WHO teilt nach neuer Studie mit: Glyphosat ist nicht krebserregend

Symbolfoto: © SCHAU.MEDIA | pixelio.de

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Es ist eine überraschende und umstrittene Wende im Streit um das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat des US-Herstellers Monsanto. Nach Angaben einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Glyphosat doch nicht so gefährlich, wie es zunächst angenommen wurde. Die WHO teilte mit, dass Glyphosat nicht kerberregend sei und durch die Chemikalie mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Veränderungen des menschlichen Erbguts ausgelöst werden. Der Zeitpunkt in der die neue Studie vorlegt wurde ist brisant, denn in dieser Woche soll in Europa über die Verlängerung der Glyphosat-Zulassung entschieden werden. Die internationale Behörde für Krebsforschung, mit Sitz in Lyon, stuft Glyphosat weiterhin als Krebserreger ein und widerspricht damit der WHO. Der Unkrautvernichter Glyphosat ist in vielen Lebensmitteln nachweisbar. Beim Menschen kann der Pestizid im Urin nachgewiesen werden.

Die SPD lehnte eine Wiederzulassung in Deutschland ab. Das Kanzleramt hat sich in den Streit eingeschaltet. In der schwarz-roten Bundesregierung wird seit Monaten über die Schädlichkeit von Glyphosat diskutiert. Innerhalb der EU wird noch in dieser Woche über die weitere Verwendung des Unkrautverzichts abgestimmt. Es ist jedoch unklar, ob eine Mehrheit für eine Verlängerung der Zulassung zustande kommt. Sollte sich Europa für die weitere Verwendung entscheiden, dürfte Glyphosat weitere neun bis fünfzehn Jahre eingesetzt werden.

In den USA wird Glyphosat seit den 70er Jahren eingesetzt. Der Hersteller Monsanto erwirtschaftet mit seinem umstrittenen Unkrautvernichter jährlich 4,8 Milliarden US-Dollar.