England steht nach dem Mord an Joanne Cox unter Schock

Symbolfoto: © Marvin Siefke  | pixelio.de

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Der „Brexit“-Wahlkampf wurde durch ein Attentat auf die britische Labour-Abgeordnete Joanne Cox überschattet. Die 41-jährige Abgeordnete war am Donnerstag von zwei Schüssen einer antiken Schusswaffe getroffen und mit mehreren Messerstichen schwer verletzt worden. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in das städtische Krankenhaus geflogen. Dort erlag sie wenig später ihren schweren Verletzungen. Nach dem Tod der „Brexit“-Gegnerin wurde der Wahlkampf unterbrochen. Die Polizei nahm am Tatort einen 52-jährigen Mann als Tatverdächtigen fest. Augenzeugenberichten zufolge rief er während der Tat „Großbritannien zuerst“. Die Pro-EU-Abgeordnete Joanne Cox hielt in der Bibliothek der Stadt Birstall in West Yorkshire eine wöchentliche Bürgersprechstunde ab. Beim Verlassen des Gebäudes kam es zu dem Attentat. Der Ehemann der Politikerin äußerte sich nach ihrem Tod und sagte, dass sich Joanne Cox jetzt vor allem zwei Dinge gewünscht hätte. Erstens, dass unserere geliebten Kinder viel Liebe erfahren und zweitens, dass wir uns zusammentun, um gegen den Hass zu kämpfen, der ihr das Leben gekostet hat.

Joanne Cox hinterlässt ihren Ehemann und zwei Kinder. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich erschüttert und bezeichnete den Vorfall als „schrecklich und dramatisch“. Der französische Premierminister sei „tief betrübt“ über die Tat, hieß es. Großbritanniens ehemaliger Premierminister Gordon Brown sagte, dass so etwas in Großbritannien nie wieder passieren darf. Auch die politischen Gegner von Cox verurteilten die Tat scharf und bekundeten ihr Beileid.