Paris: Ein Mann hat mit einem Metzgerbeil bewaffnet eine Polizeistation angegriffen

Symbolfoto: © burntimes

Symbolfoto: © burntimes
Symbolfoto: © burntimes
Am Jahrestag des Terroranschlags auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris hat ein Mann ein Polizeirevier in Paris angegriffen. Der 20-jährige Täter stammt aus Marokko und war mit einem Metzgerbeil bewaffnet und schrie „Gott ist groß“. Polizisten haben den Mann erschossen. Die Beamten fanden später ein Bekennerschreiben mit einer Fahne der Terroristengruppe Islamischer Staat. Terror-Ermittlungen wurden eingeleitet. Der Vorfall ereignete sich am Donnerstag vor einer Polizeistation in einem Problemviertel im 18. Pariser Bezirk.

Der Terrorist versuchte am Donnerstagmorgen am Empfang der Polizeistation einen Polizisten anzugreifen, bevor er selbst von Polizisten erschossen wurde. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte, dass der Mann eine Sprengstoff-Attrappe am Körper trug. Zunächst wurde angenommen, dass der Mann einen Sprengstoffgürtel trägt. Deshalb wurden nach den Schüssen sofort Sprengstoffexperten hinzugezogen. Diese kontrollierten den leblos vor dem Polizeirevier liegenden Extremisten mit einem ferngesteuerten Roboter und gaben Entwarnung. Der Terrorist trug unter seine Jacke eine festgeklebte Tasche, aus der ein Draht herausragte. Es befand sich jedoch kein Sprengstoff am Körper des Mannes.

Nach dem Angriff forderten die Polizisten Passanten auf sich sofort in Sicherheit zu bringen. Geschäfte schlossen und ließen ihre Rollladen herunter. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Autoverkehr wurde rund um die betroffene Polizeistation eingestellt. Der U-Bahn-Verkehr wurde ebenfalls in dem Gebiet unterbrochen. Die Schüler von zwei nahegelegenen Schulen durften das Schulgebäude nicht verlassen.

Bei den Anschlägen auf Charlie Hebdo starben am 7. Januar 2015 insgesamt 17 Menschen. Im November wurden bei mehreren gleichzeitigen Terroranschlägen insgesamt 130 Menschen in Paris getötet (wir berichteten). Seitdem gilt in Frankreich der Ausnahmezustand.