Tödliche Schüsse in Dallas: Fünf weiße Polizisten wurden von Heckenschützen getötet

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

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Ein Attentäter oder möglicherweise auch mehrere Attentäter haben am Donnerstagabend (Ortszeit) in Dallas mindestens fünf weiße Polizisten erschossen. Sechs weitere Polizisten wurden zum Teil schwer verletzt. Einer der Heckenschützen wurde mit Sprengstoff, der auf einem Roboter befestigt war, von Spezialeinheiten getötet. Die Tat ereignete sich nach einem friedlichen Protestmarsch gegen die Ermordung von zwei Schwarzen innerhalb weniger Tage durch Schüsse von der Polizei (wir berichten). Die Polizei nahm drei Tatverdächtige fest, darunter auch eine Frau. Der 25-jährige Heckenschütze verschanzte sich in einem Parkhaus und lieferte sich von dort aus einen Schusswechsel mit amerikanischen Spezialeinheiten. Ein Polizist, der den Schützen im Parkhaus stellen wollte, wurde von Schüssen regelrecht durchsiebt. Der Attentäter sagte, nach Angaben der Polizei, dass er kein Mitglied einer Terrororganisation sei aber verärgert sei über die willkürliche Ermordung von Schwarzen durch die Polizei. Das US-Verteidigunsministerium erklärte, dass es sich bei dem Täter um einen Afghanistan-Veteranen handelt, der in Afghanistan für die USA im Einsatz war.

Der Polizeichef von Dallas sagte: „Wir brauchen Unterstützung, um Sie vor denjenigen zu beschützen, die für diese brutalen Ereignisse die Verantwortung tragen.“

US-Präsident Barack Obama meldete sich zu Wort und sagte, dass die Bluttat von Dallas ein gezielter Angriff auf Polizisten gewesen sei. Er verurteilte die „ verabscheuungswürdige Tat“ scharf und zeigte sich tief bestürzt. Obama kündigte an, dass jeder, der an diesen Morden beteiligt war, zur Rechenschaft gezogen wird.