VW-Abgas-Skandal: Milliardenschwere Einigung mit US-Justizministerium

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der Wolfsburger Volkswagen Konzern hat sich am Dienstag mit dem amerikanischen Justizministerium im Abgas-Skandal geeinigt. VW muss insgesamt 4,3 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Dabei handelt es sich um die höchste Strafzahlung aller Zeiten in der Automobilbranche. Bei der Einigung handelt es sich um einen Vergleich, über den seit Monaten verhandelt wurde. Zuvor hatte VW bereits einen zivilrechtlichen Vergleich mit Klägern und Behörden erzielt, der Rückkäufe, Entschädigungen und Reparaturen vorsieht und den Konzern bis zu 16 Milliarden Dollar kosten kann. Der Volkswagen Konzern hatte bei hunderttausenden Dieselfahrzeugen mit einer Software die Emissionswerte gefälscht.

Mitten in den Verhandlungen wurde ein VW-Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal verhaftet. Der 48-jährige Manager soll sich der Mittäterschaft schuldig gemacht haben und wurde am Flughafen von Miami vom FBI festgenommen. Ihm wird die Beteiligung beim massenhaften Abgasbetrug vorgeworfen. Er hatte zuvor den Konzern-Vorstand schwer belastet. Die hohen Manager könnten sich als nächstes vor Gericht verantworten müssen.

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VW-Abgasskandal: Der Konzern will den USA zehn Milliarden Dollar Entschädigung zahlen

Symbolfoto: © Rolf Krekeler     | pixelio.de

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Der Volkswagen-Konzern hat den USA am Donnerstag im Abgasskandal zehn Milliarden Dollar als Entschädigung angeboten, um damit die manipulierten Abgaswerte nachträglich finanziell abzuklären. Die beiden Nachrichtenagenturen Reuters, AFP und AP nannten die Summe von zehn Milliarden Dollar übereinstimmend und nannten als Quelle interne VW-Informationen. Die Verhandlungen zwischen VW und den amerikanischen Behörden laufen zur Zeit noch. Der finale Plan wird am nächsten Dienstag den Behörden vorgestellt. Das Geld soll zum Teil an die knapp 500.000 Besitzer von VW-Dieselfahrzeugen in den USA – deren Abgaswerte durch eine Software manipuliert wurden – ausgezahlt werden. Jeder Kunde soll demnach 5.000 Dollar Entschädigung erhalten, so der Vorschlag des VW-Konzerns. Der Konzern erklärte sich auch bereit betroffene Fahrzeuge zurückzukaufen. Außerdem wird VW einem Fonds zur Bekämpfung des CO2-Ausstoßes Geld bereitstellen. Mit diesem Vergleich erhofft sich der Konzern hunderte von drohenden Zivilklagen bereits im Vorfeld abzuwenden.

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Abgas-Skandal: Volkswagen findet vor US-Gericht Kompromiss

Symbolfoto: © Rolf Krekeler     | pixelio.de

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Der Volkswagen-Konzern hat kurz vor dem Ablauf des Ultimatums in seiner Abgas-Affäre einen umfangreichen Entschädigungsplan zur Lösung des Skandals in den USA vorgelegt. Monatelang liefen die Verhandlungen in den USA. Von dem Abgas-Skandal sind in den USA rund 580.000 Dieselfahrzeuge betroffen. Am Donnerstag teilte der zuständige Bezirksrichter mit, dass der Kompromiss einen Rückkauf von manipulierten Dieselfahrzeugen und eine Entschädigung der Autobesitzer vorgesehen ist. Zusätzlich wird den Kunden noch die Reparatur des manipulierten Dieselfahrzeugs angeboten. Die Entschädigung soll pro Fahrzeug 5.000 US-Dollar betragen. Das Gericht teilte weiter mit, dass es bisher noch keine Einigung Über die verlangten Strafen wegen der Verletzung des amerikanischen Umweltrechts getroffen wurde. Auf VW werden Kosten in Milliardenhöhe zukommen.

Volkswagen bestätigte den Kompromiss und wollte zunächst keine weiteren Angaben machen. Genauere Details sollen im offiziellen Dokument bekanntgegeben werden. Die Veröffentlichung ist für Ende Juni vorgesehen.

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Abgasaffäre bei VW: Es gibt Unregelmäßigkeiten bei weiteren 800.000 Autos

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Der Volkswagen-Konzern räumte am Dienstag ein, dass es bei Abgaswerten zu Unregelmäßigkeiten bei weiteren 800.000 Autos kommen kann. Bei den weiteren Fahrzeugen kann es nach Angaben des Konzerns zu nicht erklärbaren Kohlendioxid-Ausstoßwerten (CO2) kommen. Bislang ging es in der Abgasaffäre nur um Stickoxid (NOX). Volkswagen betonte in diesem Zusammenhang, dass die Sicherheit der Fahrzeuge nicht betroffen sei. Bei den weiteren 800.000 Fahrzeugen handelt es sich größtenteils um Diesel-Motoren. Die wirtschaftlichen Risiken für die weiteren betroffenen Fahrzeuge belaufen sich ersten Schätzungen zufolge auf mindestens zwei Milliarden Euro.

Volkswagen hatte im September gestanden, dass Abgas-Werte ausschließlich bei Dieselfahrzeugen mit einer speziellen Software manipuliert wurden. Diese Software war so eingestellt, dass sie den Ausstoß bei Testsituationen in einen sogenannten „Sparmodus“ schaltete. Weil weltweit Millionen von Fahrzeugen betroffen sind, hatte der Konzern zunächst 6,5 Milliarden Euro zurückgestellt und eine Gewinnwarnung an die Aktionäre herausgegeben.

Im Rahmen der angestellten Untersuchungen bei Volkswagen teilte der Konzern kürzlich mit, dass bei der CO2-Zertifizierung mehrerer Fahrzeugmodelle zu niedrige CO2-Ausstoßwerte festgelegt wurden.

Die amerikanische Umweltbehörde EPA hatte Volkswagen am Montag vorgeworfen, auch bei Drei-Liter-Motoren die Abgaswerte manipuliert zu haben. Dies hatte VW zurückgewiesen und erklärt, dass keine Abgaswerte in unzulässiger Weise verändert worden sind. Volkswagen kündigte an mit den zuständigen Zulassungsbehörden über die Konsequenzen dieser Feststellungen zu sprechen. Der Chef von VW Matthias Müller versprach erneut eine „schonungslose“ Aufklärung. Der Abgas-Skandal hat VW-Chef Winterkorn seinen Arbeitsplatz gekostet. Er tat am 23. September zurück. Sein Nachfolger ist der Porsche-Geschäftsführer Matthias Müller.

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