EgyptAir-Flug MS804: Blackbox bestätigt Rauch an Bord

Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de

Symbolfoto: © O. Fischer  | pixelio.de
Symbolfoto: © O. Fischer | pixelio.de
Am 19. Mai war der EgyptAir Flug MS804 über dem östlichen Mittelmeer abgestürzt. Dabei starben 66 Menschen. Das Flugzeug befand sich auf dem Weg von Paris in die ägyptische Hauptstadt Kairo. Es gab keinen Notruf. Die Auswertung des gefundenen Flugdatenschreibers bestätigte, dass sich auf einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Rauch ausbreitete. Die gefundenen Wrackteile zeigten auch Zeichen von sehr hohen Temperaturen und Ruß. Was den Rauch verursachte ist noch unklar. Die Experten hoffen durch die weitere Auswertung des Stimmrekorders die genaue Absturzursache zu ermitteln. Der bei dem Absturz stark beschädigte Flugdatenschreiber wurde zunächst in Frankreich repariert und anschließend zurück nach Kairo gebracht. Die Reparatur des Stimmenrekorders läuft zur Zeit noch. Die zwei Flugschreiber wurden vor rund zwei Wochen nach wochenlanger intensiver Suche im Mittelmeer entdeckt und von einem Spezialschiff geborgen.

Erst im März wurde ein Flugzeug von EgyptAir entführt. Ein Ägypter brachte einen Airbus A320 während eines Inlandsflugs in seine Gewalt und entführte die Maschine nach Zypern. Nach mehrstündigen Verhandlungen hatte der Geiselnehmer aufgegeben und die Fluggäste konnten das Flugzeug unbeschadet verlassen (wir berichteten).