Krieg gegen die Terroristen des IS: Von der Leyen schließt deutsche Allianz mit Assad aus

Symbolfoto: © Ingo Büsing| pixelio.de

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Deutschland wird in den Syrien-Krieg einsteigen und 2016 einen Anti-IS-Einsatz beginnen. Die Bundeswehr wird dafür bis zu 1.200 Soldaten zunächst auf ein Jahr befristet nach Syrien entsenden. Bundesverteidigungsministern Ursula von der Leyen schloss am Montag eine deutsche Allianz mit den syrischen Assad-Truppen aus. Von der Leyen teilte mit, dass es keine Zukunft mit Assad geben wird. Sie kann sich jedoch vorstellen, dass Teile der syrischen Armee für den Kampf gegen den IS eingesetzt werden könnten. Um den Islamischen Staat besiegen zu können braucht es Bodentruppen und unter Umständen auch die des syrischen Diktators Assad.

Die französische Regierung stellte zwischenzeitlich klar, dass es eine direkte Zusammenarbeit mit den syrischen Regierungstruppen erst nach einem Abgang des Diktators Assad geben kann. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, dass die deutschen Truppen in Syrien auf einen Waffenstillstand zwischen der syrischen Armee und den Oppositionellen hinarbeiten, sodass alle Kräfte gemeinsam gegen den IS kämpfen können. Der Bundeswehr-Einsatz im nächsten Jahr soll Deutschland mindestens 134 Millionen Euro kosten. In Notsituationen könnte Deutschland auch deutlich mehr als 1.200 Soldaten entsenden, heißt es in dem Mandatsentwurf.

Deutschland wird zunächst mit Tornado-Aufklärungsflugzeugen und einem Kriegsschiff in den Krieg gegen den IS einsteigen. Es könnte der aktuell größte Bundeswehr-Auslandseinsatz werden.