Horrorclowns in Deutschland: Wenn der Spaß aufhört

Symbolfoto: © Tobias Benner | pixelio.de

Symbolfoto: © Tobias Benner | pixelio.de
Symbolfoto: © Tobias Benner | pixelio.de
Zur Zeit schwappt der Trend der sogenannten „Horrorclowns“ nach Deutschland. Kurz vor Halloween machen sich auch bei uns immer mehr Menschen einen Spaß daraus andere zu erschrecken. Es gab jedoch auch Fälle bei denen der Spaß aufhörte. Ein solcher Fall ereignete sich beispielsweise am vergangenen Samstag, den 15. Oktober in Wesel am Niederrhein. Dort lauerte ein bewaffneter Clown zwei jungen Männern auf. Der maskierte und verkleidete Clown hantierte dabei mit einem Messer und einer Pistole herum. Nachdem die Männer im Alter zwischen 17 und 22 Jahren sich dem Clown näherten bedrohte sie dieser auf Deutsch und Englisch. Anschließend flüchtete der etwa 1,85 Meter große Mann unerkannt. Im nordrhein westfälischen Essen bekam ein mit einer Holzlatte bewaffneter Clown Gegenwehr. Ein 26-jähriger war abends gegen 22.15 Uhr mit seinem Hund Gassi gehen, als sich ihm ein Clown drohend näherte. Er sei aus dem Gebüsch gesprungen und lachte komisch – wie in einem Horrorfilm. Anschließend schlug er mit einer Holzlatte oder einem Baseballschläger nach dem 26-Jährigen, der gerade noch ausweichen konnte. Dann zückte der 26-Jährige sein Pfefferspray und sprühte es dem Clown ins Gesicht. Anschließend flüchtete der Verkleidete. Das 26-jähige Opfer hat Strafanzeige wegen versuchter Körperverletzung erstattet.

Ein weiterer Vorfall ereignete sich am frühen Freitagmorgen in Altenessen. Eine 17-Jährige wurde am frühen Morgen um 5.40 Uhr auf dem Weg zur Arbeit, Opfer einer Clown-Attacke. Sie rannte anschließend zurück nach Hause. Die Beamten, bei denen die junge Frau eine Anzeige erstattete, empfahlen ihr aufgrund des Schocks sich in ärztliche Behandlung zu begeben. In Wesel hat ein Unbekannter im Clownskostüm eine 48-jährige erschrecken wollen. Er kam aus dem Gebüsch und versuchte eine Kettensäge anzureißen. Diese klemmte jedoch und ging nicht an. Die Frau rannte daraufhin zu ihrer Wohnung zurück und alarmierte die Polizei.

Die Polizei teilte mit, dass bei solchen Clown-Attacken das Notwerrecht gilt und man sich gegen die Attacken wehren darf. In diesem Zusammenhang warnte die Polizei davor, dass in dem Moment, wo der Clown beispielsweise ein Messer oder eine andere Waffe oder Kettensäge mitführt der Spaß aufhört.