Flüchtlingskrise: Mindestens 36 Flüchtlinge sind vor der türkischen Küste ertrunken

Symbolfoto: © Andreas Hermsdorf | pixelio.de

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Im Mittelmeer haben sich vor der türkischen Küste zwei folgenschwere Schiffsunglücke ereignet. Die Flüchtlinge befanden sich bei schlechtem Wetter auf der Überfahrt von der Türkei nach Griechenland. Türkische Polizisten entdeckten 29 Leichen an den Stränden der westlichen Region Balikefir, gegenüber der griechischen Insel Lesbos. Weitere sieben Leichen wurden aus der eiskalten Ägäis geborgen. Unter den Toten waren auch mehrere Kinder. Aufgrund sehr starker Winde war ein Schiff mit 22 Flüchtlingen an Bord in der Region Dikili gekentert. Die meisten der Passagiere wurden tot am Strand gefunden, so die Grenzschützer. Auf den verbreiteten Bildern waren die Leichen von Kindern zu sehen, die über ihrer Kleidung Rettungswesten getragen haben. Das zweite Unglück ereignete sich, als in ein Schlauchboot mit 58 Flüchtlingen an Bord Wasser eintrat. Mindestens zwölf Menschen ertranken, darunter auch Frauen und Kinder. Viele der geretteten Flüchtlinge wurden unterkühlt in ein Krankenhaus eingeliefert. Es ist noch unklar, wie viele Schiffe am Dienstag im Mittelmeer gekentert sind. Die beiden Unglücke waren die folgenschwersten im neuen Jahr. Im vergangenen Jahr starben mindestens 700 Flüchtlinge bei dem Versuch das Mittelmeer zu überqueren.