Plagiatsaffäre: Medizinische Hochschule Hannover erkennt von der Leyen ihren Doktortitel nicht ab

Symbolfoto: © Thorben Wengert | pixelio.de

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Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat am Mittwochabend um 18 Uhr mitgeteilt, dass Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen der Doktortitel nicht aberkannt wird. Sie selbst war bei der Verkündung nicht anwesend, weil sie sich zur Zeit in den USA aufhält. Bei der Überprüfung der Doktorarbeit fielen Fehler in der Einleitung der Arbeit auf. Es handelte sich jedoch nicht um ein Fehlverhalten, so das Ergebnis der umfangreichen Untersuchung der Doktorarbeit. Die MHH betonte, dass die Doktorarbeit von externen Gutachtern überprüft wurde. Die Entscheidung fiel mit 7:1 Stimmen ganz klar für den Beibehalt des Doktortitels.

Die Internet-Plattform „Vroniplag Wiki“ hatte im Vorfeld der Untersuchung auf insgesamt 27 von 62 Seiten Plagiatstellen gefunden. Die Mitglieder der Gruppe „VroniPlag“ sind ausschließlich erfahrene Wissenschaftler. Der aktuelle Fall erinnerte an die zurückliegenden Fälle von zu Gutenberg und Schavan. Die Hochschule teilte mit, dass zahlreiche dieser „angeblichen“ Plagiate keine sind. Ursula von der Leyen äußerte sich erleichtert über die Entscheidung. Sie hält sich zur Zeit in den USA auf. Am Mittwochabend hielt sie eine Rede an der Universität in Stanford. Von der Leyen selbst hatte die Plagiatsvorwürfe immer abgestritten. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich immer hinter ihre Ministerin. Die Bundeskanzlerin sagte, dass von der Leyen auch ohne den Doktortitel weiterhin die Verteidigungsministerin geblieben wäre.