Wetterstatistik: Der Juni 2016 stellt einen neuen Hitzerekord auf

Symbolfoto: © Uwe Schlick | pixelio.de

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Der vergangene Monat Juni war weltweit betrachtet der heißeste seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1880. Meteorologen in den USA gehen davon aus, dass für das Gesamtjahr 2016 ein neuer Temperaturrekord aufgestellt wird. Der Juni ist damit bereits der 14. Monat in Folge, in dem ein neuer Temperaturrekord aufgestellt worden ist. Eine solche Serie gab es noch nie zuvor. Den weltweiten Temperaturdurchschnitt gab die zuständige US-Klimabehörde NOAA mit 15,5 Grad Celsius an. Dieser neue Wert liegt 0,9 Grad über dem Mittelwert des 20. Jahrhunderts. Diese Entwicklung deutet auf eine beschleunigte Erderwärmung hin. Meteorologen gehen davon aus, dass die Serie der neuen Temperaturrekorde in den nächsten Monaten enden wird. Das hat mit dem Wetterphänomen El Niño zu tun, das dafür sorgt, dass große Mengen an warmen Wasser an die Oberfläche des tropischen Ozeans quellen. Im Herbst soll El Niño abgelöst werden und dann wird wieder kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche gelangen, das die Temperatur zunächst wieder sinken lässt.

Durch die Erderwärmung gibt es Konsequenzen, beispielsweise für das Eis in der Arktis. Im vergangenen Juni war die vom Eis bedeckte Fläche im Nordpol um 11,4 Prozent kleiner, im Vergleich zu den Jahren zwischen 1981 und 2010. Seit den 70er-Jahren sind die Eisflächen bereits um 40 Prozent zurückgegangen. Außerdem sind weitere Auswirkungen der Erderwärmung, das Ansteigen der Ozeanspiegel, das Bleichen von Korallenriffen und die immer weiter zunehmende Anzahl an großen Wald- und Buschbränden.