Belgien: Festnahmen nach Terrorverdacht in Brüssel

Symbolfoto: © Rike | pixelio.de

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In der belgischen Hauptstadt Brüssel sind am Dienstag zwei Männer festgenommen worden, die Anschläge in Brüssel geplant hatten. Belgiens Innenminister Jambon hatte angekündigt hart gegen den Terrorismus und Radikale vorzugehen. Nach zahlreichen Hausdurchsuchungen und Anti-Terror-Ermittlungen befinden sich nun zwei Verdächtige in Haft. Die beiden Verdächtigen wollten in der Silvesternacht mehrere Terroranschläge in Brüssel verüben. Bei einem der Festgenommenen handelt es sich um einen Anführer und Drahtzieher einer Terroristengruppe in Belgien. Er soll mehrere Menschen für seine Terrorgruppe angeworben haben. Die Polizei teilte mit, dass es zwischen den Festgenommenen und den Anschlägen in Paris keine Zusammenhänge gibt. Bei den Hausdurchsuchungen wurde IS-Propagandamaterial und Militärkleidung sichergestellt und keine Waffen oder Sprengstoff.

Expertenangaben zufolge befinden sich 500 Belgier im Bürgerkrieg in Syrien. Ein Großteil dieser Belgier kämpft dort für die Terroristen des Islamischen Staats (IS). Am Sonntag teilte der belgische Innenminister mit, dass die Polizeipräsenz im Stadtteil Molenbeek merklich erhöht werden soll. In diesem Stadtteil gibt es neben Waffen- und Drogenhandel auch eine sehr hohe Kriminalitätsrate. Damit möchte Jambon sein Versprechen einlösen in dem Stadtteil aufzuräumen. Der belgische Innenminister setzt auf eine Null-Toleranz-Strategie. Diese gab es auch schon in New York. Die Kriminalität hatte sich von New York jedoch lediglich verlagert.

Außerdem wurden bei einem Angriff der Anti-IS-Koalition in Syrien und dem Irak zehn Anführer der Terroristenorganisation getötet. Bei einem der Toten handelt es sich um Charaffe al-Muadan, der in Verbindung zu den Terroranschlägen in Paris vom 13. November mit 120 Toten stand.