Syrien: Waffenruhe ist beendet – UN stellen Hilfslieferungen nach Angriff ein

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die Waffenruhe in Syrien wurde am Montag von der syrischen Regierung für beendet erklärt. Die syrische Regierung begründete das Ende der Waffenruhe mit einem US-Angriff auf syrische Soldaten. Ein Hilfskonvoi wurde in der Nähe von Aleppo aus der Luft angegriffen. Mindestens 20 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen kamen dabei ums Leben. Die Vereinten Nationen (UN) und das Rote Kreuz erklärten übereinstimmend, dass alle Hilfslieferungen ab sofort eingestellt werden. Der Konvoi war das Ergebnis eines langen Verhandlungsprozesses mit dem Ziel eingeschlossenen Menschen zu helfen. Das US-Außenministerium meldete sich am Dienstagmorgen zu Wort und teilte mit, dass die weitere Kooperation mit Russland in Frage gestellt wird. Noch ist unklar, ob russische oder syrische Kampfflugzeuge hinter dem Angriff auf den Hilfskonvoi stecken. Wenn der Angriff gezielt auf den Hilfskonvoi geflogen wurde, handelt es sich um ein Kriegsverbrechen.

Das Ziel des Hilfskonvois der Vereinten Nationen und des Roten Kreuzes sei nur der syrischen Regierung und der russischen Regierung bekannt gewesen. „Es wurden Menschen getötet, während sie versuchten Menschen in Not beizustehen“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, John Kirby. „Aufgrund dieser ungeheuerlichen Verletzung der Waffenruhe wird die weitere Zusammenarbeit mit Russland neu bewertet“, erklärte Kirby.