Spanien: Schweres Busunglück fordert 13 Tote – deutsche Studentinnen waren im Bus

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
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In der Nacht zu Sonntag ist ein Bus, in dem sich eine Gruppe Erasmus*-Studentinnen befand, schwer verunglückt. Der Fahrer, des Busses, der mit 57 Menschen besetzt war, verlor die Kontrolle über den Bus. Der Fahrer galt als sehr erfahren. Der schlechte Zustand der Autobahn könnte unter anderem zu dem Unglück geführt haben. Der Bus kam zunächst aus noch unklaren Gründen nach rechts von der Fahrbahn ab. Nachdem der Bus in die Leitplanke prallte, verriss der Fahrer das Lenkrad, sodass der Bus auf die Gegenfahrbahn geriet und umstürzte. Ein entgegenkommendes Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte frontal in den Bus hinein. Die Insassen des Autos blieben unverletzt. Im Bus starben insgesamt 13 Studentinnen, darunter zwei aus Deutschland. 28 weitere Insassen wurden verletzt, neun von ihnen schwer. Die Identifizierung der Toten ist noch nicht abgeschlossen. Im Bus befanden sich auch Studentinnen aus Deutschland, die ihr Auslandssemester in Spanien absolvierten. Die meisten der im Bus befindlichen Passagiere absolvierten ihr Auslandssemester in Barcelona. Ob Studentinnen aus Deutschland ums Leben gekommen sind ist noch unklar. Das Auswärtige Amt teilte am Montagmorgen mit, dass sich zwei deutsche Studentinnen unter den Toten befinden. Der Busfahrer wurde leicht verletzt und bereits verhört. Tests ergaben, dass er weder Alkohol getrunken noch Drogen genommen hatte.

Die Studentinnen hatten vor dem Unglück ein berühmtes Volksfest in Valencia besucht. Aus diesem Anlass wurden fünf Busse gechartert. In der Nähe von Tarragona bemerkte der Fahrer des vierten Busses, dass etwas nicht stimmt, weil plötzlich der fünfte Bus aus dem Rückspiegel verschwunden war. Der Fahrer, der Sohn des verunglückten Busfahrers, fuhr an der nächsten Tankstelle von der Autobahn ab und versuchte seinen Vater telefonisch zu erreichen. Der ging jedoch nicht dran, sodass der Busfahrer die Studentinnen gebeten hatte andere Passagiere aus dem vierten Bus anzurufen. Eine What’s-App-Nachricht einer Studentin im verunglückten Bus gab schließlich Auskunft über den Unfall.

* Das Erasmus-Programm ist ein europäisches Bildungsprogramm der Europäischen Union. Das Ziel ist die Förderung der Mobilität zu Lern- und Studienzwecken und die transationale Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Bildung. In dem Erasmus-Studienprogramm werden unter anderem Auslandsstudien von Studierenden ermöglicht und finanziell unterstützt. Ziel ist es, die europäische Mobilität von Studierenden zu fördern und auszubauen.