine ins Mittelmeer gestürzt und vom Radar verschwunden. Eingesetzte Suchflugzeuge haben bereits zwei große Wrackteile des ägyptischen Flugzeugs entdeckt. An der Suche beteiligen sich Suchmannschaften aus Frankreich, Griechenland und Ägypten. Die Piloten setzten keinen Notruf ab. Dieses deutete ebenfalls auf ein sehr plötzliches Ereignis hin, das den Piloten keine Zeit mehr für einen Notruf ließ. Die Situation deutet darauf hin, dass etwas sehr plötzlich geschehen sein muss. Ein Anschlag von Terroristen ist wahrscheinlicher, als ein technischer Defekt, teilte Ägyptens Luftfahrtminister mit. Griechische Augenzeugen gaben an zum Zeitpunkt des Verschwindens der Passagiermaschine einen Feuerball am Himmel gesehen zu haben.

Dass Terroristen am Flughafen von Paris eine Bombe an Bord schmuggeln konnten, kann trotz der sehr hohen Sicherheitsvorkehrungen nicht ausgeschlossen werden.

Unter den Passagieren befanden sich 15 Franzosen, 30 Ägypter, ein Passagier aus Großbritannien, zwei Männer aus dem Irak und jeweils eine Person aus Saudi Arabien und Kuwait – darunter ein Kind und zwei Babys. Insgesamt kamen 15 Familienangehörige der Passagiere am Flughafen von Kairo an. Einige von ihnen brachen zusammen und mussten ärztlich behandelt werden.

Am Donnerstagabend gegen 18 Uhr wurde das Wrack des Airbus in der Nähe der griechischen Insel Karpathos lokalisiert.

Gegen 1.55 Uhr hatten Fluglotsen das letzte Mal Kontakt zu der Unglücksmaschine. Um 2.29 Uhr versuchten die griechischen Behörden die Maschine über Funk zu erreichen. Die Flugzeuge melden sich immer ab, wenn sie den Luftraum eines Landes verlassen. Die Besatzung des Passagierflugzeugs antwortete zu dieser Zeit bereits nicht mehr. Die griechischen Fluglotsen nahmen anschließend sofort Kontakt mit der griechischen Luftsicherung auf, um dort zu checken, wo sich die Maschine gerade befindet. Nachdem auch die Fluglotsen meldeten, dass sie kein Flugzeug auf ihren Radarschirmen entdecken können, wurden die ägyptischen Flugsicherungsbehörden alarmiert.

Der Pilot des Flugzeugs hat die Erfahrung von mehr als 6.000 Flugstunden gehabt. Zusammen mit dem Co-Piloten verfügten beide Piloten über die Erfahrung von über 10.000 Flugstunden.

Ägypten hatte den Angehörigen und Familien in Paris am Donnerstagnachmittag angeboten kostenlos nach Kairo zu reisen.

Erst im März wurde ein Flugzeug von EgyptAir entführt. Ein Ägypter brachte einen Airbus A320 während eines Inlandsflugs in seine Gewalt und entführte die Maschine nach Zypern. Nach mehrstündigen Verhandlungen hatte der Geiselnehmer aufgegeben und die Fluggäste konnten das Flugzeug unbeschadet verlassen (wir berichteten).

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Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer: Hunderte Tote befürchtet

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Erneut hat sich eine Katastrophe im Mittelmeer ereignet. Der italienische Außenminister teilte mit, dass bei der Tragödie mehr als 400 Schutzsuchende im Mittelmeer ertranken. Die betroffenen Flüchtlinge waren aus Ägypten gestartet und gerieten bei der gefährlichen Überfahrt nach Italien in Seenot. Das teilte auch der Fernsehsender BBC mit. Er berief sich dabei auf Angaben des somalischen Botschafters in Kairo. Das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) konnte das Unglück zunächst weder bestätigen noch dementieren und ist um Bestätigung bemüht, hieß es am Montagabend.

Die italienische sowie die griechische Küstenwache hatten das Kentern des Bootes nicht beobachtet und haben daher keinerlei Informationen darüber. Es gibt jedoch gesicherte Informationen zu der Katastrophe. Wenn sich die Meldungen bestätigen, handelt es sich um die schlimmste Flüchtlingskatastrophe seit einem Jahr. Vor rund einem Jahr kenterte vor der Küste Libyens ein Schiff mit Schutzsuchenden. 800 Menschen ertranken, darunter auch Frauen und Kinder. Kurz darauf einigte sich die EU während eines Sondergipfels darauf, dass die Mittel für die Seenotrettung verdreifacht werden.

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Luftverkehr: Flugzeug wurde nach Zypern entführt – Entführer hat aufgegeben

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Am Dienstag wurde der Egyptair-Flug MSR181, von Alexandria nach Kairo entführt. Das Flugzeug vom Typ Airbus A320 startete am Dienstagmorgen im ägyptischen Alexandria. Nach dem Start brachte ein Mann das Flugzeug in seine Gewalt. Er zwang die Piloten zur Landung auf Zypern. Der Entführer trug eine täuschend echt aussehende Attrappe eines Sprengstoffgürtels. Die Behörden verhandelten stundenlang mit dem Mann. Der Entführer teilte unter anderem mit, dass er einen Umschlag an seine Ex-Frau übergeben wolle. Außer einem Gespräch mit seiner Ex-Ehefrau forderte er von der ägyptischen Regierung die Freilassung von mehreren inhaftierten Frauen. Ferner verlangte der Mann die Betankung des Flugzeugs und einen anschließenden Weiterflug nach Istanbul.

Seine detaillierten Forderungen schrieb der Entführer handschriftlich nieder. Die Behörden warten nun auf die offizielle Übersetzung des Briefes.

Am Dienstagmorgen gegen 8.45 Uhr Ortszeit ist das entführte ägyptische Flugzeug auf dem Flughafen der Hafenstadt Larnaka auf Zypern gelandet. An Bord befanden sich 62 Passagiere. Der Entführer ließ bereits kurz nach der Landung fast alle Passagiere und Besatzungsmitglieder frei. Zuletzt befanden sich noch der Flugkapitän, der Co-Pilot, eine Flugbegleiterin, ein Sicherheitsangestellter und drei Passagiere in seiner Gewalt. Der aus Ägypten stammende Entführer hat sich am Dienstagnachmittag auf dem Flughafen von Zypern widerstandslos festnehmen lassen. Alle Geiseln kamen frei, niemand wurde verletzt.

Das Motiv der Flugzeugentführung ist noch unklar. Einen terroristischen Hintergrund schlossen die zyprischen Regierungsvertreter zunächst aus. Der ägyptische Minister für zivile Luftfahrt bedankte sich bei der Besatzung des Flugzeugs. Die Sicherheit an ägyptischen Flughäfen wurde zuletzt kritisiert. Im Oktober 2015 explodierte in einem Flugzeug, das aus dem äygtpsichen Badeort Scharm el Scheich gewartet war, eine Bombe. Alle 224 Passagiere starben. Der Islamische Staat (IS) bekannte sich später zu dem Anschlag.

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München: 17-jähriger Ägypter springt aus fahrendem Zug in den Tod

Symbolfoto: © Peter Freitag | pixelio.de

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Sein Wunsch nach Deutschland zu kommen, hat einem 17-jährigen Ägypter das Leben gekostet. Kurz vor München hat sich am Freitagmorgen gegen 6.30 Uhr ein 17-jähriger Ägypter aus Angst vor der Abschiebung aus einem Fenster des fahrenden Nachtzugs 484 gesprungen. Für den Ägypter kam jede Hilfe zu spät. Schleierfahnder der Polizei hatten den Flüchtling am Freitagabend in einem leeren Abteil unter einem Sitz entdeckt. Anschließend wollten sie ihn kontrollieren. Der junge Ägypter ergriff daraufhin die Flucht und rannte in ein anderes Zugabteil. Dort angekommen, öffnete er ein größeres Fenster und sprang bei 160 Stundenkilometern aus dem fahrenden Zug heraus. Seine Leiche fanden die Rettungskräfte später, kurz vor der S-Bahn-Station Haar. Die Schleierfahnder hatten nicht mitbekommen, wie der 17-Jährige aus dem Fenster sprang und verständigten erst 20 Minuten später Hilfe. Der junge Ägypter erlitt bei dem Sprung aus dem Zugfenster tödliche Verletzungen. Der Nachtzug, in dem sich der Mann befand, kam aus der italienischen Hauptstadt Rom.

Die Polizei teilte mit, dass der 17-Jährige bereits am Mittwoch in Rosenheim kontrolliert wurde und er keine Papiere mit sich führte. Weil er auch kein Schutzersuchen stellte, brachten ihn die Beamten zurück nach Österreich. Ihm wurde die Einreise verweigert. In Österreich hatte der 17-Jährige bereits einen Aufenthaltsstatus erhalten. Ob der tödlich verunglückte junge Mann tatsächlich aus Ägypten kam, muss nun geklärt werden. Am Nachtzug wurden Spuren gesichert, die Aufschluss darüber geben sollen, wie der 17-Jährige ums Leben kam.

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Ägypten: Unbekannte überfallen Hotel und geben Schüsse ab – zwei Angreifer wurden getötet

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Mindestens drei schwer Bewaffnete haben am Freitagabend das Touristen-Hotel Bella Vista im ägyptischen Hurghada angegriffen. Es fielen mehrere Schüsse. Die Täter sollen zeitweilig um sich geschossen haben. Ein Deutscher und ein Däne wurden verletzt. Ersten Berichten zufolge wurden zwei Angreifer am Eingang des Hotels getötet und mindestens zwei Touristen verletzt. Die Angreifer gelangten vom Roten Meer aus zu dem Hotel und trugen die IS-Fahne bei sich. Die Behörden in Ägypten teilten mit, dass der Anschlag bereits abgewehrt wurde.

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