Terror-Alarm in München an Silvester: Polizei fahndet nach möglichen Attentätern

Symbolfoto: © Paul-Georg Meister | pixelio.de

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Nach der Terrorwarnung in München fahndet die Polizei nach fünf bis sieben möglichen Attentätern aus Syrien und dem Irak. Der Alarm wurde unter anderem durch Hinweise vom französischen Geheimdienst ausgelöst. Die ersten Hinweise erreichten das Bundeskriminalamt am Silvesterabend gegen 19.40 Uhr. Die Attentäter wollten offenbar einen Doppelanschlag verüben, bei dem sie sich selbst in die Luft sprengen wollten. Am Silvesterabend wurden aus Sicherheitsgründen der Münchener Hauptbahnhof und der Bahnhof in Pasing gegen 22.40 Uhr evakuiert. Die Menschen wurden außerdem aufgefordert größere Menschenansammlungen in der Innenstadt zu meiden. Die Fernzüge fuhren durch den Hauptbahnhof, ohne anzuhalten. Die Behörden hielten sich am Freitag äußerst bedeckt mit Informationen während der laufenden Ermittlungen. Der Polizeipräsident sagte am Freitagmorgen, dass es noch nicht bestätigt sei, dass es die genannten fünf bis sieben Personen aus Syrien und dem Irak überhaupt gebe. Von etwa der Hälfte der Terrorverdächtigen hatten die Geheimdienste Personalien nach Deutschland übermittelt. Am Freitagvormittag wurde die Gefahrensituation in München wieder herabgestuft und befindet sich auf dem Niveau vor der Warnung, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizei ist auch am Neujahrstag mit verstärkter Präsenz in München auf den Straßen. Mehr als 100 Einsatzkräfte sind in diesen Stunden zusätzlich im Einsatz. Die Terrorgefahr sei nach wie vor hoch, stellte der Polizeipräsident am Freitagvormittag klar. Die ganze Nacht über wurde der Hauptbahnhof und der Bahnhof Pasing von schwer bewaffneten Spezialeinheiten überwacht. Zwischen 3.30 und 4 Uhr am Freitagmorgen wurde der Hauptbahnhof wieder freigegeben, sodass der Bahnverkehr wieder planmäßig verkehren konnte. Nach Angaben der ausländischen Behörden sollen sich die möglichen Attentäter in München aufgehalten haben. Die Täter wollten sich angeblich um Mitternacht zeitgleich an beiden Bahnhöfen in die Luft sprengen.