Türkei: Präsident Erdogan will PKK-Anhängern die Staatsbürgerschaft aberkennen

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
Der türkische Premier Erdogan hat am Dienstag den Anhängern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) damit gedroht, ihnen die türkische Staatsbürgerschaft abzuerkennen. Erdogan begründete diese Maßnahme damit, dass man alles menschenmögliche unternehmen muss, um die terroristischen Gruppen zu besiegen. Er sagte zu den PKK-Anhängern, dass sie es nicht verdient hätten die türkische Staatsbürgerschaft zu besitzen. „Die PKK-Anhänger vergehen Verrat an Staat und Nation“, sagte Erdogan. Im März bekannte sich die Randgruppe „Freiheitsfalken Kurdistans“ der PKK zu zwei Selbstmordanschlägen in der Hauptstadt Ankara, mit 65 Toten. Die Friedensgespräche zwischen der Regierung und der PKK brachten im Juli 2015 keinerlei Ergebnisse und wurden schließlich abgebrochen. Anschließend kam es nach einer zweijährigen Waffenruhe wieder zu blutigen Zwischenfällen.

Die türkischen Behörden gehen verstärkt gegen die Anhänger der PKK vor. Es gab diverse Festnahmen. Unter den Verhafteten befanden sich Journalisten, Anwälte und Abgeordnete.