Legida-Demonstration in Leipzig: Auf die Bahnstrecke Dresden-Leipzig wurde ein Anschlag verübt

Symbolfoto: © burntimes

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Ein Jahr nach dem ersten Legida-Aufmarsch gingen in Leipzig am Montagabend Befürworter und Gegner der islamfeindlichen Gruppierung auf die Straße. Im Stadtteil Connewitz kam es zu Ausschreitungen bei denen rund 250 Vermummte randalierten. Sie zündeten Pyrotechnik und bewarfen Schaufensterscheiben mit großen Pflastersteinen. Unter anderem seien Gegenstände in einen Dönerladen, Augenoptiker und eine Buchhandlung geworfen worden. Die Randalierer haben in der Wolfgang-Heinze-Straße eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Polizei teilte mit, dass es sich bei den Randalierern um gewaltbereite Hooligans handelt. Die Randalierer wurden von der Polizei festgesetzt und die Lage war am späten Montagabend unter Kontrolle. Die Randalierer wurden mit einem Gefangenentransporter zur Identitätsfeststellung zu einer nahegelegenen Polizeistation gebracht.

Ein Zeichen für Toleranz und ein friedliches Zusammenleben setzten die Leipziger mit einer Lichterkette. Mehrere tausend Menschen beteiligten sich an der Protestaktion. Anlass dafür war ein Aufmarsch der fremdenfeindlichen Legida-Bewegung. Die Dresdner Pegida-Bewegung hatte ihre Anhänger zur Teilnahme an der Kundgebung in Leipzig aufgerufen. Auch die Pegida-Spitze Lutz Bachmann war am Montagabend nach Leipzig gekommen. An der Legida/Pegida Kundgebung nahmen etwa 2.500 bis 3.400 Menschen teil. Mindestens zehn Wasserwerfer wurden in Stellung gebracht.

Auf die Bahnstrecke Dresden-Leipzig wurde im Vorfeld der Legida-Demonstration ein Brandanschlag verübt. Ein Bahnsignal brannte und fiel anschließend aus. Die Strecke wurde gesperrt.