Syrien: Doppelanschlag in Damaskus fordert 58 Tote

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Im Schiitenbezirk von Damaskus haben sich zwei Anschläge der Terroristen des Islamischen Staats (IS) ereignet. Die Anschläge ereigneten sich im Süden der Hauptstadt. Zunächst hatte ein Selbstmordattentäter ein mit Sprengstoff beladenes Auto im Schiitenbezirk Sajeda Sainab in die Luft gesprengt. Nachdem anschließend Rettungskräfte zur Hilfe eilten, hatte sich ein weiterer Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mit. Bei dem Doppelanschlag starben 58 Menschen, darunter 25 Kämpfer einer regierungstreuen Miliz. Die syrische Hauptstadt Damaskus wird zur Zeit zu einem großen Teil von Regierungstruppen kontrolliert. Die IS-Terroristen bekannten sich in einer Mitteilung im Internet zu dem Doppelanschlag in Damaskus. Das staatliche Fernsehen in Syrien zeigte Bilder von brennenden Gebäuden und zerstörten Autos.

Unterdessen laufen in Genf die Friedensverhandlungen: Die erst am Samstag angereiste Delegation der syrischen Opposition hat bereits kurz nach ihrer Ankunft gedroht die Genfer Friedensverhandlungen abzubrechen. Die Opposition wird die Verhandlungen abbrechen, wenn das Assad-Regime nicht unverzüglich seine Verbrechen beendet. Die syrische Opposition wirft dem UN-Sondervermittler de Mistura Parteilichkeit vor. Direkte Verhandlungen zwischen der Opposition und der syrischen Regierung schloss die Delegation der Opposition zunächst aus. Der UN-Vermittler hatte am Freitag die lang erwarteten Friedensgespräche über ein Ende des mittlerweile fünf Jahre andauernden Bürgerkriegs zunächst mit Vertretern der syrischen Regierung begonnen. Millionen von Syrern haben lange auf diese Verhandlungen gewartet.