Eurowings: Tarifgespräche gescheitert – Streiks ab morgen

Symbolfoto: © Marlies Schwarzin | pixelio.de

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Am Donnerstag werden die Flugbegleiter bei Eurowings ihre Arbeit niederlegen. Die Fluggesellschaft kündigte an Details am Mittwoch bis spätestens 18 Uhr bekanntzugeben. Eurowings und die Gewerkschaft Ufo hatten Anfang der Woche ihre Verhandlungen fortgesetzt. In der Nacht zu Mittwoch wurden die erneuten Verhandlungen ergebnislos abgebrochen. Die Gewerkschaft teilte mit, dass sie nun keine andere Wahl hat, außer in den Streik zu gehen. Die Geschäftsführung von Eurowings hat noch die Möglichkeit den Streik abzuwenden, wenn sie einer Schlichtungsvereinbarung zustimmt. Die Gewerkschaft hatte zuletzt eine Schlichtung nach dem Vorbild der Lufthansa vorgeschlagen. Die Fluggesellschaft reagierte mit Unverständnis auf die Streikankündigung. Die vom Streik betroffene Eurowings GmbH hat 23 Flugzeuge im Einsatz. Es ist fraglich, wie viele der rund 400 Flugbegleiter in den Streik gehen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Streiks hauptsächlich die Eurowings-Flotte in Hamburg und Düsseldorf treffen werden.

In der laufenden Woche ist Hauptreisezeit, weil in Hamburg und Nordrhein-Westfalen noch Herbstferien sind. Wenn es zu keiner Einigung zwischen den Tarifparteien kommt, wäre als nächstes auch ein unbefristeter Streik möglich.

Seit drei Jahren verhandelt die Gewerkschaft Ufo mit Eurowings über die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung. Es gibt zur Zeit keine Garantie für Arbeitsplätze und den Erhalt des Standorts Deutschland. Der Geschäftsführer der Lufthansa will die Kosten bei der Tochter Eurowings um bis zu 40 Prozent senken, um mit anderen Billigfluganbietern wie Ryanair oder EasyJet mithalten zu können.