Britischer Musiker David Bowie ist tot

Foto: © Photobra|Adam Bielawski | wikipedia

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Einer der bedeutendsten Musiker der vergangenen Jahrzehnte ist gestorben. Der Ausnahmekünstler David Bowie ist am Sonntag im Alter von 69 Jahren verstorben, wie sein Sohn am Montagmorgen bestätigte. Bowie erlag einem Krebsleiden. Auf Facebook teilte die Familie mit, dass Bowie 18 Monate lang heldenhaft gegen den Krebs ankämpfte. Weiter bat die Familie darum die Privatsphäre der Familie während dieser Zeit der Trauer zu respektieren. David Bowie war seit 1992 in zweiter Ehe mit dem Model Iman Abdulmajid verheiratet. Die beiden haben eine gemeinsame 15-jährige Tochter. Am 8. Januar 2016 feierte David Bowie seinen 69. Geburtstag. An diesem Tag erschien auch sein neues Studioalbum „Blackstar“. Kritiker hatten dieses Album als sehr düster beschrieben. Spätestens seit heute weiß auch jeder warum.

Im Jahr 1972 gelang Bowie mit dem Album „The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars“ der musikalische Durchbruch. Seine Welttour 1973 machte ihn endgültig bekannt. David Bowie bewohnte von 1976 bis 1978 eine Siebenzimmer-Altbauwohnung im West-Berliner Stadtteil Schöneberg. In Interviews bezeichnete Bowie West-Berlin immer wieder als die „Welthauptstadt des Heroins“. In den Berliner Hansa-Studios wurde das mit Brian Eno und Tony Visconti eingespielte Album „Low“ aufgenommen.

Seit Mitte der 1970er Jahre arbeitete Bowie auch regelmäßig als Schauspieler in Spielfilmen und Fernsehserien. Seine Arbeit in diesem Bereich fand allgemein Anerkennung, jedoch nicht in dem Ausmaß wie sein musikalisches Schaffen. Auch er selbst sah sich vorrangig als Musiker, wie er in Interviews bestätigte.

Am 7. Dezember 2015 erschien Bowie persönlich in New York, um dort sein erstes Musical „Lazarus“ vorzustellen. Es war sein letzter öffentlicher Auftritt. David Bowie ließ sich während seines künstlerischen Schaffens von vielfältigen Einflüssen westlicher, aber auch außerwestlicher Kultur inspirieren, sowohl in Bezug auf Image als auch auf die Musik. David Bowie wird bis heute als einer der einflussreichsten Künstler – und bis Anfang der 1980er Jahre auch als Vorreiter – seiner Zeit im Bereich zeitgenössischer populärer Musik angesehen. 1996 wurde Bowie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Im Februar 2014 erhielt Bowie als mit 67 Jahren bislang ältester Musiker überhaupt einen Brit Award.

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Xavier Naidoo vertritt Deutschland beim Eurovision Songcontest 2016 –– Nominierung sorgt für Aufregung

Symbolfoto: © Jochen Sievert  | pixelio.de

Symbolfoto: © Jochen Sievert | pixelio.de

Die ARD teilte mit, dass Xavier Naidoo ohne einen Vorentscheid beim Eurovision Songcontest 2016 für Deutschland antreten wird. Naidoo steht seit seinen politischen und verschwörungs-theoretischen Statements in der Kritik der Öffentlichkeit. Die ARD entschied sich vermutlich zu diesem Schritt, weil Deutschland beim letzten Contest mit null Punkten eine Blamage hinnehmen musste. Jetzt will die ARD offenbar mit einer großen Nummer aufwarten. In Deutschland löste die Nominierung von Xavier Naidoo Empörung aus. Naidoo gab öffentliche Auftritte bei fragwürdigen Demonstrationen. Im letzten Jahr trat Naidoo beispielsweise am Tag der Deutschen Einheit auf einer Kundgebung der „Reichsbürger“ vor dem Reichstag in Berlin als Redner auf. Er stellte dort erneut die gültige Verfassung in Deutschland in Frage. Während seiner Rede trug Naidoo ein T-Shirt auf dem „Freiheit für Deutschland“ aufgedruckt war. Er sagte unter anderem 2011 im ARD-Morgenmagazin: „Wir sind immer noch ein besetztes Land und nicht souverän.“ Diese Ansicht haben auch die rechten „Reichsbürger“. Die „Reichsbürger“ feierten Naidoo für diese Aussage. Diese rechte Gruppierung wird vom Verfassungsschutz beobachtet und überwacht. Die Linkspartei warf ihm vor in einem seiner Lieder Homosexualität und Kindesmissbrauch zu vermischen und erstattete Anzeige gegen ihn wegen Volksverhetzung. Die Anzeige blieb jedoch ergebnislos. Xavier Naidoo erklärte, dass das Lied sich gegen Ritualmorde an Kindern richtete, über die nie berichtet wurde. In dem Prozess ging es auch um antisemitische Texte, die er verfasst und vertont haben soll.

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Kultmoderator Stefan Raab beendet seine TV-Karriere zum Jahresende

Symbolfoto: © Daniel Kruczynski | wikipedia

Symbolfoto: © Daniel Kruczynski | wikipedia

Der Fernsehsender ProSieben und Stefan Raab gaben am Mittwochabend eine gemeinsame Erklärung ab. Der 48-jährige Stefan Raab kündigte zum Jahresende seinen Rückzug aus dem Fernsehen an. Ende 2015 wird Raab seine letzte Fernsehshow moderieren. Es soll eine große Abschiedsshow geplant werden. „Ich habe mich entschlossen zum Ende dieses Jahres meine Fernsehschuhe an den Nagel zu hängen“, so Raab in einer Erklärung. ProSieben hatte Raab angeboten seinen Vertrag um mehrere Jahre zu verlängern. „Das hatte mich sehr geehrt. Trotzdem habe ich meine Entscheidung nach reiflicher Überlegung und mit Überzeugung getroffen“, sagte Raab, der 16 Jahre lang bei ProSieben unter Vertrag stand. In dieser Zeitspanne hatte der Moderator 2.180 Ausgaben seiner Sendung „TV total“ moderiert. Dazu kamen noch Shows wie „Schlag den Raab“, der „Bundesvision Songcontest“, die „TV total Wok-WM“, „Unser Star für Oslo“ und das „TV total Turmspringen“. Stefan Raab ist gelernter Metzgermeister und hatte seine TV-Karriere beim Musiksender Viva begonnen. Dort moderierte er von 1993 bis 1998 die Sendung „Vivasion“.

Der Senderchef von ProSieben sagte am Mittwochabend, dass mit dem Aus von Raabs Karriere eine TV-Ära zu Ende geht. „Stefan Raab hat ProSieben und das deutsche Fernsehen geprägt“, sagte er.

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Bandleader und Komponist James Last ist tot

Symbolfoto: © Farbenpracht | wikipedia

Symbolfoto: © Farbenpracht | wikipedia

Der Bandleader James Last ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 86 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit im Beisein seiner Familie in Florida. Im Herbst 2014 überstand Last eine schwere Darmoperation. Er hat Musikgeschichte geschrieben und war der erfolgreichste deutsche Bandleader aller Zeiten. James Last war der Erfinder des „Happy Party Sound“. Mit seiner stets lässigen Art und den Pop-Klängen im Big-Band-Format traf er den Nerv der Zeit. 110 Alben hat James Last in seiner langen Karriere veröffentlicht. Die machen ihn unsterblich. „Die Welt verliert mit ihm einen einzigartigen Botschafter, dessen starke und verbindende Sprache die Musik war“, heißt es auf der Internetpräsenz des Künstlers.
James Last wurde 1929 als Hans Last im Bremer Stadtteil Sebaldsbrück geboren und wuchs dort mit fünf Geschwistern auf. Sein Vater arbeitete bei den Stadtwerken als Gasableser. James Last war in seinem Leben stets bescheiden und arbeitete als Orchesterleiter, Arrangeur und auch als Film-Komponist.

Der langjähriger Konzertveranstalter von James Last, Semmel Concerts, teilte mit, dass die Welt mit ihm einen einzigartigen Botschafter, dessen starke und verbindende Sprache die Musik war, verliert. Mit seiner zweiten Frau lebte James Last überwiegend in Florida, erwarb sich aber auch einen Zweitwohnsitz in Hamburg-Poppenbüttel. Er sagte in einem Interview, dass Hamburg seine Heimat sei. In den 90er-Jahren wurde Last auch für die Generation des HipHop interesannt. Viele HipHop-Künstler sampelten seine Songs. Nach einer schweren Krankheit im letzten Jahr kündigte James Last im Februar 2015 an, kürzer zu treten. Gleichzeitig verkündete er seinen Abschied von der Bühne. Am 22. März 2015 begann seine Abschiedstournee.

1978 erhielt James Last unter anderem das Bundesverdienstkreuz und 1994 den Echo für sein Lebenswerk. Letztes Jahr wurde er Hamburger des Jahres.

Zum 75. Geburtstag von James Last erschien das Album „They call me Hansi“ mit Nina Hagen, Luciano Pavarotti, Xavier Naidoo, Till Brönner, Tom Jones, Herbert Grönemeyer und Elvis Presley. Sie sangen auf dem Album zu einer Komposition von Last.

Eine öffentliche Trauerfeier in Hamburg ist geplant. Es ist davon auszugehen, dass die Trauerfeier in den nächsten Wochen stattfindet. Details wird Semmel Concerts in Kürze bekanntgegeben, hieß es am Mittwochabend. Ein genauer Termin stand zunächst noch nicht fest.

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Rock im Park: Evakuierung in der Nacht nach Gewitter über Nürnberg

Symbolfoto: © Stefanie Salzer-Deckert  | pixelio.de

Symbolfoto: © Stefanie Salzer-Deckert | pixelio.de

Aufgrund einer Unwetterwarnung wurde das gesamte Rock-im-Park-Gelände inklusive des Zeltplatzes in der Nacht zu Sonntag um 2 Uhr evakuiert. 12.500 Festivalbesucher wurden angewiesen, sich in Richtung Stadion und Colosseum zu bewegen. Der Veranstalter teilte auf einer Pressekonferenz am Sonntag mit, dass er kein Risiko für die Besucher eingehen wollte. Es kam zu einem Unwetter mit Starkregen und Sturmböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde. Die durchnässten Camper mussten stundenlang ausharren bis sie in den frühen Morgenstunden zurück auf den Zeltplatz durften. Am frühen Sonntagmorgen griff die Polizei dort eine 25-jährige Rumänin auf die zwischen den Zelten unterwegs war und zahlreiche Handys und Geldbörsen entwendete. Das sorgte bei vielen Besuchern für Unmut. Das Festival ist trotzdem relativ glimpflich über die Bühne gegangen. Auf dem Festival wurde ein Besucher durch die Explosion einer Gaskartusche schwer verletzt. Der Besucher wurde noch auf dem Zeltplatz ins künstliche Koma versetzt. Inzwischen befindet sich der Patient aber auf dem Weg der Besserung. Das Rote Kreuz teilte mit, dass es aufgrund der extremen Sommerhitze zu mehr Zwischenfällen kam, als es im vergangenen Jahr der Fall war. Das DRK hatte bis Sonntagmorgen rund 3.800 Einsätze. Am häufigsten kam es zu Sonnenbränden und Hitzekollapsen. Es kam während des Festivals zu keinen Sexualdelikten. Ein Mann aus Rheinland-Pfalz wurde dabei erwischt, wie er sich mit einer gefälschten Security-Weste auf das Gelände schleichen wollte.
Der Rocker Marilyn Manson war auf der Bühne einen Moment unaufmerksam uns stürzte von der Bühne. Die Security im Bühnengraben hievten ihn zurück auf die Bühne. Er sagte anschließend: „Ich habe mir gerade das Bein gebrochen, aber das war es wert.“

Beim zeitgleich stattfindenden Festival Rock am Ring feierten bis zu 90.000 Menschen. In der Nacht zum Samstag schlug während eines Gewitters gegen 3.35 Uhr ein Blitz auf dem Festivalgelände ein. 33 Besucher und Mitarbeiter des Festivals wurden verletzt. Es wurde niemand schwer verletzt. 30 Betroffene konnten bis Samstagabend das Krankenhaus wieder verlassen. Der Veranstalter Marek Lieberberg bestätigte, dass in der Nacht zu Samstag mehrere Gewitter über dem Festivalgelände niedergingen. Bei einem ersten Gewitter schlug ein Blitz in den Backstagebereich einer Bühne ein. Acht Festivalmitarbeiter wurden hierbei verletzt. Der DJ Fritz Kalkbrenner brach daraufhin sein Set ab. Viele Zelte und Pavillons hatten die Nacht auf dem Zeltplatz nicht überstanden. Rock am Ring steigt in diesem Jahr erstmals auf dem Flugplatz Mendig. Bis 2014 fand das Festival auf dem 30 Kilometer entfernten Nürburgring statt. Der Veranstalter konnte sich mit dem neuen Eigentümer des Rings nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen, sodass das Festival umzog. Marek Lieberberg hat in Mendig zunächst einen Fünfjahresvertrag.

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ARD: Günther Jauch gibt zum Jahresende seine Talkshow auf

Symbolfoto: © Jochen Sievert  | pixelio.de

Symbolfoto: © Jochen Sievert | pixelio.de

Nach vier Jahren beendet Günther Jauch zum Jahresende seine Zusammenarbeit mit der ARD. Der NDR hatte ihm angeboten seinen Vertrag über die Talkshow am Sonntagabend zu verlängern. Jauch lehnte das Angebot ab. Er sagte, dass er sich über das Angebot gefreut hat, es aber sowohl aus beruflichen als auch aus privaten Gründen nicht angenommen hat. Zu den konkreten Gründen der Absage wollte der NDR keine Stellung beziehen. Ein möglicher Nachfolger steht noch nicht fest. Die ARD teilte mit, dass der Talk am Sonntagabend in jedem Fall fortgesetzt werden soll. Die Sonntagabend-Talkshow von Günther Jauch ist die erfolgreichste Polit-Talkshow in Deutschland. Der Intendant des NDR bedankte sich bei Jauch für seine erfolgreiche Zusammenarbeit und respektiert die Entscheidung.

Die Talkshow erreicht im Schnitt 4,62 Millionen Zuschauer. Das entspricht einem Marktanteil von 16,2 Prozent. Jauch hatte die Sendung 2011 von Anne Will übernommen, die zur Zeit am Mittwochabend auf Sendung geht und deutlich weniger Zuschauer anzieht.

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Echo-Verleihung 2015: Helene Fischer und Herbert Grönemeyer gewinnen Echos

© Echo | Bundesverband Musikindustrie

© Echo | Bundesverband Musikindustrie

Am Donnerstagabend wurden in der Berliner Messe wieder die diesjährigen Echos verliehen. Der Echo ist die bedeutendste musikalische Auszeichnung in Deutschland. Die Show begann mit einer Schweigeminute für die Opfer der Flugkatastrophe in den französischen Alpen, bei der 150 Menschen, darunter 75 Deutsche ums Leben kamen. Barbara Schöneberger führte ganz in schwarz gekleidet durch den Abend. Anschließend erinnerten acht Stars, darunter Udo Lindenberg, Xavier Naidoo, Adel Tawil, Roger Cicero, Herbert Grönemeyer, Annett Louisan und Sarah Connor mit dem Lied „Ich weiß, was ich will“, an den im Dezember letzten Jahres verstorbenen Udo Jürgens.

Herbert Grönemeyer wurde als bester Künstler Rock/Pop National mit dem Echo ausgezeichnet. Die 24-jährige Sängerin Senta-Sofia Delliponti wurde zur Künstlerin Rock/Pop National gekürt und holte zusätzlich noch den Echo als Newcomer. Andrea Berg erhielt den Echo für den besten Livecact. Helene Fischer gewann den Echo in allen vier Kategorien, in denen sie nominiert war. Sie erhielt den Echo für ihr Album „Farbenspiel“ in der Kategorie Album des Jahres. Außerdem erhielt sie für den Song „Atemlos“ einen weiteren Echo für den Hit des Jahres. Till Schweiger, mit dem Helene Fischer einen „Tatort“ gedreht hatte, überreichte ihr außerdem noch den Echo in der Kategorie Schlager. Mit dem dritten Echo erklärte die Sängerin die „Helene-Fischer-Festspiele“ für eröffnet. Ihren vierten Echo erhielt sie in der Kategorie Musik-DVD/Blu-Ray des Jahres. Das Projekt Unheilig mit dem Frontmann Der Graf, dass sich dieses mit einer Abschiedstournee von der Bühne verabschieden wird, erhielt einen Echo in der Kategorie Rock/Alternative National. In der Kategorie volkstümlicher Schlager gewann der österreichische Volks-Rock’n-Roller Andreas Gabalier den Echo. Per Video wurde von Thomas Gottschalk der Echo in der Kategorie Rock/Pop Alternative an AC/DC verliehen.

Zum Ende der Echo-Gala nahm Udo Lindenberg den Echo für sein soziales Engagement von Detlev Buck entgegen. Außerdem gab es Standing Ovations für die sichtlich berührte Nana Mouskouri. Sie wurde in der Kategorie Lebenswerk mit dem Echo ausgezeichnet. Per Videobotschaft gratulierte ihr Quincy Jones. Er sagte: „Ich liebe dich aus tiefstem Herzen, Glückwunsch für deinen Preis.“

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