Funkkontakt abgerissen: Abfangjäger bringen Passagierflugzeug in Stuttgart zur Landung

Symbolfoto: © burntimes

Abfangjäger der Bundeswehr brachten am Samstagabend ein Passagierflugzeug zur außerplanmäßigen Landung in Stuttgart, weil der Funkkontakt abgerissen war. Es handelte sich um ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Korean Air. Das Flugzeug war am Samstag auf dem Weg von Seoul nach Zürich. Nachdem der Funkkontakt abgebrochen war, starteten Abfangjäger. Das führte im Großraum Stuttgart zu einem lauten Überschallknall. Die Maschine war anschließend sicher in Stuttgart gelandet. Die Flughafensprecherin teilte mit, dass untersucht wird, warum der Funkkontakt zu dem Passagierflugzeug abgerissen war. Weil zunächst unklar war, ob technische Schwierigkeiten dazu führten, konnte die Maschine nicht weiterfliegen. Die rund 200 Passagiere mussten auf Feldbetten im Flughafen-Terminal übernachten, weil um die Uhrzeit keine Busse mehr organisiert werden konnten. Am frühen Sonntagmorgen wurden die Passagiere dann mit Bussen zu ihrem Ziel in die Schweiz gebracht.

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Köln: Indisches Passagierflugzeug von deutschen Kampfjets abgefangen

Symbolfoto: © Daniel Pittner | pixelio.de

Über den Dächern von Köln wurde eine indische Passagiermaschine vom Typ Boeing 777 von Kampfjets abfangen, nachdem das Flugzeug, von Jet Airways, sich beim Einflug in den deutschen Luftraum nicht über Funk meldete. Das Passagierflugzeug von Mumbai nach London konnte über Funk nicht von der Flugaufsicht erreicht werden – auch nicht über den Notrufkanal. Daraufhin stiegen zwei Abfangjäger in die Luft, um nach dem Rechten zu sehen. Die Eurofighter stellten Sichtkontakt zu den Piloten des Passagierflugzeugs her. Die Piloten der indischen Maschine reagierten auf den Sichtkontakt und gaben Entwarnung. Über die Notfrequenz konnte anschließend wieder Kontakt zur Maschine hergestellt werden. Was die Ursache für die fehlende Anmeldung des Flugs war ist unklar. Der Funkkontakt zu dem indischen Passagierflugzeug riss schon über der Tschechischen Republik ab.

In entgegengesetzter Richtung kam es im März 2014 schon einmal zu einem fast identischen Vorfall. Auch damals war kein Funkkontakt zu der Passagiermaschine möglich. Abfangjäger starteten und stellten fest, dass die Piloten ihre Kopfhörer abgesetzt hatten und vergaßen die Außenlautsprecher einzuschalten. Die Fluggesellschaft hatte ein zweiwöchiges Flugverbot gegen die Piloten ausgesprochen.

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