Sie suchten Schutz und Halt: 58 Tote bei Doppelanschlag auf Flüchtlingscamp

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia

Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
Symbolfoto: © Wikimedia Commons | wikipedia
Im nördlichen Bundesstaat Borno in Nigeria ist am Mittwoch ein Flüchtlingscamp von Terroristen angegriffen worden. Mindestens 58 Menschen kamen ums Leben. Sie suchten Schutz und Halt vor den Boko-Haram-Terroristen und wurden Ziel eines Selbstmordanschlags dieser Terroristengruppe. Zwei Frauen sprengten sich inmitten des Flüchtlingscamps in die Luft und rissen mindestens 58 Menschen mit in den Tod. Eine dritte Selbstmordattentäterin machte einen Rückzieher, weil sich auch ihre Familie in dem Camp befindet. Rund 80 Menschen erlitten Verletzungen. Möglicherweise war der Doppelanschlag eine Racheaktion für die Angriffe der nigerianischen Armee auf drei Dörfer in der vergangenen Woche. Bei den Angriffen auf die Hochburgen von Boko Haram kamen dutzende Terroristen ums Leben.

Zur Zeit hält sich Bundespräsident Joachim Gauck in Nigeria auf. Am Mittwochnachmittag besuchte er ein Flüchtlingslager in Abuja.