Erdbeben-Katastrophe in Ecuador: Mindestens 233 Menschen starben

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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In Ecuador hat sich ein schweres Erdbeben der Stärke 7,8 auf der Richterskala ereignet. Es herrscht nach dem schweren Erdbeben der Ausnahmezustand. Mindestens 233 Menschen kamen ums Leben. Die Behörden befürchten, dass die Opferzahlen noch deutlich ansteigen werden. Nachdem Erdbeben hatte das Pazifische Tsunami-Warnzentrum für Ecuador und das Nachbarland Peru eine Warnung herausgegeben. Diese wurde jedoch wenig später wieder zurückgenommen. Die Regierung selbst gab zunächst keine entsprechende Warnung heraus. Die Behörden riefen die Bewohner der Küstenregionen in Ecuador allerdings auf, die Gebiete zu verlassen. In der Hafenstadt Guayaquil kam es zu schweren Beschädigungen an Gebäuden.

In den sozialen Netzwerken sind Fotos von eingestürzten und schwer beschädigten Gebäuden zu sehen. In Esmeralda sind alleine 71 Häuser eingestürzt. Zahlreiche Menschen wurden verschüttet. Die Menschen graben vielerorts mit den bloßen Händen nach Vermissten in den Trümmern. Der Flughafen von Manta wurde geschlossen, weil der Tower schwere Schäden erlitten hat. Die Erdbebenwarte teilte mit, dass sich das Erdbeben in der Nacht zu Samstag in 28 Kilometern Tiefe ereignete. Die Erschütterungen waren auch in der 170 Kilometer entfernten Hauptstadt Quito, für etwa 40 Sekunden lang, zu spüren und auch bis nach Kolumbien. Die Stadt Pedernales mit seinen rund 50.000 Einwohnern ist besonders schlimm betroffen und von der Außenwelt abgeschnitten. Der dortige Bürgermeister sagte, dass es nicht um den Einsturz eines Hauses, sondern einer ganzen Stadt ginge.

Anwohner rannten in Panik auf die Straße. Das Handy- und Stromnetz war durch das Beben zeitweilig ausgefallen. Außerdem kam es zu Erdrutschen, die Brücken zerstörten und Straßen unpassierbar machten. Die Regierung von Ecuador entsandte 10.000 Soldaten und 3.500 Polizisten in die betroffenen Gebiete. Der nationale Katastrophenfall wurde ausgerufen. Für sechs Provinzen wurde der Ausnahmezustand verhängt. Es war das Stärkste Erdbeben in Ecuador seit 1979.

Erdbeben sind in Ecuador zuletzt immer seltener und weniger heftiger als beispielsweise in Chile gewesen. Der einzige noch aktive Vulkan der Cordillera Occidental ist der 4.778 m hohe Guagua Pichincha östlich von Quito. Cotopaxi, Tungurahua und Sangay sind die aktiven Vulkane der Cordillera Central. Momentan werden elf Vulkane Ecuadors aktiv überwacht, davon sind der Cotopaxi, der Guagua Pichincha und der Tungurahua als gefährlich eingestuft.