Champions-League läuft ab 2018/19 nicht mehr im Free-TV – Sky und DAZN sichern sich die Rechte

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

Die Champions-League verschwindet aus dem Free-TV. Die Entscheidung ist gefallen. Nach wochenlangen Verhandlungen steht fest, dass die Champions-League ab 2018 nur noch Sky Deutschland und DAZN übertragen dürfen. Damit ist das ZDF raus aus dem Vertrag. Die gefällte Vereinbarung hat Gültigkeit bis 2020/21. Das ZDF hatte in der vergangenen Saison bei den übertragenen Spielen im Schnitt sieben Millionen Zuschauer. Die Fußballspiele helfen dem Sender vor allem, dass junge Publikum zu erreichen. Sky Deutschland zeigte sich mit der Entscheidung sehr zufrieden.

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Manipulationsverdacht in der 3. Liga: Ermittlungen gegen Spieler des VfL Osnabrück

Symbolfoto: © Hasan Anac | pixelio.de

In der 3. Fußballbundesliga droht ein Manipulationsskandal. Drei Spieler des VfL Osnabrück sollen versucht haben von der zweiten Mannschaft von Werder Bremen Gegenleistungen zur erhalten, wenn Osnabrück gegen Paderborn siegt. Die zweite Mannschaft von Werder Bremen war ebenfalls abstiegsbedroht. Der Kontrollausschuss des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB) hat Ermittlungen gegen die Spieler, wegen versuchter Einflussnahme auf den Abstiegskampf, eingeleitet. Außerdem stellte der DFB eine Strafanzeige gegen die drei Spieler. Dabei geht es um das Spiel am Samstag zwischen dem VfL Osnabrück und dem SC Paderborn das mit 0:0 endete. Paderborn ist damit abgestiegen in die Regionalliga, weil Werder Bremen II zeitgleich mit 1:0 gegen Aalen gewann. Die drei Spieler, gegen die ermittelt wird, waren nicht im Kader von Osnabrück. Der Verein hatte sie vorsorglich vom Spielbetrieb suspendiert.

Die Vereinsführung von Osnabrück teilte mit, dass der Verein für einen fairen sportlichen Wettbewerb steht. Osnabrück kam am letzten Spieltag gegen den abstiegsbedrohten SC Paderborn nicht über ein torloses 0:0 hinweg. Für den SC Paderborn ist es bereits der dritte Abstieg hintereinander. Osnabrück landete auf dem 6. Tabellenplatz.

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Flugzeugabsturz in Kolumbien mit 76 Toten: Brasilianisches Erstliga-Team unter den Opfern

Symbolfoto: © Kim Herdt | pixelio.de

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In Kolumbien ist ein Passagierflugzeug mit 81 Menschen an Bord abgestürzt. In dem Flugzeug befand sich auch das brasilianische Erstliga-Team Associação Chapecoense de Futebol. Die Mannschaft kommt aus der Stadt Chapecó, im Westen Brasiliens. Insgesamt überlebten lediglich fünf Passagiere den Absturz, darunter auch Fußballer. Im letzten Jahr nahm die brasilianische Mannschaft erstmals an internationalen Wettbewerben teil, wie zum Beispiel dem Copa Sudamericana, der mit der Europa League vergleichbar ist. Die Mannschaft aus Chapecó war auf dem Weg zum Finale des Cups gegen Atlético Nacional aus Medellín. Die Veranstalter des Wettbewerbs, die südamerikanische Föderation Conmebol, sagte das Endspiel, das am Mittwoch stattfinden sollte, nach dem Absturz ab.

Das gecharterte Flugzeug, eine RJ85-Maschine der bolivianischen Fluggesellschaft Lamia, stürzte an einem Berg in Kolumbien ab. Die Absturzursache ist noch unklar.

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Jülich: Neun Verletzte nach Angriff auf Fußballspiel

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes

Auf dem Sportplatz im Jülicher Stadtteil Welldorf-Güsten kam es am Sonntag zu einem gewalttätigen Angriff beim Spiel zwischen GW Welldorf-Güsten und den Sportfreunden Düren. In der 65. Spielminute griffen plötzlich vermummte und dunkel gekleidete Personen Spieler und Zuschauer beider Mannschaften an. Die Polizei teilte mit, dass es sich um 25–30 Angreifer handelte, die mit Stangen und Schlägern ausgestattet waren. Hintergrund des Angriffs ist ein privater Streit. Neun Menschen wurden bei dem Angriff zum Teil schwer verletzt. Der Rettungsdienst, ein Notarztteam und die Polizei eilten mit einem Großaufgebot zu dem Sportplatz. Einige Angreifer konnten noch vor Ort von der Polizei festgenommen werden – anderen widerum gelang die Flucht. Die Polizei leitete nach dem Angriff eine Fahndung nach den Tätern ein, die teils mit Autos flüchteten.

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Hildesheim: 87 Fußball-Chaoten bleiben bis Sonntagabend in Polizeigewahrsam

Symbolfoto: © Rike  | pixelio.de

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

Vor dem Zweitliga-Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig war am Freitagabend eine Massenschlägerei zwischen Chaoten von Hannover 96 und Eintracht Braunschweig geplant. Die Polizei Hannover hatte im Vorfeld des Fußballspiels gegen Eintracht Braunschweig aufgrund umfangreicher Aufklärungsarbeit von der geplanten Massenschlägerei auf dem Parkplatz eines Baumarkts in Hildesheim erfahren. Etwa 400 Personen hatten sich im Vorfeld zu der Massenschlägerei zwischen den verfeindeten Vereinen verabredet. Bevor es zu der Schlägerei kommen konnte, stürmten am Freitagabend gegen 21 Uhr hunderte Polizisten das Areal am Stadtrand von Hildesheim.

Die Beamten nutzten einen Überraschungsmoment aus und konnten insgesamt 170 Chaoten festsetzen, darunter auch drei Frauen. Aus Hannover wurden 117 potenzielle Gewalttäter verhaftet. Jugendliche, die noch minderjährig waren, wurden ihren Eltern übergeben. Die Beamten stellten bei den Festgenommenen Vermummmungsmaterial und zahlreiche Schlagwerkzeuge, wie Baseballschläger sicher.

Das Fußballspiel wird am Sonntag um 13.30 Uhr in Braunschweig angepfiffen. Die Polizei rechnet mit bis zu 750 krawallbereiten Anhängern beider Lager. Gegen 78 aggressive Anhänger wurde am Samstag ein Langzeitgewahrsam verfügt. Sie müssen bis Sonntagabend in Haft bleiben und dürfen das Fußballspiel nicht besuchen. Die Langzeitgewahrsam dient zur Abwehr von möglichen Gefahren.

Am Freitag hatten Unbekannte bereits Puppen mit 96-Schals an mehreren Brücken in Hannover aufgehängt und das frühere Vereinsheim von Hannover 96 beschmiert. Der niedersächsische Innenminister Boris Pistorius (SPD) gab am Samstag eine deutliche Warnung an Krawallmacher heraus und sagte, dass das Spiel unter Bewährung stattfindet. Pistorius teilte mit, dass größere, gewalttätige Auseinandersetzungen weitreichende Konsequenzen für das Rückspiel nach sich ziehen.

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Fußball-WM 2006: Franz Beckenbauer und Co. stehen unter Betrugsverdacht

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Die Schweiz teilte am Donnerstag mit, dass Ermittlungen gegen Franz Beckenbauer eingeleitet worden sind – aufgrund des Verdachts der Untreue und Geldwäsche. Ihm drohen juristische Konsequenzen. Die Bundesanwaltschaft in Bern bestätigte, dass gegen Franz Beckenbauer ermittelt wird. Es wird zusätzlich gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger sowie gegen Wolfgang Niersbach und gegen den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt ermittelt. Gegen Horst R. Schmidt läuft bereits seit November 2015 ein Strafverfahren. In Kooperation mit Behörden in Österreich wurden am Donnerstag Hausdurchsuchungen an acht Orten zeitgleich durchgeführt.

Die Ermittlungen behandeln die Finanzierung einer Gala – es geht um 6,7 Millionen Euro. Das Event war in Kooperation mit dem Fußball-Weltverband Fifa als Kulturprogramm zur WM 2006 in Deutschland gedacht. Die Gala fand jedoch niemals statt. Es besteht der dringende Verdacht, dass alle Beschuldigten darüber Bescheid wussten, dass die 6,7 Millionen Euro nicht für eine Gala, sondern für die Tilgung einer Schuld verwendet wurde, die nicht vom DFB ausging.

Franz Beckenbauer überwies die 6,7 Millionen Euro zunächst mit Hilfe des früheren Adidas-Chefs Robert Louis-Dreyfus, der 2009 verstorben war, auf ein Konto in der Schweiz. Von dort wurde es widerum zu dem früheren Fifa-Funktionär Mohammed bin Hammam nach Katar überwiesen. Fifa-Vize Mohammed bin Hammam hat bereits eine lebenslange Sperre wegen Korruption erhalten. Welchen Zweck diese Zahlung hatte ist unklar. Es steht nach wie vor der Verdacht im Raum, dass Deutschland sich die WM 2006 mit verdeckten Zahlungen erkauft haben könnte.

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Russland: Leichtathleten bleiben für die Olympischen Spiele in Rio gesperrt

Symbolfoto: © Stephanie Hofschlaeger | pixelio.de

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Die Olympischen Spiele im brasilianischen Rio de Janeiro werden ohne die russischen Leichtathleten stattfinden. Weil zahlreiche Athleten gedopt waren, bleiben die russischen Leichtathleten auch in Zukunft für internationale Wettkämpfe gesperrt. Am Freitag tagte das IAFF-Council in Wien. Im Anschluss teilte der Weltverband mit, dass die Sperre aufrecht erhalten bleibt. Die Sperre muss noch vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bestätigt werden. In Russland reagierte das Sportministerium tief enttäuscht über das Urteil. Das Ministerium teilte mit, dass das Land alles getan hatte, was verlangt wurde, um gegen das Doping vorzugehen. Russland wird „Staatsdoping“ vorgeworfen. Der Auslöser des Skandals war ein Geständnis des ehemaligen Leiters des Moskauer-Doping-Labors. Dieser hatte gegenüber der „New York Times“ zugegeben, Manipulationen während der Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 mit organisiert zu haben. Insgesamt 15 russische Medaillengewinner sollen gedopt gewesen sein.

„Der Traum vieler Sportler sei nun zerstört“, teilte das russische Sportministerium mit. Der Sportminister von Russland deutete eine Verschwörung des Westens gegen Russland an. Ein Start einzelner Sportler aus Russland ist unter gewissen Umständen jedoch möglich. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Athleten unter neutraler Flagge antreten. Außerdem müssen mögliche Sportler nachweisen, dass sie nicht gedopt sind.

Die russische Stabhochsprung-Weltrekordhalterin Jelena Issinbajewa teilte mit, dass sie das Urteil nicht akzeptiert und vor einem internationalen Gericht dagegen klagen wird. Der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) äußerte sich zufrieden mit dem Urteil des IAFF.

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UEFA ermittelt nach schweren Krawallen in Nizza und Marseille

Symbolfoto: © burntimes

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In den EM-Stadien in Nizza und Marseille ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Am Samstag sorgten russische und britische Hooligans für Chaos. Es kam zu schweren, brutalen Ausschreitungen vor während und nach dem Spiel zwischen England und Russland in Marseille. Dabei haben sich im Stadion regelrechte Verfolgungsjagden abgespielt. Auch in Nizza kam es zu schweren Ausschreitungen. Dort hatten 30 einheimische Hooligans bei dem Spiel zwischen Nordirland und Polen die Fans beider Länder provoziert. Die nordirischen Fußballfans wurden beispielsweise mit Bierflaschen abgeworfen. Neun Menschen wurden hierbei verletzt und mussten teils in Krankenhäusern behandelt werden. In Marseille wurde ein Fan lebensgefährlich verletzt. Es gab dort insgesamt 35 Verletzte zu beklagen. Acht mögliche Täter wurden verhaftet. Die Sicherheitsmaßnahmen in den Stadien werden nach den Krawallen noch einmal erhöht, teilte die UEFA mit.

Als erste Konsequenz hat der europäische Fußballverband UEFA Ermittlungen eingeleitet. Russland rechnet mit einer Geldstrafe.

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Millionen-Überweisung nach Katar: Neuer Bericht belastet Franz Beckenbauer

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

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Am Freitag wurde der 361 Seiten umfassende WM-Report vorgelegt. Aus dem Bericht geht hervor, dass Franz Beckenbauer in deutlich mehr Zahlungen involviert war, als es zunächst bekannt war. Die 6,7 Millionen Euro, um die es geht, wurden über die Schweiz auf ein verdächtiges Konto in Katar überwiesen und gingen somit weder an den Fußball-Weltverband FIFA noch an die Finanzkommission. Der Vorwurf, dass die Weltmeisterschaft 2006 möglicherweise gekauft wurde steht nach wie vor im Raum. Die Ermittler teilten mit, dass Wolfgang Niersbach im Juni 2015 von den dubiosen Millionenzahlungen erfahren hatte, das Präsidium des DFB jedoch monatelang bewusst nicht darüber informierte. „Dieses sei ein völlig inakzeptables Verhalten“, sagte der Interimspräsident des DFB, Rainer Koch. Wolfgang Niersbach war angesichts der kuriosen WM-Zahlungen vom Amt des DFB-Präsidenten zurückgetreten. Nachgewiesen wurde, dass zwischen dem 29. Mai und dem 8. Juli 2002 insgesamt sechs Millionen Schweizer Franken auf das Konto der schweizerischen Anwaltskanzlei Gabriel und Müller überwiesen wurden. Der frühere und zwischenzeitlich verstorbene Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus überwies erst im August 2002 zehn Millionen auf das Konto der Schweizer Anwaltskanzlei. Sechs Millionen wurden an Beckenbauer und vier Millionen an KEMCO weitergeleitet. Nach der Abstimmung und der Bekanntgabe, dass die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland stattfindet blieben 6,7 Millionen Euro in Katar. Warum die Zahlungen ausgelöst wurden ist unklar und Bestandteil der Ermittlungen. Wichtige Zeugen, wie Blatter lehnen eine Vernehmung ab. Aus dem Archiv des DFB ist außerdem ein möglicherweise wichtiger Aktenordner aus dem Jahr 2000 verschwunden.

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WM-Affäre: DFB geht gegen Beckenbauer vor

Symbolfoto: © Hasan Anac   | pixelio.de

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Der DFB geht in der WM-Affäre gegen Franz Beckenbauer und gegen hochrangige Mitglieder des Organisationskomitees der WM 2006 vor. Möglicherweise will der DFB von Beckenbauer einen Schadensersatz in Millionenhöhe fordern. Der Verband hat ein Verfahren eingeleitet. Damit soll verhindert werden, dass die Schadensersatzansprüche verjähren könnten. Durch die dubiosen Zahlungen, die im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2006 erfolgt sind, könnte dem DFB ein hoher Schaden entstanden sein. Eine Strafzahlung sowie die Nachzahlung der Steuern inklusive Zinsen und Zinseszinsen könnten sich schnell auf bis zu 25 Millionen Euro belaufen.

Der DFB hatte 2005 heimlich einen Kredit in Höhe von 6,7 Millionen Euro an Louis-Dreyfus zurückgezahlt. Er hatte das Geld angeblich vorgestreckt, um damit die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland zu holen. Seit Mitte 2015 sind Steuerfahnder einer Wirtschaftskanzlei damit beschäftigt die Millionenzahlung aufzuklären. Wie das Verfahren ausgehen wird ist noch unklar. Sollten die Steuerfahnder zu dem Ergebnis kommen, dass die 6,7 Millionen Euro fälschlicherweise als Betriebsausgabe abgesetzt wurden, wären Strafen und Steuernachzahlungen fällig.

Der DFB möchte sich in jedem Fall die Möglichkeit offen lassen, den möglicherweise entstandenen Schaden von den ehemaligen Präsidiumsmitgliedern zurückzufordern. Das würde neben Beckenbauer auch Zwanziger, Niersbach, Schmidt und Radmann betreffen. Die Verjährung der möglichen Straftaten wurden durch Anträge ausgesetzt.

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