Nach schwerer Gewalt in Israel: Palästinenser-Präsident Abbas bricht Kontakt zu Israel ab

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In der israelischen Hauptstadt Jerusalem haben sich am Freitag schwere Zusammenstöße am Tempelberg ereignet. Bei den Auseinandersetzungen kamen drei Menschen ums Leben und 400 weitere wurden zum Teil schwer verletzt – einige schweben in Lebensgefahr. Ein Angreifer war in ein Haus eingedrungen und hatte dort israelische Zivilisten willkürlich erstochen. Der palästinensische Präsident Abbas sagte nach den Vorfällen, dass der Kontakt zu Israel solange abgebrochen wird, bis die Sicherheitsmaßnahmen wieder aufgehoben werden. Israel hatte zuvor aufgrund von Sicherheitsbedenken während der Freitagsgebete den Zugang zur Altstadt von Jerusalem sowie den Tempelberg für Männer, die älter sind als 50 Jahre, abgeriegelt. Die Menschen demonstrierten gegen die Sicherheitsmaßnahmen. Dabei kam es zu den Zusammenstößen. Die Wut der Muslime richtet sich gegen Metalldetektoren, die nach einer Attacke am vergangenen Freit aus Sicherheitsgründen aufgebaut hat. Diese Detektoren müssen die Betenden passieren. Letzte Woche Freitag hatten Bewaffnete im Tempelberg zwei Polizisten erschossen. Drei Angreifer wurden ebenfalls getötet.

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USA: Donald Trumps Pressesprecher Sean Spicer tritt zurück

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Der Pressesprecher von US-Präsident Donald Trump teilte am Freitag mit, dass er zurück tritt. Er bleibt aber noch bis Ende August im Amt. Der Hintergrund des Rücktritts soll die Berufung des Bankers Scaramucci zum Kommunikationschef des Weißen Hauses sein. Spicer soll zu Trump gesagt haben, dass die Berufung von Scaramucci ein großer Fehler gewesen sei. Trump soll ihn gebeten haben auch unter dem neuen Kommunikationschef Sprecher zu bleiben. Dies hatte Spicer abgelehnt. In seiner Amtszeit hatte er sich immer wieder heftige Wortgefechte mit Journalisten geliefert. Spicer wurde zu einer Gallationsfigzr der Regierung von Donald Trump.

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Linkin-Park-Frontmann Chester Bennington ist tot

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Chester Bennington, der Frontmann von der Rockband Linkin Park, ist tot. Er wurde 41-Jahre alt und hat sich das Leben genommen. Seine Leiche wurde am Donnerstag in einem Haus in Palos Verdes Estates, nahe Los Angeles, aufgefunden. Chester Bennington war verheiratet und hinterlässt sechs Kinder. Er war seit 1998 Frontmann und Songwriter der kalifornischen Rockband Linkin Park. Linkin Park ist seit Jahren international erfolgreich. Chester Bennington hatte in den letzten Jahren immer wieder mit Alkohol- und Drogenproblemen gekämpft und war depressiv.

Als Kind wurde Bennington sexuell missbraucht. Er hatte in diesem Zusammenhang in der Vergangenheit öfters von Selbstmordgedanken gesprochen. Linkin-Park-Bandkollege Mike Shinoda twitterte, dass er schockiert ist und sein Herz gebrochen sei.

Hohe Chartplatzierungen unter anderem in den USA und Deutschland, massives Airplay, verschiedene gewonnene Musikpreise und anhaltende Unterstützung durch Massenmedien und Fans sind die Gründe dafür, dass Linkin Park heute als eine der bekanntesten und bestverkaufenden Rockbands gilt. In Deutschland hat Linkin Park vier Mal den Musikpreis „Echo“ gewonnen und international zwei Grammys und drei Mal den „World Music Award“ (WMA) abgeräumt.

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Türkei: Deutsche Unternehmen wurden auf Terrorliste gesetzt – Deutschland verschärft Reisehinweise

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Die Türkei beschuldigt deutsche Unternehmen den Terrorismus zu unterstützen. Auf der türkischen Terrorliste stehen unter anderem die beiden Großkonzerne BASF und Daimler aber auch ein Döner-Imbiss in Nordrhein Westfalen. Die Bundesregierung teilte mit, dass die Vorwürfe absurd seien. Die Türkei hat Deutschland vorgeworfen mit Erpressungen und Drohungen zu arbeiten. Zuvor hatte Sigmar Gabriel, der seinen Urlaub aufgrund der Türkei-Krise unterbrochen hat, gesagt, dass es eine Neuausrichtung der Türkei-Politik geben wird. Die türkische Regierung hat nach der Verhaftung des deutschen Menschenrechtlers Peter Steudtner Deutschland eine Türkeifeindlichkeit vorgeworfen.

Deutschland hat am Donnerstag die Reisehinweise für die Türkei verschärft. Das Auswärtige Amt warnt vor willkürlichen und nicht nachvollziehbaren Verhaftungen.

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Gericht urteilt: Entlassung von Bundeswehrsoldaten nach entwürdigenden Aufnahmeritualen rechtens

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Am Mittwoch hat das Verwaltungsgericht Sigmaringen geurteilt, dass die Entlassungen der Bundeswehrsoldaten nach den entwürdigenden Aufnahmeritualen in der Kaserne im baden-württembergischen Pfullendorf rechtens sind. Drei beteiligte Bundeswehrsoldaten im Alter zwischen 19 und 21 Jahren hatten gegen ihre Entlassung geklagt. Vor Gericht erklärten die Kläger, dass alle Beteiligten dem Aufnahmeritual eingewilligt hatten. Der Richter sagte, dass das keine Rolle spielt. Durch ihr Verhalten sah die Bundeswehr das Ansehen der Truppe und die militärische Ordnung gefährdet. Dieser Einschätzung schloss sich das Gericht am Mittwoch an.

In der baden-württembergischen Staufer-Kaserne sind Rekruten von Ausbildern gefesselt und sexuell genötigt worden. Die Verteidigungsministerin von der Leyen sprach von „widerwärtigen Vorgängen“ in der Kaserne. Sieben Soldaten wurden entlassen. Die Übergriffe ereigneten sich nach Recherchen von „Spiegel Online“ während der Ausbildung von Elitesoldaten in der Staufer-Kaserne in Pfullendorf. Ermittlungen ergaben, dass bei der Ausbildung von Kampfrettern (Combat First Responder) sexuell-sadistische Praktiken angewandt wurden. Die Staatsanwaltschaft hat gegen die Ausbilder Ermittlungen wegen des Verdachts der Freiheitsberaubung, Nötigung und der gefährlichen Körperverletzung eingeleitet. Die Vorgänge in der Staufer-Kaserne wurden bekannt, nach dem sich im Oktober 2016 eine Soldatin an den Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels und an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wandte. Die Soldatin erzählte, dass sich Rekruten vor den Kameraden nackt ausziehen mussten und alles mit gefilmt worden sei – angeblich zu Ausbildungszwecken. Außerdem wurden männlichen und weiblichen Rekruten Tamponade in den After eingeführt. Auch davon seien Bilder gemacht worden, so die Soldatin. Wachsoldaten hatten sich gegenseitig an Stühle fesseln und stundenlang ausharren müssen.

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Spannungen mit der Türkei: Sigmar Gabriel bricht Urlaub ab – deutscher Menschenrechtsaktivist Steudtner inhaftiert

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Der Botschafter Ankaras wurde nach der Festnahme des deutschen Menschenrechtsaktivisten Steudtner in das Auswärtige Amt berufen. Außerdem sind noch fünf weitere Menschenrechtsaktivisten in der Türkei verhaftet worden. Die Festnahmen ereigneten sich bei einem Workshop in Istanbul am vergangenen Mittwoch. Bundesaußenminister Gabriel hat aufgrund der Vorfälle seinen Urlaub abgebrochen und kehrte nach Berlin zurück. Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei ist seit Monaten angespannt. Justizminister Maas hatte die jüngsten Verhaftungen kritisiert. Er sagte: „Wer sich für Menschenrechte einsetzt, sei kein Terrorist.“ Ein Sprecher sagte am Mittwoch, dass dem türkischen Botschafter unmissverständlich klar gemacht wurde, dass die Verhaftungen nicht nachvollziehbar seien. Der Botschafter hatte zugesichert, die deutschen Forderungen nach einer sofortigen Freilassung zu übermitteln.

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Einbruch in Minnesota: 40-Jährige ruft Polizei um Hilfe und wird erschossen

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Eine Australierin wurde am Montagabend im amerikanischen Minneapolis von den Polizisten getötet, die sie zuvor selbst um Hilfe gerufen hatte. Sie hatte einen Überfall vermutet und rief die Polizei. Der Fahrer des Streifenwagens stieg aus und befragte die 40-jährige Frau. Kurz darauf zog der zweite Beamte seine Pistole und gab Schüsse vom Beifahrersitz aus, auf die Frau ab. Die seit drei Jahren in den USA lebende Australierin starb an den Schussverletzungen. Der Todesschütze stammt aus Somalia und arbeitet seit zwei Jahren für die Polizei in Minneapolis.

Der Polizist wurde bereits in der Vergangenheit angezeigt, nachdem er illegal in die Wohnung einer Frau eingedrungen und sie gegen ihren Willen in ein Krankenhaus gebracht hat.

Der aktuelle Vorfall sorgt für Aufregung in den USA. Ermittlungen gegen den Beamten wurden eingeleitet. Warum er mehrere Schüsse auf die Frau abgab ist unklar.

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Amokalarm an Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen: Bewaffneter noch flüchtig

Symbolfoto: © burntimes

Die Polizei fahndet nach einem mit einer Pistole bewaffneten Mann, der am Montagvormittag gegen 10.30 Uhr die Friedrich-Ebert-Schule im baden-württembergischen Esslingen am Neckar betreten hat. Ein Verdächtiger wurde zwischenzeitlich festgenommen und wieder freigelassen, weil es sich bei ihm nicht um die gesuchte Person handelte. Das Schulgebäude wurde weiträumig abgesperrt. Der mutmaßliche Täter soll zwischen 17- und 19 Jahre alt sein und zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß sein. Er trug einen Dreitagebart, ein umgedrehtes Käppi, eine Brille, ein blaues T-Shirt und eine helle kurze Hose. Fünf Schüler hatten in der berufsbildenden Schule einen jungen Mann gesehen, der eine schwarze Hose trug und im Hosenbund eine Pistole dabei hatte. Der Mann fragte die Schüler nach einem Namen, den sie nicht verstanden haben. Die Schulleitung hat sofort die Polizei alarmiert, die umgehend mit mehreren Spezialeinheiten anrückte. Über der Schule kreiste auch ein Polizeihubschrauber. Ein weiterer Zeuge hat die verdächtige Person gegen 10.50 Uhr beobachtet, wie er Richtung Sportplatz rannte und von dort aus mit einem Motorrad davon raste. An der Friedrich-Ebert-Schule entspannte sich im Verlauf des Vormittags die Lage. Die 670 Schüler und Lehrer wurden zunächst auf den Sportplatz evakuiert und von Kräften des Roten Kreuzes versorgt. Auch Schulen und Kindergärten im Umkreis wurden vorsorglich verbarrikadiert.

Bei einem Amoklauf am 11. März 2009 erschoss ein 17-jähriger Jugendlicher in der Winnender Albertville-Realschule sowie in der näheren Umgebung und in einem Autohaus in Wendlingen 15 Menschen und anschließend sich selbst.

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Funkkontakt abgerissen: Abfangjäger bringen Passagierflugzeug in Stuttgart zur Landung

Symbolfoto: © burntimes

Abfangjäger der Bundeswehr brachten am Samstagabend ein Passagierflugzeug zur außerplanmäßigen Landung in Stuttgart, weil der Funkkontakt abgerissen war. Es handelte sich um ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Korean Air. Das Flugzeug war am Samstag auf dem Weg von Seoul nach Zürich. Nachdem der Funkkontakt abgebrochen war, starteten Abfangjäger. Das führte im Großraum Stuttgart zu einem lauten Überschallknall. Die Maschine war anschließend sicher in Stuttgart gelandet. Die Flughafensprecherin teilte mit, dass untersucht wird, warum der Funkkontakt zu dem Passagierflugzeug abgerissen war. Weil zunächst unklar war, ob technische Schwierigkeiten dazu führten, konnte die Maschine nicht weiterfliegen. Die rund 200 Passagiere mussten auf Feldbetten im Flughafen-Terminal übernachten, weil um die Uhrzeit keine Busse mehr organisiert werden konnten. Am frühen Sonntagmorgen wurden die Passagiere dann mit Bussen zu ihrem Ziel in die Schweiz gebracht.

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Familiendrama in Nürtingen: Mann erschießt Ehefrau und den Freund seiner Tochter

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

Am späten Samstagabend hat sich im baden-württembergischen Nürtingen ein Familiendrama ereignet. In der Wohnung der Tochter kam es zu einem verbalen Streit zwischen mehreren Familienangehörigen. Der 52-jährige Vater verließ zunächst die Wohnung, kam aber gegen 22.30 Uhr noch einmal zurück und betrat das Gartengrundstück des Hauses und begegnete dort dem Lebensgefährten seiner Tochter. Er versuchte den Vater vom Betreten des Grundstückes abzuhalten. Daraufhin zog der Familienvater eine Pistole und gab mehrere Schüsse auf den 40-Jährigen ab. Als seine Ehefrau dem 40-Jährigen zu Hilfe eilte, schoss er auch auf sie. Beide wurden tödlich getroffen und starben noch am Tatort. Der mutmaßliche Doppelmörder ließ sich widerstandslos festnehmen. Der 52-jährige Mann wurde am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Die Polizei hat noch keine Informationen darüber, woher die Tatwaffe stammt und über das Motiv der Tat.

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