Harte Strafen drohen: Münchener Polizei fahndet nach Unfallgaffern an der Landwehrstraße

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Die Polizei München teilte mit, dass zahlreiche Gaffer des schweren Unfalls an der Landwehrstraße am Mittwochmittag zur Rechenschaft gezogen werden. Gegen 13 Uhr fuhr ein Rettungsfahrzeug der Münchener Johanniter. Der 25-jährige Sanitäter war zügig auf dem Weg zu einem Notfalleinsatz und mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs. Er überfuhr eine rote Ampel und kollidierte dort mit einem 86-jährigen Rentner, der das Rettungsfahrzeug offenbar übersehen hat. Dabei überschlug sich das Fahrzeug der Rentner und blieb auf dem Dach liegen.

Juristisch betrachtet, besteht die Möglichkeit gegen Gaffer wegen unterlassener Hilfeleistung vorzugehen. Die Beamten mussten nach einem Verkehrsunfall zahlreiche Gaffer von den Autowracks vertreiben, noch bevor die Rettungskräfte vor Ort eintrafen. Bis zu 250 Schaulustige sollen sich zeitweilig an der Unfallstelle aufgehalten haben, um zu fotografieren oder Videos aufzuzeichnen. Gaffe filmten das im Fahrzeug eingeklemmte Ehepaar, teilte die Polizei mit. Es wurden mehrere Platzverweise ausgesprochen. Ein Auto hatte sich überschlagen und lag auf dem Dach, drei Menschen wurden schwer verletzt.

Verschollenes U-Boot im Südatlantik: Marine geht von Explosion an Bord aus

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Vor der argentinischen Küste wird weiterhin nach dem vermissten U-Boot „San Juan“ gesucht. Die 44 Besatzungsmitglieder werden seit letzte Woche Mittwoch vermisst. An Bord befand sich auch Südamerikas erste 35-jährige U-Boot-Offizierin. Das U-Boot ist 65 Meter lang und sieben Meter breit. Das U-Boot hatte einen Batterieschaden gemeldet und angekündigt in den Stützpunkt zurückzukehren. Kurz darauf brach der Kontakt ab. Die US-Behörden haben wenige Stunden nach dem letzten Funkkontakt zu dem U-Boot eine Explosion im Südatlantik verzeichnet. Sollte das U-Boot intakt sein, reicht der Sauerstoff an Bord für etwa sieben bis zehn Tage aus. Es ist jedoch unklar, ob das U-Boot zwischenzeitlich aufgetaucht ist, um die Sauerstofftanks aufzutanken. Wenn nicht bleibt nicht mehr viel Zeit. Die Angehörigen der Vermissten werden zur Zeit psychologisch betreut.

Der Sprecher der argentinischen Marine sagte, dass zehn argentinische Kriegsschiffe, ein britisches Polarschiff, zwei US-Flugzeuge und ein Forschungsflugzeug der NASA an der Suche des U-Boots beteiligt sind.

Entwarnung nach Amok-Alarm an Duisburger Schule

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Die Polizei hatte am Mittwochnachmittag das Gertrud-Bäumer-Berufskolleg in Duisburg geräumt, nachdem eine Schülerin gegen 14.50 Uhr einen bewaffneten Mann auf dem Schulgelände gesehen hat. Sie wählte den Notruf und alarmierte die Polizei. Spezialkräfte eilten zu der Schule und sicherten diese ab. Die Schüler mussten während des laufenden Polizeieinsatzes in den verschlossenen Klassenräumen bleiben. Die Polizei gab schließlich um 18.20 Uhr Entwarnung und teilte mit, dass alle Schüler und Lehrer das Gebäude unverletzt verlassen haben. Die Schüler wurden anschließend psychologisch betreut. Einen möglichen Täter hat die Polizei nicht finden können. Die Sperrmaßnahmen rund um die Schule werden seit 20 Uhr nach und nach aufgehoben. An der betroffenen Schule sind mehr als 2.000 Schüler und 150 Lehrkräfte.

Anti-Terror-Razzien: IS-Terrorverdächtige sollen Anschlag auf Weihnachtsmärkte geplant haben

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Am Dienstag wurden während eines länderübergreifenden Einsatzes der Polizei sechs Syrer festgenommen. Bei ihnen soll es sich um Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ handeln. Die verdächtigen Männer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden in Hannover, Kassel, Essen und Leipzig verhaftet. In den genannten vier Städten wurden die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht. Die Hinweise auf die festgenommenen Syrer erhielten die Ermittler von Schutzsuchenden, die verdächtige Beobachtungen gemacht hatten. Die Terrorverdächtigen sollen sich unter falschem Namen nach Deutschland eingeschleust haben. Am Dienstag waren bei den Razzien 500 Beamte im Einsatz. Die Festnahmen sind Polizeiangaben zufolge in einem frühen Stadium durchgeführt worden. Die Anschlags-vorbereitungen waren noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei mit. Die Verdächtigen sollen Terroranschlag auf Weihnachtsmärkte und das Essener Einkaufszentrum am Limbecker Platz geplant haben. Innenminister Reul lobte den Polizeieinsatz als hochprofessionell.

Die Ermittler nahmen bei den Wohnungsdurchsuchungen Mobiltelefone, Speichermedien, schriftliche Unterlagen und Computer mit, die nun umfangreich ausgewertet werden sollen. Über einen Haftbefehl soll am Mittwoch entschieden werden.

Berlin-Spandau: Zweigeschossiges Haus ist eingestürzt

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Am Montagabend gegen 20.45 Uhr ist im Spandauer Ortsteil Staaken in der Möthlower Straße ein zweigeschossiges Einfamilienhaus eingestürzt. Vermutlich in Folge einer Gasexplosion ist das Einfamilienhaus eingestürzt. Die Feuerwehr eilte mit 75 Einsatzkräften zu der Unglücksstelle und hat vier Personen aus dem eingestürzten Haus gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Bei den vier Personen handelte es sich um alle Familienmitglieder, die in dem Haus lebten, sodass die Einsatzkräfte nicht mit weiteren Opfern rechnen. Die Suche nach weiteren Personen Dauer zur Stunde noch an. Die Rettungshundestaffel ist ebenfalls vor Ort.

Leiche in die Fulda geworfen: 17-Jährige und ihr Freund gestehen Mord wegen eines Autos

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Eine 17-Jährige soll gemeinsam mit ihrem 20-jährigen Freund einen 45-jährigen Mann in Thüringen wegen eines Autos getötet und die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda geworfen haben. Die beiden jungen Tatverdächtigen aus dem sächsischen Zwickau wurden inzwischen verhaftet und sitzen in Untersuchungshaft. Beide gaben an, dass sie den Mann getötet hatten, um an das Auto des Mannes zu gelangen. Am frühen Morgen des 11. Novembers haben die beiden den 45-Jährigen mit mehreren Messerstichen in den Hals in Gera getötet. Mit der Leiche im Kofferraum fuhren die beiden jungen Erwachsenen nach Hessen und warfen die Leiche bei Bad Hersfeld in die Fulda. Das Opfer wurde trotz aufwendiger Suchmaßnahmen bisher noch nicht von der Polizei gefunden. Festgenommen wurde das Pärchen in Frankfurt am Main. Dort hatte ein Sicherheitsmitarbeiter verdächtige Beobachtungen gemacht und die Polizei alarmiert. Eine erste Überprüfung hatte anschließend ergeben, dass die 17-Jährige seit dem 2. November als vermisst gemeldet war und seit dem mit ihrem Freund unterwegs gewesen ist.

Ankara: Behörden verbieten Fest von Schwulen und Lesben

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Aufgrund angeblicher Anschlagsgefahr wurde das Queer-Festvial in der türkischen Hauptstadt Ankara verboten. Jetzt teilte die türkische Provinz Ankara mit, dass alle Kulturveranstaltungen sexueller Minderheiten untersagt werden. Von dem Verbot betroffen sind alle Film-, Theateraufführungen und Ausstellungen zu Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten. Begründet wurde das allgemeine Verbot damit, dass die Veranstaltungen „Reaktionen in bestimmten Teilen der Gesellschaft hervorrufen würden“. Das Queer-Festival wurde am vergangenen Donnerstag abgesagt und von der deutschen Botschaft mitorganisiert. Dort war geplant Filme mit LGBT-Bezug aufzuführen. In der Türkei ist Homosexualität zwar nicht gesetzlich verboten aber die Menschen werden in der Gesellschaft häufig diskriminiert.

Internationale Suche nach U-Boot: 44-köpfige Besatzung aus Argentinien wird vermisst

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Ein in Deutschland gebautes U-Boot der argentinischen Marine wird seit Mittwoch vermisst. Seit Mittwochvormittag konnte kein Kontakt zur „ARA San Juan“ hergestellt werden. Das U-Boot ist 65 Meter lang und sieben Meter breit. An Bord befinden sich 44 Menschen. Die Suche im Südatlantik gestaltet sich als schwierig, weil die Wetterverhältnisse schlecht sind und die Wellen in der Region teils bis zu sechs Meter hoch sind. Das U-Boot befand sich auf der Rückfahrt von einem Routineeinsatz zu seinem Stützpunkt in Mar del Plata. Das argentinische U-Boot hatte kein Notrufsignal abgesetzt.

Das U-Boot wurde wurde 1983 in Emden gebaut und vor zwei Jahren wurden zuletzt aufwendige Reparaturen durchgeführt. Beim verbauten Motor handelt es sich um einen Diesel-Elektro-Motor. Es ist noch völlig unklar, was passiert ist und warum der Kontakt abgerissen ist. Die Angehörigen der Besatzungsmitglieder werden zur Zeit psychologisch betreut. An Bord befand sich auch Südamerikas erste 35-jährige U-Boot-Offizierin. Ein Marinesprecher teilte am Samstagnachmittag mit, dass rund die Hälfte des in Frage kommenden Gebietes bereits ergebnislos abgesucht wurde. Der Sprecher der argentinischen Marine sagte, dass zehn argentinische Kriegsschiffe, ein britisches Polarschiff, zwei US-Flugzeuge und ein Forschungsflugzeug der NASA an der Suche des U-Boots beteiligt sind.

Nach Angaben der Marine wäre es möglich, dass es an Bord des U-Boots eine Batterie-Panne gegeben hat. Das betroffene U-Boot könnte daraufhin aufgetaucht sein und von den sechs Meter hohen Wellen davon getrieben worden sein.

Papst Franziskus, der selbst Argentinier ist, teilte mit, dass er für die 44 Seeleute betet und den Familien und Freunden der Vermissten beisteht.

Urteil in Deutschland: Flugverbot für Israeli beschäftigt die Bundesregierung

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Die deutsche Bundesregierung teilte am Freitag mit, dass sie das Flugverbot der Fluggesellschaft Kuwait Airways für Israelis nicht akzeptieren wird. Der Botschafter in Kuwait wurde bereits gebeten diese Frage mit den verantwortlichen kuwaitischen Stellen zu erörtern. Das Landgericht in Frankfurt am Main hatte am Donnerstag entschieden, dass Kuwait Airways keine israelischen Staatsbürger befördern muss. Die Richter wiesen die Klage eines israelischen Passagiers ab, der von der Fluggesellschaft verlangt hatte ihn zu befördern und wegen der Diskriminierung entsprechend zu entschädigen. Der Kläger hatte einen Flug von Frankfurt am Main nach Bangkok mit Zwischenlandung in Kuwait gebucht. Nachdem die Fluggesellschaft von seiner israelischen Staatsangehörigkeit erfuhr, stornierte sie den Flug und berief sich dabei auf ein geltendes kuwaitisches Gesetz von 1964, das jede Vereinbarung mit Israelis verbietet. Das Landgericht in Frankfurt teilte mit, dass das Antidiskriminierungsgesetz nur bei der Benachteiligung aus Gründen der Rasse oder der ethnischen Herkunft Gültigkeit hat.

Der Rechtsanwalt des Klägers sagte, dass das gesprochene Urteil beschämend für Deutschland sei und dieses Urteil nicht bestehen bleiben darf. In anderen Ländern wie in den USA wurden die Urteile gegen die kuwaitische Fluggesellschaft ausgesprochen.

Buckinghamshire: Hubschrauber kollidierte mit Flugzeug – vier Tote

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In Großbritannien sind in Buckinghamshire, nordwestlich von London, am Freitagmittag ein Kleinflugzeug und ein Hubschrauber in der Luft kollidiert. Insgesamt kamen vier Menschen ums Leben, teilte die Polizei am Freitagabend mit. An Bord der verunglückten Maschinen befanden sich vier Menschen. Die Kollision ereignete sich aus bislang unklaren Gründen über bewaldetem Gebiet in der Nähe eines historischen Herrenhauses. Augenzeugenberichten zufolge gab es einen lauten Knall. Anschließend stieg Rauch über der Unglücksstelle auf. Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine Cessna 152 (Baujahr 1982), die 1993 schon einmal abgestürzt war aber damals repariert werden konnte. Die britische Organisation für Flugunfalluntersuchungen hat Ermittlungen eingeleitet.