Proteste gegen Polizeigewalt in North Carolina: Gouverneur ruft Ausnahmezustand aus

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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In der Stadt Charlotte im US-Staat North Carolina wurde am Dienstag in einem Wohngebiet nach einem Verdächtigen gesucht. Dabei wurde ein 43-jähriger Afroamerikaner auf einem Parkplatz umstellt. Die Polizisten fühlten sich bedroht und schossen schließlich auf den Mann. Der 43-Jährige kam dabei ums Leben. Behörden teilten mit, dass der Mann bewaffnet gewesen sei. Seine Schwester gab später an, dass er unbewaffnet gewesen sei und lediglich ein Buch in der Hand hielt. Die Polizei in Charlotte bestätigte, dass es sich bei dem 43-Jährigen nicht um die gesuchte Person gehandelt hat. Der Mann laß im Auto ein Buch und wartete auf seine Kinder. Der Polizist, der den 43-jährigen Mann erschossen hatte, ist selbst ein Afroamerikaner. Er wurde nach dem Vorfall vom Dienst suspendiert. Untersuchungen wurden eingeleitet.

Anschließend kam es zu Demonstrationen, die zunächst friedlich verliefen. Im Verlauf der Demonstrationen kam es jedoch durch Unruhestifter zu einer Eskalation der Lage. Ein Demonstrant wurde angeschossen und schwebt in Lebensgefahr. Der US-Fernsehsneder CNN teilte mit, dass der Demonstrant von einem anderen Zivilisten angeschossen wurde. Mindestens 16 Polizisten wurden verletzt. Auch vor dem Ritz-Carlton-Hotel kam es zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Sondereinsatzkräfte setzten schließlich Tränengas gegen die Demonstranten ein. Der Gouverneur des US-Bundesstaates North Carolina meldete sich zu Wort und rief den Ausnahmezustand aus. Es hat außerdem die Nationalgarde und die Autobahnpolizei mobilisiert. Als nächstes droht eine Ausgangssperre. Darüber kann aber nur die Bürgermeisterin von Charlotte entscheiden. Die Bürgermeisterin rief die Menschen in Charlotte bereits auf, in ihren Häusern und Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen.