Mögliche Übernahme: Peugeot will Opel übernehmen

Symbolfoto: © w.r.wagner | pixelio.de

Beim Automobilhersteller Opel geht das Zittern um die Arbeitsplätze weiter. Peugeot will Opel übernehmen. Der US-Konzern General Motors könnte sich vom Dauerverlustbringer Opel trennen. Opel ist seit 1929 fester Bestandteil des US-Konzerns. General Motors war 2009 selbst in finanzielle Schieflage geraten und musste von der US-Regierung mit einer Milliardenspritze gerettet werden. Zuletzt schloss der Konzern die Produktionsstandorte in Bochum und Antwerpen. Seit 1999 erreichte Opel die Gewinnzone nicht mehr. Im vergangenen Jahr 2016 verpasste Opel ebenfalls die schwarze Null. Die Mitarbeiter am Opel-Standort Rüsselsheim in Hessen haben massive Sorgen. Die Bundesregierung und das Land Hessen forderten am Dienstag eine Beschäftigungsgarantie für die 18.250 deutschen Mitarbeiter. Die Gewerkschaften wurden im Vorfeld ebenfalls nicht von der möglichen Übernahme von Opel durch Peugeot informiert.

Share

Flughafen BER: Rohre zu dünn – Bau verzögert sich noch einmal

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Die Eröffnung des neuen Berliner Flughafens BER verzögert sich ein weiteres Mal. Der Grund dafür ist, dass zwei Kilometer Wasserrohre in einem Terminal ersetzt werden müssen, weil die Rohre zu dünn sind. In diesem Zusammenhang müssen hunderte elektronische Türen neu angeschlossen werden, weil diese sich nicht ordnungsgemäß öffnen. Die neuen technischen Schwierigkeiten verzögern die Eröffnung des Flughafens BER um weitere vier bis sechs Monate. Das teilte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller als Aufsichtsratschef am Mittwoch mit. Ein neuer Eröffnungstermin wurde am Mittwoch nicht bekanntgegeben. Die Finanzierung der Baustelle ist bis 2018 gesichert. Der Flughafenchef konnte am Mittwoch noch nicht sagen, wie viel Arbeit der Austausch der Rohre mit sich bringt. Bei den Türen muss die Elektronik nicht ausgetauscht werden, sondern die bestehenden Anschlüsse in den Schaltschränken neu gesteckt werden. Anschließend muss jede einzelne Tür kontrolliert werden – das dauert Monate, hieß es am Mittwoch.

Share

Deutsche Bahn: Bahnchef Rüdiger Grube tritt zurück

Symbolfoto: © burntimes.com

Ursprünglich sollte es bei der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bahn am Montag um eine Vertragsverlängerung für den Bahnchef Rüdiger Grube gehen – doch es kam anders. Rüdiger Grube teilte stattdessen mit, dass er die Deutsche Bahn verlassen wird. Der Bahn-Konzern bestätigte, dass Grube mit sofortiger Wirkung das Unternehmen verlässt. Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat einstimmig der Bitte von Rüdiger Grube entsprochen. Der Hintergrund seines Ausscheidens ist ein Streit zwischen Grube und dem Aufsichtsrat. Grube hatte dem Aufsichtsrat immer wieder vorgeworfen sich nicht in Absprachen zu halten.

Der 65-jährige Rüdiger Grube hatte das Amt 2009 von Hartmut Mehdorn übernommen. Ab sofort übernimmt der Finanzvorstand Richard Lutz den Vorstandsvorsitz von Grube. Der Fraktionschef der Grünen meldete sich zu Wort und sagte, dass es bei der Bahn zuletzt erhebliche finanzielle und technische Schwierigkeiten gegeben hat. Als Beispiel nannte er die schleppende Sanierung der Gleise.

Der Posten von Rüdiger Grube wackelte bereits vor einem Jahr. Es gab starke Kritik, weil die Züge im Nahverkehr im Jahr 2015 so unpünktlich wie selten fuhren. Eine Ursache war der lange Zeit andauernde Bahnkonflikt. Tagelang ruhte der Bahnverkehr in weiten Teilen Deutschlands. In dieser Zeit waren die Fernbusse stark in das Geschäft eingestiegen. Im Jahr 2016 hingegen waren die Züge im Fernverkehr meist pünktlich unterwegs. Von 130 Millionen Fahrten waren 79 Prozent pünktlich unterwegs.

Share

VW-Abgas-Skandal: Milliardenschwere Einigung mit US-Justizministerium

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

Der Wolfsburger Volkswagen Konzern hat sich am Dienstag mit dem amerikanischen Justizministerium im Abgas-Skandal geeinigt. VW muss insgesamt 4,3 Milliarden Dollar Strafe zahlen. Dabei handelt es sich um die höchste Strafzahlung aller Zeiten in der Automobilbranche. Bei der Einigung handelt es sich um einen Vergleich, über den seit Monaten verhandelt wurde. Zuvor hatte VW bereits einen zivilrechtlichen Vergleich mit Klägern und Behörden erzielt, der Rückkäufe, Entschädigungen und Reparaturen vorsieht und den Konzern bis zu 16 Milliarden Dollar kosten kann. Der Volkswagen Konzern hatte bei hunderttausenden Dieselfahrzeugen mit einer Software die Emissionswerte gefälscht.

Mitten in den Verhandlungen wurde ein VW-Mitarbeiter im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal verhaftet. Der 48-jährige Manager soll sich der Mittäterschaft schuldig gemacht haben und wurde am Flughafen von Miami vom FBI festgenommen. Ihm wird die Beteiligung beim massenhaften Abgasbetrug vorgeworfen. Er hatte zuvor den Konzern-Vorstand schwer belastet. Die hohen Manager könnten sich als nächstes vor Gericht verantworten müssen.

Share

Berliner Pannen-Flughafen BER: Eröffnung 2017 nicht machbar

Symbolfoto: © Willfahrt | pixelio.de

Der Berliner Pannen-Flughafen BER muss den geplanten Eröffnungstermin Ende 2017 erneut verschieben. Das teilte die „Bild“-Zeitung am Dienstagabend mit. Die geplante Eröffnung sei nicht zu realisieren, hieß es. Es gibt nach wie vor Schwierigkeiten mit der Elektrotechnik des Flughafens. Offiziell soll die erneute Verschiebung erst in der zweiten Januar-Hälfte mitgeteilt werden. In einer nächsten Aufsichtsratssitzung wird voraussichtlich festgelegt, dass die Eröffnung im April oder Mai 2018 stattfindet. Der Spatenstich bei dem milliardenteuren Flughafen war im Oktober 2006. Damals war geplant, dass der Flughafen im Oktober 2011 eröffnet wird.

Die Bauarbeiten mussten zeitweilig wegen Einsturzgefahr unterbrochen werden. Aus diesem Grund wurde im September 2015 ein vorübergehender Baustopp verhängt.

Share

Gerichtsurteil: AKW-Betreibern steht eine angemessene Entschädigung zu

Symbolfoto: © Peter von Bechen | pixelio.de

Symbolfoto: © Peter von Bechen | pixelio.de

Der frühzeitige Atomausstieg, aufgrund der Katastrophe von Fukushima-1, ist rechtens. Den Betreibern, der vom Netz genommenen Atomkraftwerke (AKW) Krümmel und Mülheim-Kärlich, steht allerdings eine finanzielle Entschädigung für Strommengen, die ihnen einmal zugesagt wurden, zu, urteilte am Dienstag das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Es klagten die Konzerne RWE, E.on und Vattenfall. Ihnen wird zunächst noch kein Geld zugesprochen. Durch das Urteil ist der Weg jedoch frei für Schadensersatzforderungen. Bis zu 19 Milliarden Euro Schadensersatz werden gefordert. Es soll konstruktiv verhandelt werden, teilte E.on mit.

Die Richter in Karlsruhe bewerteten den 2011 beschlossenen Ausstieg aus der Atomkraft in den entscheidenen Punkten als zumutbar. Spätestens bis zum 30. Juni 2018 soll geklärt sein, wie viel Schadensersatz es für die Betreiber der betroffenen Atomkraftwerke geben wird.

Kritisiert wird nun vor allem die Schwarz-Gelbe Bundesregierung. Zum Zeitpunkt von Schwarz-Gelb ist die Atommüll-Entsorgung subventioniert worden. Dadurch ist wieder der Steuerzahler dafür zuständig. Bis Mitte 2018 muss die Bundesregierung ein Gesetz geschaffen haben, das die Ansprüche der Unternehmen neu organisiert.

Share

Referendum in Italien ist gescheitert: Ministerpräsident Renzi tritt zurück

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

In Italien waren am Sonntag 51 Millionen Italiener aufgerufen über eine neue Verfassungsreform abzustimmen. Der italienische Regierungschef, Matteo Renzi, warb bis zuletzt dafür mit „Ja“ abzustimmen. Im Fall, dass er verliert, wird er zurücktreten, das stand bereits im Vorfeld fest. An der Wahlbeteiligung lag das Scheitern von Renzi nicht, Die Wahlbeteiligung lag bei 68,5 Prozent. Gut 59 Prozent stimmten mit „Nein“ und knapp 41 Prozent mit „Ja“ für die Verfassungsänderung, die die größte in der Nachkriegsgeschichte dargestellt hätte. Dem hochverschuldeten Italien droht nun eine Regierungskrise. Am Montag bestätigte Renzi, dass er seinen Rücktritt offiziell eingereicht hat.

Am Montagvormittag hatte sich Renzi zu einem Gespräch mit Staatspräsident Mattarella getroffen. Er muss entscheiden, ob er den Rücktrittsgesuch annimmt. Eine Möglichkeit ist, dass Mattarella bis zum Frühjahr 2018 eine Übergangsregierung einsetzt. Es wären aber auch Neuwahlen denkbar. Diese wurden von der Opposition bereits gefordert. Dazu müsste jedoch das Wahlgesetz abgeändert werden.

Share

Volksabstimmung: Schweizer sagen „Nein“ zum Atomausstieg bis 2029

Symbolfoto: © Peter von Bechen | pixelio.de

Symbolfoto: © Peter von Bechen | pixelio.de

Die Schweizer halten der Atomkraft die Treue. Die Grüne Partei hatte eine Volksabstimmung über einen beschleunigten Atomausstieg bis 2029 auf den Weg gebracht. Es sollten drei der fünf Schweizer Atomkraftwerke (AKW) bereits 2017 vom Netz gehen und das letzte AKW 2029. Die schweizerische Regierung plant hingegen einen Atomausstieg bis 2050. Das entschied die Regierung nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima. Die erste Hochrechnung der Volksabstimmung hat ergeben, dass die Schweizer mehrheitlich einen schnellen Atomausstieg nicht befürworten.

Eine Hochrechnung des Schweizer Staatsfernsehens zeigte, dass 55 Prozent der Bevölkerung gegen die Initiative und 45 Prozent dafür sind. Ursprünglich wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen von beiden Seiten befürchtet. Am Sonntag zeichnete sich jedoch ab, dass die Mehrheit der Schweizer gegen einen schnelleren Atomausstieg ist. Die Regierung teilte mit, dass die Atomkraftwerke solange in Betrieb bleiben, wie diese als sicher erachtet werden. Umweltschützern sind diese Angaben nicht präzise genug.

In der Schweiz stehen drei der ältesten Atomkraftwerke der Welt, darunter zwei in unmittelbarer Nähe zu Baden-Württemberg. Die 1969 sowie 1971 erbauten Kraftwerke Beznau 1 und Beznau 2 liegen nur knapp zehn Kilometer Luftlinie von der Ländergrenze zu Deutschland entfernt.

Share

Lufthansa-Streik: Arbeitsgericht genehmigt Streik –– 876 Flüge fallen aus

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

Die Pilotengewerkschaft Cockpit hat für Mittwoch zu Streiks bei den Piloten der Lufthansa aufgerufen. Der Lufthansa-Konzern versuchte den Ausstand gerichtlich zu stoppen – vergebens. Am Dienstagabend hat das Arbeitsgericht den Pilotenstreik erlaubt. Knapp 900 Flüge fallen am Mittwoch aus. In Berlin-Tegel werden am Mittwoch nur zwei von 16 geplanten Flügen planmäßig ge-flogen. In München stehen zur Zeit drei von 15 Verbindungen auf dem Plan. Bis zu 100.000 Passagiere sind von dem Streik betroffen. Die Lufthansa veröffentlichte am Dienstag einen Sonderflugplan. Die Flugbegleiter der Lufthansa-Tochter Eurowings hatten bereits am Dienstag 60 Flüge bestreikt.

Die Lufthansa teilte mit, dass ein Pilotenstreik der falsche Weg sei. Betroffene Passagiere sollen kurzfristig umgebucht werden. Bei der Lufthansa ist es inzwischen der 14. Streik im laufenden Tarifkonflikt. Die Piloten fordern rückwirkend für die letzten fünf Jahre ein Gehaltsplus von 22 Prozent. Es geht dabei nicht nur um die Gehälter, sondern auch um die Altersvorsorge und die Übergangsrenten. Die Vorstellungen der Tarifpartner gehen zur Zeit noch sehr weit auseinander, sodass eine baldige Einigung mit den Piloten nicht in Sicht ist.

Share

Streiks: Das Bordpersonal bei Eurowings und Lufthansa legt ihre Arbeit nieder

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

Symbolfoto: ©Thomas Schlueter | pixelio.de

Die Gewerkschaft Verdi fordert die Eurowings-Kabinen-beschäftigten am Dienstag in Düsseldorf und Hamburg zu Streiks auf. Die Piloten der Lufthansa streiken am Mittwoch. Die Fluggäste der Lufthansa müssen sich erneut auf Flugausfälle einstellen. Die Gewerkschaft Cockpit sprach am Montag in Frankfurt am Main davon, dass die Lang- und Kurzstrecken bestreikt werden und somit komplett lahmgelegt werden könnten. Es sind alle Flüge in Deutschland betroffen. Bei der Tochtergesellschaft Eurowings streiken die Kabinenbeschäftigten bereits am Dienstag. In Düsseldorf und Hamburg wird nach Angaben des Bundesvorstands von morgens 5 Uhr bis abends 20 Uhr die Arbeit niedergelegt. In dieser Zeitspanne sind rund 140 Flugbewegungen vorgesehen. Im Tarifstreit bei Eurowings konnte trotz monatelanger Verhandlungen bisher noch kein Tarifabschluss erzielt werden. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die 460 Kabinenmitarbeiter von Eurowings eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent.

Die Lufthansa teilte mit, dass ein Pilotenstreik der falsche Weg sei. Der Konzern arbeitete am Montag unter Hochdruck an einem Ersatzflugplan. Betroffene Passagiere sollen kurzfristig umgebucht werden. Bei der Lufthansa ist es inzwischen der 14. Streik im laufenden Tarifkonflikt. Die Piloten fordern rückwirkend für die letzten fünf Jahre ein Gehaltsplus von 22 Prozent. Es geht dabei auch nicht nur um die Gehälter sondern auch um die Altersvorsorge und die Übergangsrenten. Die Vorstellungen der Tarifpartner gehen zur Zeit noch sehr weit auseinander.

Share