Auswirkungen im Flugverkehr möglich: Sonnensturm rast auf Europa zu

«In wenigen Stunden trifft ein starker Sonnensturm auf die Erde. Seine Auswirkungen könnten vor allem in Nordeuropa, Skandinavien und Kanada zu spüren sein. Dieses kündigten die Weltraumagenturen EASA und NASA, sowie die amerikanische Wetterbehörde NOAA vor wenigen Stunden übereinstimmend an. Der Sturm löste sich von der 150 Million Kilometer entfernten Sonne und rast seit dem mit sehr hoher Geschwindigkeit (1500 Kilometer pro Sekunde) in Richtung Erde. Der Sturm wird morgen früh gegen 10.30 Uhr (MESZ) eintreffen. Mit der kräftigsten Phase wird aber erst gegen 18 Uhr gerechnet. Dadurch könnten morgen in Nordeuropa Polarlichter zu beobachten sein. Es könnte morgen auch zu Beeinträchtigungen im Strom-, GPS und Handynetz kommen. Zusätzlich sind Beeinträchtigungen im Flugverkehr möglich. Sonnenstürme stören je nach Intensivität Satelliten-, Funk- und Navigationssysteme. Ein solcher Sturm führte vor neun Jahren zu einem mehrstündigen Stromausfall in Schweden. Außerdem kam es zum Ausfall des europäischen Flugradars, zum Verlust eines Forschungssatelliten und zur Beschädigung von weltweit 28 Satelliten. In Amerika mussten damals 60 Flüge verschoben werden.
Wenn die Sonne besonders aktiv ist, bilden sich Sonnenflecken. Die sich daraus bildenen Magnetfelder können große Gaswolken aus der Sonne heraus ins All schleudern. Weil diese Wolken eine elektrische Ladung besitzen sind sie in der Lage das Magnetfeld der Erde zu beeinflussen beziehungsweise zu stören. Wir Menschen werden von dem Sonnensturm direkt wenig mitbekommen – er ist nicht zu sehen.
Foto: © Gerd Altmann | pixelio.de

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