Frankfurt (Oder): Flüchtlinge wurden von Rechten angegriffen – Passanten jubelten

Symbolfoto: © burntimes

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In Frankfurt an der Oder sind insgesamt vier Schutzsuchende auf der Straße beleidigt und geschlagen worden. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend an einer Straßenbahnhaltestelle. Die Flüchtlinge aus Syrien, Somalia und Ägypten blieben nahezu unverletzt. Einer der Täter wurde vorübergehend verhaftet. Einem 17-jährigen Flüchtling wurde noch an der Straßenbahnhaltestelle mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die Schutzsuchenden versuchten anschließend zu Fuß zu fliehen. Sie wurden jedoch von den Angreifern verfolgt. Umstehende Passanten hatten die Angreifer regelrecht angefeuert und ausländerfeindliche Parolen gerufen, teilte die Polizei mit. Ein Augenzeuge rief die Polizei, weswegen die Täter gefasst werden konnten.

Bei dem 24-jährigen Täter, der sich in Polizeigewahrsam befindet, wurde ein Alkoholwert von 3,7 Promille ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organsiationen sowie gemeinschädlicher Sachbeschädigung. Der 24-jährige Täter soll gemeinsam mit einer 18-jährigen Frau das Gymnasium in Freyung sowie die dortige Kirche mit NS-Symbolen beschmiert haben.

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