Berlin-Charlottenburg: LKW rast in Weihnachtsmarkt – mindestens neun Tote

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes
An der Berliner Gedächtniskirche ist am Montagabend gegen 20 Uhr ein Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gerast. Dabei wurden zahlreiche Buden zerstört und rund 50 Menschen zum Teil schwer verletzt. Einige Menschen mussten reanimiert werden. Mindestens neun Menschen starben. Augenzeugenberichten zufolge gab es einen Schuss. Das bestätigte die Polizei zunächst nicht. Der Bereich wurde von der Polizei abgesperrt und der LKW wird untersucht. Der Täter war zunächst flüchtig. Eine Person, die im Zusammenhang mit dem Anschlag stehen soll, wurde gegen 21.15 Uhr festgenommen. Der Beifahrer des LKW starb. Die am Breitscheidplatz vorbeiführende Straße ist während der Rettungsarbeiten voll gesperrt. Es handelte sich um einen größeren Lastwagen mit Anhänger. Die Polizei teilte mit, dass es sich vermutlich um einen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt handelt. Der Lastwagen war offenbar gezielt zunächst über den Gehweg und anschließend in den Weihnachtsmarkt gefahren. Die Polizei hat soeben einen Krisenstab eingerichtet. Die Berliner Berufsfeuerwehr hat alle ihre Mitarbeiter mobilisiert und auch die freiwilligen Feuerwehren der Stadt sollen sich bereit halten. Der Generalbundesanwalt übernimmt die Ermittlungen.

Für Angehörige wurde eine Sammelstelle in der Budapester Straße eingerichtet.

Der Vorfall erinnert an den Anschlag in der südfranzösischen Stadt Nizza, bei dem am 14. Juli insgesamt 84 Menschen starben (wir berichteten).