Syrien: Russland lehnt Waffenruhe für Aleppo ab

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die humanitäre Situation in Aleppo ist katastrophal. In der syrischen Stadt kämpfen zur Zeit Rebellen, Terrorgruppen und die Regierungstruppen von Assad um die Macht. Syriens eng Verbündeter Russland hat eine sofortige Waffenruhe am Samstag abgelehnt. Die russische Armee unterstützt in und rund um Aleppo die Regierungstruppen des syrischen Machthabers Assad. Dabei ist die Lage in der Stadt sehr ernst. Zahlreiche Menschen flüchten aufgrund der Luftangriffe in den letzten Tagen. Am Freitag wurde erneut ein Krankenhaus angegriffen und zerstört. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Die kanadische Hilfsorganisation „Union of Medical Care and Relief Organisation“ teilte mit, dass es sich um ein Kriegsverbrechen handelt. Erst diese Woche Donnerstag kamen bei einem Luftangriff auf ein weiteres Krankenhaus in Aleppo über 50 Menschen ums Leben, darunter Ärzte und Kinder (wir berichteten). Bundesaußenminister Steinmeier meldete sich am Samstag zu Wort und sagte, dass Angriffe auf Krankenhäuser abscheulich und unentschuldbar seien. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes kritisierte den Angriff scharf. Angriffe auf Zivilisten und medizinische Einrichtungen verstoßen massiv gegen das humanitäre Völkerrecht.

In Aleppo leben rund 250.000 Menschen. Ihnen droht der Ausschluss der Versorgung. Die Straßen sind meist menschenleer. Die Bewohner fürchten um ihr Leben und verstecken sich die meiste Zeit des Tages in ihren Wohnungen und Häusern. In den letzten zwei Tagen starben in Aleppo mindestens 250 Menschen.