Anti-Terror-Einsatz in Brüssel: Verdächtige flüchteten über Dächer – ein Toter

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

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Bei einem Anti-Terror-Einsatz im Brüsseler Stadtteil Forest ist ein Verdächtiger getötet worden. Der Verdächtige war mit einem Sturmgewehr bewaffnet und wurde von Polizisten erschossen. Zuvor hatten Unbekannte während der laufenden Razzia plötzlich das Feuer auf die Beamten eröffnet. Anschließend wurde die betroffene Gegend großflächig abgesperrt und Polizeihubschrauber kreisten über dem Gebiet. Es wurde mit großkalibrigen Waffen minutenlang auf die Polizisten geschossen, hieß es am Dienstagabend. An den Ermittlungen am Dienstag waren auch französische Polizisten beteiligt. Weitere Verdächtige ergriffen die Flucht und flüchteten über Dächer. Vier Polizisten sollen verletzt worden sein. Mehrere Verdächtige sind noch auf der Flucht. Der großangelegte Einsatz stand im direkten Zusammenhang mit den Anschlägen von Paris. Die Jagd nach weiteren Verdächtigen dauert zur Stunde noch an. Rund um den Tatort gingen zwischenzeitlich schwer bewaffnete Spezialkräfte in Stellung. Auch in der Innenstadt von Brüssel patrouillieren zur Zeit Soldaten. Genauere Details zu dem Anti-Terror-Einsatz machte die Polizei zunächst nicht. Aus Ermittlungskreisen sickerte durch, dass die Beamten eine Wohnung durchsuchen wollten, die von einem gesuchten Terroristen gemietet wurde. Nach dem Vorfall haben die Beamten jedes Haus in dem betroffenen Viertel systematisch durchkämmt. Gesucht wird noch immer der 26-jährige Salah Abdeslam. Er wird verdächtigt an den Terroranschlägen in Paris, mit 130 Toten, beteiligt gewesen zu sein. Die Operation am Dienstagmorgen in Brüssel galt jedoch nicht Salah Abdeslam. Sein Bruder hatte sich in Paris am 13. November in die Luft gesprengt. Abdeslam ist einer der mistgesuchten Terroristen Europas. Er wuchs im belgischen Stadtteil Molenbeek auf. Der Stadtteil Molenbeek gilt als belgische Hochburg des Terrorismus. Von Molenbeek aus sollen auch die Anschläge in Paris geplant worden sein.