Krimkonflikt: Russland hat der Ukraine wieder das Gas abgedreht

Symbolfoto: © Rudolph Duba | pixelio.de

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Zwischen Russland und der Ukraine fließt kein Gas mehr. Die Ukraine meint, dass sie keine weitere Gasversorgung aus Russland benötigt. Der russische Gaslieferant Gazprom begründete den Lieferstopp zum ukrainischen Unternehmen Naftogaz mit ausbleibenden Zahlungen von ukrainischer Seite. Der Geschäftsführer von Gazprom warnte am Mittwochmorgen vor ernsten Konsequenzen für Europa durch den erneuten Stopp der Gaslieferungen. Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für russisches Gas für die Europäische Union. Die EU-Kommission reagierte jedoch nicht besorgt über die eingestellten Lieferungen. Gazprom hatte erst seit Oktober wieder Gas an die Ukraine geliefert. Zuletzt waren die Gaslieferungen im Juli gestoppt worden. Anschließend folgten langwierige Verhandlungen an denen sich auch die EU als Vermittler beteiligte. Beide Seiten einigten sich schließlich auf einen Kompromiss. Dieser sah wie folgt aus: Das ukrainische Unternehmen Naftogaz sicherte Gazprom Vorauszahlungen zu, im Gegenzug garantierte Gazprom Lieferungen bis März 2016. Diese Vorauszahlungen sind jedoch bereits aufgebraucht und Gazprom wird erst wieder Gas liefern, wenn weitere Vorauszahlungen erfolgen.

Russland drohte bereits am Dienstag mit einem Gas-Lieferstopp. Hintergrund sind auch die erneuten Spannungen zwischen Russland und der Ukraine über die illegal annektierte Halbinsel Krim. Aktivisten hatten in der Ukraine zwei Starkstrommasten gesprengt, die für die Stromversorgung auf der Krim notwendig waren. Damit wurde die gesamte Stromversorgung zu der 2014 illegal annektierten Halbinsel unterbrochen. Die zwei Millionen Einwohner werden seit dem mit Notgeneratoren versorgt. Nach der Sabotage rief die Krim den Notstand aus.