Bahnstreik: GDL wird ab Dienstag für 66 Stunden streiken

Symbolfoto: © uschi dreiucker | pixelio.de

Im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft deutscher Lokführer (GDL) und der Deutschen Bahn kommt es ab Dienstag zum inzwischen siebten Streik. Am Dienstagnachmittag ab 15 Uhr soll zunächst der Güterverkehr bestreikt werden und ab Mittwoch dann auch der Personenverkehr. GDL-Chef Weselsky hatte am Freitag Bahnstreiks für die laufende Woche angekündigt. Die Bahn hatte bis zuletzt versucht den Streik noch abzuwenden und die Gewerkschaft am Verhandlungstisch zu behalten. Ab dem frühen Mittwochmorgen um 2 Uhr wird der Personenverkehr bis Donnerstagabend um 21 Uhr bestreikt. Der Güterverkehr wird bis Freitagmorgen um 9 Uhr bestreikt. Bahnreisende müssen sich daher wieder auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Gerde Mittwoch und Donnerstag wird der Zugverkehr schwer gestört werden. Nachdem die Tarifgespräche von der GDL am Freitagabend erneut als gescheitert erklärt wurden, beschloss die Lokführergewerkschaft GDL nun erneut zu streiken. Im Vorfeld wurde von der Gewerkschaft mitgeteilt, dass die Streiks rechtzeitig und mindestens 24 Stunden im Vorfeld angekündigt werden und ganz Deutschland betroffen sein wird. Der Personalvorstand der Deutschen Bahn bezeichnete den Kurs der Gewerkschaft als „völlig unverständlich“. Zuletzt hatten die Lokführer Ende November ihre Arbeit niedergelegt. Die Bahn forderte die GDL auf ihren Streikaufruf zurückzurufen.

Die GDL fordert fünf Prozent mehr Gehalt und eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit um eine Stunde. Außerdem will die GDL in Zukunft für das komplette Zugpersonal verhandeln können. Die Tarifgespräche sind sehr schwierig, weil die GDL und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) für die gleichen Beschäftigungsgruppen Abschlüsse erzielen will. Die Deutsche Bahn verhandelt parallel mit beiden Gewerkschaften und möchte vergleichbare Verträge abschließen.

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