Luftangriff auf Krankenhaus in Syrien: Mindestens 30 Menschen starben

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Am Donnerstag sind in Syrien bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus in Aleppo mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen und 50 weitere zum Teil schwer verletzt worden. In Aleppo haben Kampfjets eines der letzten Krankenhäuser der Stadt – das Al-Quds – angegriffen. Unter den Opfern befinden sich Frauen und Kinder, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Das betroffene Krankenhaus wird von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ unterstützt. Die Organisation äußerte sich bestürzt über den Angriff und verurteilte diesen scharf. Das angegriffene Krankenhaus befindet sich in einem Stadtteil, der zur Zeit von Rebellen kontrolliert wird. Welche Armee das Krankenhaus angegriffen hat ist noch unklar. Für die Angriffe in den letzten Tagen wurden die Regierungstruppen des Machthabers Assad verantwortlich gemacht.

Die geltende Waffenruhe hat in Aleppo keine Gültigkeit. In den letzten Tagen starben 85 Zivilisten bei Luftangriffen. Der Sondergesandte der Vereinten Nationen sagte am Donnerstag, dass die Gefahr besteht, dass die Waffenruhe jederzeit zu Ende sein könnte. Ende Februar hatten sich die USA und Russland zusammen mit dem syrischen Regime auf eine Waffenruhe geeinigt. Ausgeschlossen von der Waffenruhe sind terroristische Gruppen wie der Islamische Staat (IS) und die radikale Al-Nusra-Front.

Der Bürgerkrieg in Syrien tobt inzwischen seit knapp fünf Jahren. In dem blutigen Krieg starben mehr als 250.000 Menschen.