Umstrittener Besuch: Seehofer zu Gast bei Putin in Russland

Symbolfoto: © Michael Lucan | pixelio.de

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Der CSU-Chef Seehofer reiste nach Russland um sich dort mit dem Regierungschef Putin zu treffen. Die russischen Staatsmedien präsentieren Seehofer als den größten Kritiker Merkels und Kritiker der Sanktionen gegen Russland. Putin empfing Seehofer am Mittwochnachmittag in Moskau. Das Treffen wird unter anderem angesichts des Streits über den angeblichen Vergewaltigungsfall scharf kritisiert. Eine 13-Jährige aus Berlin war tagelang spurlos verschwunden. In den russischen Medien und in den sozialen Netzwerken wurde der Fall für Hetze gegen Ausländer missbraucht. Russland warf Deutschland vor den Vorwurf der Vergewaltigung vertuschen zu wollen. Die 13-Jährige verbrachte die Zeit bei einem 19-jährigen Bekannten, wie sich später herausstellte. Das Mädchen, dessen Familie aus Russland stammt, gab jedoch zunächst an, dass sie von Flüchtlingen entführt und vergewaltigt worden sei. Seehofer sagte: „Bayern hat historische und gute Beziehungen zu Russland.“ Er sagte auch, dass das Minsker Abkommen erfüllt werden muss und Russland gebraucht wird, um globale Krisen zu lösen. Das Abkommen Minsk II vom 12. Februar 2015 war ein erneuter Versuch einer Deeskalation und Befriedung des seit 2014 in der Ost-Ukraine herrschenden Kriegs. Russland hat die ukrainische Halbinsel Krim völkerrechtswidrig annektiert. „Seehofer sollte die Russen mahnen und die verdeckte Finanzierung von rechtsradikalen Netzwerken einstellen“, sagte eine CDU-Politikerin am Mittwoch.