Anti-Terror-Razzien: IS-Terrorverdächtige sollen Anschlag auf Weihnachtsmärkte geplant haben

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Am Dienstag wurden während eines länderübergreifenden Einsatzes der Polizei sechs Syrer festgenommen. Bei ihnen soll es sich um Mitglieder der Terrororganisation „Islamischer Staat“ handeln. Die verdächtigen Männer im Alter zwischen 20 und 28 Jahren wurden in Hannover, Kassel, Essen und Leipzig verhaftet. In den genannten vier Städten wurden die Wohnungen der Verdächtigen durchsucht. Die Hinweise auf die festgenommenen Syrer erhielten die Ermittler von Schutzsuchenden, die verdächtige Beobachtungen gemacht hatten. Die Terrorverdächtigen sollen sich unter falschem Namen nach Deutschland eingeschleust haben. Am Dienstag waren bei den Razzien 500 Beamte im Einsatz. Die Festnahmen sind Polizeiangaben zufolge in einem frühen Stadium durchgeführt worden. Die Anschlags-vorbereitungen waren noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei mit. Die Verdächtigen sollen Terroranschlag auf Weihnachtsmärkte und das Essener Einkaufszentrum am Limbecker Platz geplant haben. Innenminister Reul lobte den Polizeieinsatz als hochprofessionell.

Die Ermittler nahmen bei den Wohnungsdurchsuchungen Mobiltelefone, Speichermedien, schriftliche Unterlagen und Computer mit, die nun umfangreich ausgewertet werden sollen. Über einen Haftbefehl soll am Mittwoch entschieden werden.

Griechenland will Juni-Rate nicht zurückzahlen

Symbolfoto: © günther gumhold | pixelio.de

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Die Regierung in Athen wird die im Juni fällige Rate von knapp 1,6 Milliarden Euro nicht zahlen, so Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im ARD-«Brennpunkt».

Eigentlich sollte Griechenland die Rate am Dienstag an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen, jedoch kündigte die Regierung bereits an, die nun fällige Rate nicht zu zahlen.

Der IWF hatte Athen bereits zugestanden, eigentlich früher fällige Betrage gebündelt am Ende des Monats zurückzuzahlen. Ein weiteren Aufschub hat IWF-Chefin Christine Lagarde allerdings ausgeschlossen.Somit wäre Griechenland das erste entwickelte Land, dass seine IWF-Schulden nicht pünktlich zurückzahlt.

Gegenüber dem französischen Sender RTL äußerte sich EU-Währungskommissar Pierre Moscovici bereits im Vorfeld skeptisch, da die Kassen in Athen leer seien.Ohne eine Einigung auf ein Reformpaket fließen die in Aussicht gestellten 15,5 Milliarden Euro Hilfen, durch die Geldgeber IWF, Europäische Zentralbank (EZB) und die Partner der EU nicht.

Die CeBIT 2015 – Digitalisierung des Lebens

© Deutsche Messe

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Auch in diesem Jahr fand in Hannover wieder die weltgrößte Computer-Messe „CeBIT“ statt. Vom 16.03. bis zum 20.03. präsentierten sich viele Unternehmen mit ihren Produkten, um sich potentiellen Kunden vorzustellen und diese für ihre Produkte zu begeistern. Eröffnet wurde die Messe am 15.03. im HCC, unter dem Leitthema „d!conomy“. Die Aussteller präsentierten eine Digitalisierung von Unternehmen, wie z. B. die permanente Vernetzung von Maschinen, Produktionsabläufen, Logistik und vielem mehr. Das Ziel der „Industrie 4.0“ ist eine Steigerung der Individualität, Effizienz und Flexibilität.

Was jedoch in der Industrie immer wichtiger wird, wird manchen Besuchern privat zu viel. So kam im Gespräch mit vielen Besuchern heraus, dass diese momentan den Überblick in der Digitalisierung verlieren. Die Angebote im Internet werden immer mehr und man wird förmlich mit Angeboten erschlagen.

Ein weiteres Highlight waren in diesem Jahr auch wieder die „CeBIT Global Conferences“, bei der unter anderem Sänger Peter Maffay, Whistleblower Edward Snowden und der berühmteste Hacker der Welt, Kevin Mitnick sprachen. In dem Gespräch zwischen dem Journalisten Glenn Greenwald und Edward Snowden wurde klar, dass das abgelehnte Asyl für Snowden keinen guten Eindruck hinterließ, Deutschland jedoch in einem politischen Zwiespalt stand. Im Vordergrund stand jedoch der Abhörskandal der NSA, die selbst keine Scheu davor nahmen, das Mobiltelefon der Bundeskanzlerin Angela Merkel abzuhören. Snowden berichtete im Interview, dass selbst das Weiße Haus zum Teil keine Kenntnisse in die Arbeit der NSA hätte. Dies bewies er durch eine offizielle Meldung der NSA, in der die Frage aufkam, weshalb das Telefon der Bundeskanzlerin abgehört wurde. Die Antwort war einfach: „Da uns der Auftrag erteilt wurde“, so das Schreiben.

Ebenfalls war in diesem Jahr wieder die Firma „GFT“ mit dem Innovationsprojekt „CODE_n“ anwesend. Bei dem Projekt wird ein Wettbewerb unter jungen Unternehmen mit innovativen Ideen ausgeübt. Vordergründig ist jedoch viel mehr, dass so versucht wird, dass die kleinen Unternehmen Investoren für ihre Arbeit finden. So fand zum Beispiel eine Zusammenarbeit des australischen Unternehmens „digitalkeys“ mit dem deutschen Unternehmen „SAG Schlagbaum“ statt, die durch ihre Entwicklung Türschlösser mit Hilfe von NFC öffnen können. Weitere Innovationen waren z. B. beheizbare Einlegesohlen und Schuhe, die sich über eine Smartphone-App steuern lassen. Die Einlagen lassen sich 500 Mal mit einem Mini-USB Anschluss aufladen.

Innovationen gab es natürlich auch außerhalb der „CODE_n“-Halle. So stellte die Universität Saarland unter anderem eine elastische Folie vor, die man sich auf die Haut legen kann und somit sein Handy steuern kann. So hätte der Nutzer die Möglichkeit sein Handy während einer Konferenz schnell stumm zu schalten, wenn das Handy klingelt. Ebenfalls stellte die Universität eine Displayfolie vor, die sich auf verschiedenste Materialien, wie zum Beispiel auf Holz, Papier oder Metall drucken lassen kann. Somit hat man ein flexibles Display, das sich auf viele Untergründe schnell drucken lässt.

Mit ca. 201.000 Besuchern hatte die Messe dieses Jahr einen Besucheranstieg von etwa 6%, wovon 92% Fachbesucher waren. Die „CeBIT Global Conferences“ besuchten in diesem Jahr knapp 4.800 Besucher, wobei sich über 100.000 Personen die Konferenzen live im Internet ansahen.

Unsere Bilder von der diesjährigen CeBIT findet ihr auf unserer Facebook-Präsenz (Hier).