Massaker in Ostsyrien: IS-Terroristen entführten mehr als 400 Menschen – dutzende Tote

Symbolfoto: © Katharina Wieland Müller | pixelio.de

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Die Terroristen des Islamischen Staats (IS) richteten in einem Vorort der ost-syrischen Stadt Dair as-Saur ein Blutbad an. Mindestens 135 Menschen – darunter viele Zivilisten – wurden getötet und 400 weitere wurden von den Terroristen entführt. Unter den entführten befinden sich auch Frauen und Kinder. Die Terroristen stürmten mit schwerer Bewaffnung am Samstag einen Vorort der Stadt Dair as-Saur. Ein Teil der betroffenen Stadt wird von Regierungstruppen kontrolliert. Trotzdem konnten die Terroristen zuschlagen. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte, dass über 400 Zivilisten verschleppt worden sind. Bei den meisten Entführten handelt es sich um Familienangehörige der regierungstreuen Kämpfer. Die Verschleppten wurden nach Angaben von Menschenrechtlern in den Westen der Provinz und in Richtung der inoffiziellen IS-Hauptstadt Al Rakka gebracht. Das Gebiet rund um Dair as-Saur wird mit kleineren Ausnahmen komplett von den IS-Terroristen kontrolliert.

Die Zustände in der Region sind sehr schlecht. Ein russisches Transportflugzeug hatte zuletzt 22 Tonnen Lebensmittel und Medizin über Dair as-Saur abgeworfen. In der Stadt sind 250.000 Menschen eingeschlossen. Die IS-Terroristen verhindern, dass Nahrungs- und Arzneimittel auf dem Landweg in die Stadt gelangen.