Jobcenter Dietzenbach: Mitarbeiter durch Hammerattacke lebensgefährlich verletzt

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

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Am Donnerstagmittag gegen 12.10 Uhr ereignete sich im hessischen Jobcenter Dietzenbach, in der Albert-Einstein-Straße, eine schwere Körperverletzung. Ein 51-jähriger Mann aus Obertshausen hatte einem Mitarbeiter des Jobcenters mehrfach mit einem Hammer gegen den Kopf geschlagen. Der 64-jährige Angestellte erlitt lebensgefährliche Verletzungen und wurde am Freitagnachmittag in Offenbach notoperiert. Bei dem Täter handelte es sich um einen Langzeitarbeitslosen, teilte die Polizei mit. Der Angestellte saß zum Tatzeitpunkt alleine mit dem Täter in einem Büro, weil sich sein Kollege im Urlaub befand. Ein Mitarbeiter aus dem benachbarten Büro hatte Schreie gehört und eilte sofort zu Hilfe. Er hielt den 51-Jährigen von hinten fest, entriss ihm den Hammer und hielt ihn fest, bis die Polizei eintraf. Zum Motiv des Täters liegen noch keine Erkenntnisse vor. Der Täter wurde festgenommen. Ein islamistischer Hintergrund konnte ausgeschlossen werden, weil es sich bei dem 51-Jährigen um einen Vietnamesen handelt.

Das Jobcenter in Dietzenbach blieb am Freitag geschlossen. Der Täter berief sich in seiner ersten Vernehmung auf ein Blackout als Tatmotiv. Gegen den Mann wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung erlassen.

Im Januar diesen Jahres war das gleiche Jobcenter schon einmal in die Schlagzeilen geraten. Damals gab ein Unbekannter Schüsse auf das Gebäude ab. Verletzt wurde seinerzeit niemand, weil das Jobcenter zum Tatzeitpunkt geschlossen war.