Aschaffenburg: Großeinsatz der Polizei am Ostersonntag – 37 Festnahmen

Symbolfoto: © burntimes

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Für die Polizei im bayerischen Aschaffenburg verlief der Ostersonntag alles andere als ruhig. Am Rande einer Kundgebung, an der rund 600 türkischstämmige Aschaffenburger teilnahmen, kam es zu massiven Angriffen. Die Gruppe versammelte sich zunächst wie angemeldet, um 14 Uhr in der Frohsinnstraße. Eine Gruppe, die aus etwa 25 kurdischen Aschafenburgern bestand, griff im Bereich des Dämmer Steges die große Gruppe an. Es flogen Steine und Feuerwerkskörper. Die Polizei musste mit einem massiven Aufgebot eingreifen. Der Angriff der 25-köpfigen Gruppe richtete sich gegen die Kundgebung, die unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Terror“ angemeldet war. Eine Schwierigkeit war, dass die Polizei im Vorfeld lediglich mit etwa 200 Teilnehmern rechnete. Die Beamten griffen sofort ein und verhinderten ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Gruppen. Einige der Angreifer flüchteten, nachdem sie Steine und Böller in den Demonstrationszug geworfen hatten. Beamte nahmen die Verfolgung auf und sahen, wie die Menschen alle ein Wohnhaus in der Ottostraße betraten und dieses besetzen. Eine Kontaktaufnahme seitens der Polizei scheiterte. Einige der Kurden betraten schließlich das Dach und warfen von dort weiter Gegenstände und Feuerwerkskörper auf die, vor dem Gebäude stehenden Beamten. Gegen 17.45 Uhr gaben die Kurden schließlich auf und ließen sich widerstandslos festnehmen. Anschließend wurden Strafverfahren wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruchs, Körperverletzung und wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz eingeleitet.

Die Polizei in Aschaffenburg forderte angesichts der unübersichtlichen Lage Polizeihubschrauber, Diensthundeführer und weitere Beamte aus Hessen an. Es wurde niemand verletzt, teilte die Polizei Aschaffenburg am späten Sonntagabend mit. Der Polizeieinsatz dauerte noch bis in die späten Abendstunden an. Das lag daran, weil sich immer wieder Menschen an der Absperrungen versammelten.