Peschmerga-Kämpfer verkaufen Bundeswehr-Waffen im Nordirak

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Peschmerga-Kämpfer verkaufen im Nordirak Bundeswehr-Waffen wie Sturmgewehre und Pistolen. Es sind Waffen, die die deutsche Bundesregierung in das kurdische Autonomiegebiet im Nordirak geliefert hatte. Inzwischen werden sie auf Waffenmärkten angeboten. Unter den angebotenen Waffen befinden sich beispielsweise Kalaschnikows und G3-Sturmgewehre. Diese Waffen dürften auf dem Schwarzmarkt eigentlich nicht angeboten werden. Deutschland hatte die Waffen im Sommer 2014 an die Peschmerga ausgeliefert. Es handelte sich überwiegend um ausrangierte Waffen. Die Peschmerga-Kämpfer sollten die Waffen im Kampf gegen die Terroristen des Islamischen Staats einsetzen. Der Waffenlieferung ging eine lange Debatte voraus, ob die Waffen nicht in falsche Hände gelangen könnten. Genau das scheint nun passiert zu sein. Die Händler verlangen für ein G3-Gewehr zwischen 1.450 und 1.800 US-Dollar. Viele Peschmerga-Kämpfer verkaufen ihre Waffen, um sich die Flucht aus dem Kriegsgebiet zu finanzieren.

Die Linkspartei hatte 2014 ausdrücklich vor Waffenlieferungen an die Peschmerga-Kämpfer gewarnt, weil diese unkontrolliert auf öffentlichen Märkten landen könnten. Die Partei fühlt sich durch die Recherchen der Fernsehsender ARD und WDR bestätigt. Die Bundesregierung sieht die Verantwortung hingegen bei den Kurden.